Steigerung brachte Hoffnung aber keinen Sieg

Fünfmal hatte der EHC gegen Höchstadt das Nachsehen, vor allem das erste Drittel war ein Desaster. Del Grosso

Waldkraiburg – Nichts zu holen gab es für die Löwen aus der Industriestadt in der Eishockeyverzahnungsrunde der Bayernliga gegen die Alligators aus Höchstadt.

Nach einem schwachen ersten Drittel des EHC fingen sich die Löwen zwar, am Ende hieß es aber 5:2 für die Gastgeber.

Chancen gab es zwar im ersten Durchgang für die Gäste, Überlegenheit jedoch strahlten nur die Höchstadter Hausherren aus. Die Alligators für ihren Teil setzten sich regelrecht in der Waldkraiburger Zone fest und spielten oft auch ohne eine Strafzeit von Waldkraiburg als hätten sie einen Mann mehr auf dem Eis. In der zehnten Minute gab es kein Halten mehr, da nämlich ist es Anton Seewald der den Höchstadter Anhang zum ersten Mal jubeln lässt: 1:0.

In der Pause fanden die Trainer Alex & Sergej Piskunov wohl die richtigen Worte. Höchstadt war nun nicht mehr das spielbestimmende Team, eher sah es nach einer ausgeglichenen Partie aus und man konnte sich zu diesem Zeitpunkt noch etwas ausrechnen. Das Tor aber erzielte nach guten Waldkraiburger Chancen Höchstadt. Florian Seelmann markierte in der dritten Minute des zweiten Drittels das 2:0 für die Alligators. Lange hielt dieses Ergebnis jedoch nicht an, um genau zu sein nur 38 Sekunden. Im Powerplay konnte Michael Trox auf Zuspiel von Leon Decker den Anschlusstreffer markieren und es stand nur noch 2:1.

Möglichkeiten gab es danach auf beiden Seiten wie durch Felix Lode oder auch durch Tomas Rousek, der eine sehr engagierte Partie ablieferte. Ab der 34. Minute schlug jedoch die Stunde des Höchstadter Zugangs Milan Kostourek. Innerhalb von nicht einmal vier Minuten vermochte er den Spielstand entscheidend zu verändern, indem er zuerst das 3:1 und etwas später auch noch das 4:1 markierte.

Der EHC steckte jedoch nicht auf und kämpfte verbissen um jeden Puck und um jede Chance. Doch weder Decker noch Rousek, Jeske oder Straka konnten in diesem Drittel noch etwas am Spielstand ändern.

Der dritte Durchgang gehörte in weiten Teilen den Löwen. Zwar kamen beide Mannschaften auch hier zu ihren Möglichkeiten, die Waldkraiburger waren aber drückender und auch Williger noch etwas am Spielstand zu ändern, lagen sie doch mit zuerst noch drei Toren hinten. Dies wollten in den ersten Minuten Christof Hradek oder auch Felix Lode, der sich den Puck vom Gegner im eigenen Drittel stehlen konnte, ändern. Beide scheiterten an Torwart Dirksen.

In der zehnten Minute begann die Druckphase von Waldkraiburg. Auch wenn Höchstadt mit drei Toren in Front lag, konnte man spüren, dass an diesem Abend noch etwas ging. Das sah auch Michael Trox so, der auf Zuspiel von Straka und Rousek seinen zweiten Treffer an diesem Abend erzielen konnte und auf 4:2 verkürzte.

Auch Tomas Rousek hatte im Anschluss noch eine Riesenchance indem er allein vor dem Alligators-Tor auftaucht, jedoch aber vergibt. Alle weiteren Bemühungen versandeten für die Löwen leider im Nichts und Höchstadt erzielte 14 Sekunden vor dem Ende durch Mikesz noch den Treffer ins leere Tor der Löwen zum 5:2-Endstand.

Das Fazit des Abends ist, dass stark dezimierte Löwen noch immer kämpfen können wie ihr Namensgeber aus dem Tierreich und sich ein 5:2 Endstand schlimmer anhört, als das Spiel in Wirklichkeit war. Dies lässt die Waldkraiburger Eishockeykenner entspannt auf die weiteren Runden blicken. aha

Kommentare