SVA: Nur ein gefühlter Sieg

Zweimal lag der SV Aschau beim SV-DJK Kolbermoor in Front, am Ende aber gewannen die Gastgeber mit 3:2. "Die Enttäuschung über die Niederlage ist da", sagte Jürgen Grassl.

Der Trainer des SVA bescheinigte seiner Mannschaft jedoch ein "sehr gutes Spiel" und sprach von einem "gefühlten Sieg". Die Taktik des SVA ging in der ersten Halbzeit auf: Hinten kompakt stehen und den Angriff der Gegner um den amtierenden Torschützenkönig der Bezirksliga Oberbayern Ost, Patrick Eder, aus der Partie zu nehmen. Vorne nach Ballgewinnen Konter fahren und erfolgreich verwerten. Christian Richter schloss einen Alleingang zur Gästeführung ab (43.). "Mustergültig", lobte Grassl.

In der zweiten Hälfte jedoch kamen die Kolbermoorer mit mehr Druck auf das Aschauer Gehäuse, das Matthias Geyer umsichtig hütete. Bei Alexander Schlossers Ausgleich nach knapp einer Stunde war jedoch auch er geschlagen. Der Fernschuss schlug links unten zum 1:1 ein. "Kolbermoor ist ein sehr gutes Team und war uns körperlich überlegen", befand Grassl. "Wir haben jedoch dagegen gehalten."

Die Veilchen steckten auch nach dem Ausgleich nicht auf und behielten eisern ihre Taktik bei. Ein Konter über den flinken Richter kam bei Armin Maier an, den die Kolbermoorer nur per Foul zu stoppen wussten. Den folgenden Elfmeter verwandelte Johannes Asanger zur erneuten Aschauer Führung (68.). Franz-Xaver Pelz traf nur drei Minuten später, erneut per Fernschuss nach links unten, zum erneuten Ausgleich.

Zwei Schlüsselmomente entschieden in der Folge das Spiel, die die Aschauer zweimal zu Unrecht gegen sich entschieden sahen. Philip Donath, dem Grassl eine sonst ordentliche Leistung bescheinigte, sah einerseits eine Rettungsaktion eines Kolbermoorers bei einem Aschauer Konter nicht als Handspiel an. Statt eines Platzverweises lief das Spiel weiter zur nächsten Schlüsselszene, in der der Schiedsrichter zum Strafstoß pfiff. Eder traf zum Kolbermoorer Sieg. "Da machte er sein Tor - im Spiel hatte ihn unser Innenverteidiger Sebastian Stephan sehr gut im Griff", sagte Grassl.

Trotz neun Ausfällen ordentlich gespielt - "die Moral der Mannschaft stimmt", sagte Grassl. Jedoch rückt der Abstieg näher: Die Konkurrenz punktete fast geschlossen. Schlusslicht Aschau hat acht Spieltage vor Schluss 15 Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz.

Statistik

SV Aschau: Geyer - Pfeiffer, Max. Wintersteiger, Stephan, Lata (ab 46. Mar. Wintersteiger) - Turgut (ab 85. F. Asanger), J. Asanger, Berghammer - Richter, Reipert (ab 79. A. Djimsiti), Maier.

Tore: 0:1 Richter (43.), 1:1 Schlosser (59.), 1:2 J. Asanger (68.), 2:2 Pelz (71.), 3:2 Eder (76.).

Schiedsrichter: Philip Donath.

Zuschauer: 140. wam

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