Der Superdome der Weitenjäger

OVB
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Vize-Weltmeister Peter Rottmoser vom SV Schechen gehört zu den Mitfavoriten.

Waldkraiburg - 120 Meter lang, überdacht und mit einer Tribüne für 1630 Besucher: In diesem "Hexenkessel" werden am 2. und 9. März die Weitenfinals bei der Eisstock-WM stattfinden.

Ein beeindruckender Ort ist die 120 Meter lange, überdachte mobile Weitschießbahn auf dem Festplatz von Waldkraiburg. An den beiden Freitagen, 2. und 9. März, wird diese WM-Sportstätte zum "Superdome der Weitenjäger". 1630 Besucher werden auf der Tribüne die Weitenfinals in einen Hexenkessel verwandeln. Kein Wunder, dass das Eisstock-Weitschießen so viele Menschen anzieht. Man muss wirklich kein Experte im Weitenwettbewerb sein. Denn die Spielregeln sind einfach, zuschauerfreundlich und sorgen für unglaubliche Spannung. Wer den Eisstock am weitesten schleudert ist Weltmeister.

Deutschland zählt in allen Klassen (Jugend U16, U19, Junioren U23 und Herren) sowohl im Mannschafts- als auch im Einzelwettbewerb zu den Topfavoriten auf WM- und EM-Gold. Mit Lokalmatador Christian Englbrecht vom SV Oberbergkirchen und Vize-Weltmeister Peter Rottmoser vom SV Schechen hat der Deutsche Eisstock-Verband (DESV) zwei ganz heiße Eisen im Feuer.

Vize-Weltmeister Peter Rottmoser vom SV Schechen gehört zu den Mitfavoriten.

An den Finaltagen - Freitag, 2. und 9. März - wird die witterungsunabhängige Weiten-Arena wie auch bei der letzten WM 2008 in Klobenstein/Südtirol mit Sicherheit wieder zum Hexenkessel. 1630 Besucher werden auf der abgestuften Stehplatz-Tribüne die Weitenjäger der verschiedenen Nationen frenetisch unterstützen und bejubeln. Die jeweils zwölf besten Weitschützen der Vorrunden sorgen für dramatische Entscheidungen. Dabei wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wie immer zum Erzrivalen-Duell zwischen den Eisstock-Hochburgen Österreich und Deutschland kommen. Aus deutscher Sicht bleibt zu hoffen, dass bei den Herren am Ende nicht wieder der dreifache Serien-Weltmeister Bernhard Patschg aus Österreich den Titel mit nach Hause nimmt. Vize-Weltmeister Peter Rottmoser vom SV Schechen und Lokalmatador Christian Englbrecht (Weltmeister 1998) vom SV Oberbergkirchen werden alles daran setzen, den rot-weiß-roten Überflieger endlich mal die Grenzen aufzuzeigen. Möglicherweise überrascht aber auch ein Athlet aus Italien, Tschechien, Finnland, Polen, Russland oder der Schweiz.

Die Finals im Weitenwettbewerb stehen bei Jugend und Junioren am Freitag, 2. März, ab 17 Uhr auf dem Programm. Eine Woche später, am Freitag, 9. März, geht es bei den Herren ab 19 Uhr um die Weltmeisterschaft. Tickets für das Weitenfinale der Herren am 9. März sind für sieben Euro unter www.eisstock-wm.com buchbar. Bei allen anderen Weitenwettbewerben - 1. März ab 13.30 Uhr, 2. März ab 17.30 Uhr und 7. März ab 16.30 Uhr - ist der Eintritt frei. Auch beim öffentlichen Training am 1. März ab 8 Uhr und 6. März zwischen 8 und 10 sowie 15 und 17 Uhr kann zugeschaut werden.

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