TSV Taufkirchen zwingt Titelfavorit TSV Wasserburg 2 in die Knie

Landkreis – Der letzte Spieltag vor der Winterpause war von einigen witterungsbedingten Spielausfällen geprägt.

Die restlichen Spiele hatten es aber in sich. So rang in der A-Klasse Gruppe 3 der aufstrebende TSV Taufkirchen den Titelfavorit Wasserburg 2 buchstäblich nieder.

Die SG Reichertsheim 2 enttäuschte zu Hause erneut und verlor gegen Rechtmehring das Landkreisduell in dieser Gruppe. In der A-Klasse Gruppe 4 ist der TSV Obertaufkirchen weiterhin im Flow. Gegen Weidenbach wurde ein Rückstand aufgeholt. Das Kellerduell gewann Jettenbach in Neumarkt. Schwindegg kanzelte die Pollinger klar ab. Die Spiele im Überblick.

A-Klasse Gruppe 3

TSV Taufkirchen - TSV 1880 Wasserburg 2 4:3. Wir gehen mit einem guten Gefühl in die Winterpause. So Taufkirchens Pressesprecher Michael Mittermaier nach der Begegnung gegen den Aufstiegsaspiranten TSV Wasserburg 2. Kein Wunder, denn die Gastgeber konnten ihr aktuelles Formhoch auch gegen die favorisierten Gäste mit einem 4:3-Sieg untermauern. Auf dem Trainingsplatz entwickelte sich von Beginn an ein flottes und unterhaltsames Spiel. Die Bayernliga-Zweite versuchte, die Partie zu prägen, biss sich aber an der Defensivabteilung der Taufkirchener die Zähne aus. Dagegen konnte die Steinhuber-Elf nach dem ersten Torschuss jubeln. Patrick Dehn traf in der 14. Minute aus 40 Metern über den zu weit vor seinem Tor stehenden Alexander Boschner. Die Gäste hatten unmittelbar darauf die passende Antwort, als Luca Wagner per Kopf den Ausgleich erzielte. Danach war wieder die Heimelf am Zug. Hans Halmbacher hatte mehrmals die Chance zur erneuten Führung, auch Lanzinger scheiterte. Kurz vor dem Pausenpfiff doch noch die Belohnung für die engagierte Spielweise. Stefan Hochreiter und Manuel Schmidinger sorgten mit einem Doppelschlag für die Halbzeitführung. Die Partie auch nach dem Pausentee intensiv und reich an Toren. Luca Wagner (53.) und Alexander Meltl (64.) sorgten für den zwischenzeitlich verdienten Ausgleich für die Mannschaft vom Inn. Die Elf von Kapitän Stephan Kronast drängte auf den Führungstreffer und wurde eiskalt ausgekontert. Mustafa Gürel in der 78. Minute der Schütze zum nach dem Schlusspfiff gefeierten und nicht unverdienten „Dreier“.

SG Reichertsheim-Ramsau-Gars 2 - SC Rechtmehring 0:1.Tristesse bei der Bezirksliga-Zweiten. Gegen Rechtmehring gab es erneut eine schmerzliche Niederlage. Wie gegen Soyen setzte die Truppe von Trainer Slodoban Jezildjiz auch das Heimspiel gegen den SC R in den Sand. Zudem gelang gegen Babensham nur ein mageres 0:0. Drei Heimspiele gegen Tabellenkeller-Mannschaften und nur ein Punkt. Das hatte man sich bei den Gastgebern sicherlich anders vorgestellt. Auch gegen Rechtmehring war man die überlegene Mannschaft. Man diktierte über die gesamte Spielzeit das Geschehen auf dem Rasen ohne allerdings zu überzeugen. Es fehlte die Zielstrebigkeit und auch der letzte finale Pass auf den Mitspieler ließ zu wünschen übrig. Spiel für Spiel das gleiche Manko, so der Tenor des Berichterstatters. Während Johannes Sperr, Tobias Heider und Thomas Schaberl in der ersten Halbzeit noch einige Abschlussmöglichkeiten hatten, waren diese Chancen in der zweiten Spielhälfte nicht mehr zu sehen.

Die Gäste verteidigten kompakt und hatten in der 75. Minute einen Glücksmoment, als Torjäger Thomas Brandl (9. Saisontreffer) aus der Distanz abzog und via Innenpfosten traf. Ansonsten hatte der SCR in der Offensive nichts anzubieten. Aber der goldene Treffer reichte gegen harmlose Gastgeber (ein Tor in den letzten drei Spielen), um ganz wichtige drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.

FC Grünthal 2 - FC Halfing

Das Spiel wurde frühzeitig abgesagt und wird im Frühjahr 2020 nachgeholt.

A-Klasse Gruppe 4

TSV Obertaufkirchen - SV Weidenbach 2:2. Die tolle Serie des Aufsteigers hielt auch gegen Weidenbach an. Seit nunmehr neun Spielen sind die Schützlinge von Trainer Georg Rauscheder nicht mehr bezwungen worden. Weidenbach war in der umkämpften Partie nahe dran, die Erfolgsserie vor einer erneut tollen Kulisse zu zerstören. Die Jackl-Elf hatte in der ersten Halbzeit klare Vorteile. Kamhuber, Werner, Leier und Co. waren griffiger, ließen Ball und Gegner laufen, während die Gastgeber die Partie etwas verschliefen. Franz Kamhuber brachte den SV W in der 29. Minute per Elfmeter in Führung. Vorausgegangen ein Trikotzupfer von Dominik Eder. Danach vergab Josef Luber aus drei Metern eine sogenannte Hundertprozentige zum Ausgleich. Die Gäste auch in der 40. Minute noch wacher als die Heimelf. Nach einer strittigen Szene wurde der Freistoß schnell ausgeführt und Kamhuber überlistete mit toller Schusstechnik aus 35 Metern dem zu weit vor dem Kasten stehenden Torwart Christian Otto.

Eine ganz anders verlaufende Partie sahen die Zuschauer nach dem Wiederanpfiff. Nach einer Taktikumstellung die Hausherren präsenter und mit dem bekannten Kampfgeist. Lukas Myrth bediente in der 52. Minute Torschütze Daniel Klassen perfekt. Der Anschlusstreffer setzte zusätzliche Kräfte frei und so gelang Dominik Eder mit einem Strafstoß in der 63. Minute der Ausgleichstreffer. Die Gastgeber in einer „gelben“ Partie (der Unparteiische zückte insgesamt 11-mal 6/5 den Karton aus der Brusttasche) in der Schlussphase dem Siegtreffer etwas näher als die Weidenbacher. Dennoch, so TSV-Pressesprecher Marius Achatz, geht das Remis voll in Ordnung, da beiden Teams je eine Halbzeit gehörte.

SG Neumarkt/Egglkofen 2 - SpVgg Jettenbach 0:1. Das Kellerduell ging wie im Hinspiel ebenfalls 1:0 an die Jettenbacher Törring-Elf. Die Begegnung auf dem Sportplatz in Egglkofen erneut stark umkämpft. Für beide Teams stand einiges auf dem Spiel. Denn der Verlierer konnte sich auf eine Überwinterung auf einem Abstiegsplatz einstellen. Jettenbach mit Christian Cronauer an der Seitenlinie (Coach Jürgen Grassl warf nach der Heimniederlage gegen die VfL-Zweite das Handtuch) und mit dem Willen angereist, die Abwärtsspirale (drei Zu-null-Niederlagen in Folge) aufzuhalten. Die erste Topchance hatten jedoch die Gastgeber in Form eines Alutreffers von Max Wündisch.

Ein sehenswerter Angriff über vier Stationen führte dann bereits in der 14. Minute zum goldenen Treffer durch Dominik Fischer. Die Gastgeber im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit mit einer Vielzahl von Chancen. Aber weder Christian Unterhuber noch Fabian Niederreiter wie auch Rene Kempa brachten den Ball nicht im Gehäuse von Keeper Josef Manstetter unter. Die Spielvereinigung durch Florian Mittermaier (Außenpfosten) mit der Chance zum 0:2. Nach dem Wiederanpfiff zunächst die Gastgeber mit mehr Spielanteilen. Aber die Wündisch-Elf mit der bekannten Abschlussschwäche. So scheiterte unter anderem Niederreiter aus guter Position. Da aber auch die Gäste durch Kapitän Thomas Mittermaier (Heber über Keeper Bauer ins Toraus und Alutreffer) zwei Möglichkeiten zur Vorentscheidung ausließen, blieb es in einer bis zum Abpfiff (97.) engen Partie beim etwas glücklichen Gästesieg.

SV Schwindegg - TSV 66 Polling 6:2. Mit einem Kantersieg verabschiedeten die Gastgeber ihren Kulttrainer Martin Weinberger (die Tätigkeit war vereinbarungsgemäß befristet, Daniel Blindhuber übernimmt ab dem Frühjahr das Zepter) und sich selbst punktgleich mit dem Tabellenführer aus Haiming/Burghausen in die Winterpause. Der SVS fand schwer ins Spiel, obwohl man durch Patrick Burghart (10.) früh in Führung ging. Polling gelang nur fünf Minuten später durch einen verwandelten Elfmeter von Daniel Merschank (vorausgegangen ein Foul von Johannes Fischbacher an Lukas Baumgartner) der Ausgleich. Mehr ließen die Gastgeber nicht zu. In der 28. Minute stellte Tobias Bornemisza per Direktabnahme die knappe Pausenführung für die favorisierten Schwindegger her. Nach dem Seitenwechsel stand dann eine wesentlich couragiertere Heimelf auf dem Platz. Ab der 60. Minute brannten die Schwindegger dann ein Feuerwerk ab. Can Koek (60. und 80. Minute), Maxi Jäger (68.Min.) und Florian Zollner mit dem Tor des Tages (Lupfer über den Gegenspieler und Direktversenkung) in der Schlussminute, unterstrichen die Gefährlichkeit der besten Liga-Offensive. Polling bekam zwar einen zweiten Strafstoß (dem SVS wurde ein klarer an Koek verschuldeter verweigert) zugesprochen (Merschank vergab) und kam durch Josef Bauer noch zum zweiten Treffer. Aber in der zweiten Hälfte hatten die Hirschbachkicker (im Hinspiel noch knapper Sieger) nichts mehr zu bestellen.

VfL Waldkraiburg 2 - SG Zangberg/Ampfing. Das Spiel wurde abgesagt.

TV Kraiburg - SG Haiming/ Burghausen. Auch diese Begegnung wurde abgesagt und neu auf den 29. März 2020 terminiert. psc

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