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770 DEL-Spiele absolviert

Nächster Königstransfer: Augsburgs Rekordspieler Steffen Tölzer wechselt zu den Starbulls

Der 35-jährige Verteidiger Steffen Tölzer, Rekordspieler der Augsburg Panther, spielt nächste Saison für die Starbulls Rosenheim.  Foto dpa
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Der 35-jährige Verteidiger Steffen Tölzer, Rekordspieler der Augsburg Panther, spielt nächste Saison für die Starbulls Rosenheim.
  • Hans-Jürgen Ziegler
    vonHans-Jürgen Ziegler
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Die 22. Kalenderwoche im Jahr 2021 wird in die über 20-jährige Geschichte der Starbulls Rosenheim eingehen. Nach der Verpflchtung von Top-Stürmer Brad Snetsinger gelang den Verantwortlichen der Rosenheimer Eishockeyspieler ein weiterer Königstransfer. Steffen Tölzer kommt nach Rosenheim.

Rosenheim ‒ Steffen Tölzer (35) langjähriger Kapitän und Rekord-Spieler der Augsburger Panther in der DEL spielt nächste Saison für die Starbulls Rosenheim. In Mannschaftssportarten gilt: Der Sturm gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Meisterschaften.

Wenn das tatsächlich so ist, haben die Rosenheimer beste Chancen auf den Titelgewinn in der nächsten Saison, denn die Abwehr der Starbulls sucht nach der Verpflichtung des Defensivspezialisten Steffen Tölzer ihresgleichen. Natürlich brauchen die Rosenheimer auch die nötigen Tore, doch auch hier haben die Starbulls-Verantwortlichen schon einiges an Qualität geholt und werden auch noch den einen oder anderen Stürmer präsentieren. Allen voran einen Kontingentspieler.

Lesen Sie auch: Starbulls verpflichten Brad Snetsinger

Augsburger Publikumsliebling und Rekordspieler

Doch zurück zu Steffen Tölzer, dessen Verpflichtung durchaus als Sensation gewertet werden darf. Der Augsburger Publikumsliebling und Rekordspieler bestritt in 18 Jahren 770 DEL-Spiele für die Fuggerstädter und löste am 30. Oktober 2019 mit seinem 706. Einsatz den aktuellen Augsburger Sportmanager Duanne Moeser als Rekordspieler der Panther ab. Tölzer war von 2014 bis 2020 sechs Jahre Kapitän der Panther und ist immer noch bestens in Schuss. Nein, der große Scorer ist Steffen Tölzer nicht. Muss er auch nicht sein. Die Aufgabe des Verteidigers lautet schließlich Tore verhindern.

Der verheiratete Familienvater trägt in der kommenden Saison 2021/2022 das Starbulls Trikot mit der Nummer 13.

Beppo Frank kehrt nicht zu den Starbulls zurück

„Somit sind die Planungen für unsere Verteidigung zur Saison 2021/2022 abgeschlossen. Das bedeutet auch gleichzeitig, dass Beppo Frank nicht mehr zu uns zurückkehren wird. Wir danken Beppo recht herzlich für seine großartige Hilfe in der abgelaufenen Spielzeit und wünschen ihm von dieser Stelle aus für seinen weiteren sportlichen wie auch privaten Weg alles erdenklich Gute“, sagt Daniel Bucheli, Geschäftsführer des Starbulls Rosenheim in einer Pressemitteilung des Vereins.

Zweikampf mit einem Ex-Rosenheimer: Steffen Tölzer (rechts) im Duell mit Marius Möchel.

Einer der größten Spieler der 143-jährigen Augsburger Eishockey-Geschichte

Der 35-jährige Tölzer, von der Fachzeitschrift Eishockey News als einer der größten Spieler der 143-jährigen Augsburger Eishockey-Geschichte beschrieben, ist topfit, hat weiter Riesenlust noch weiter Eishockey zu spielen und wird gerade mit seiner Erfahrung ein wichtiger Baustein für Starbulls-Erfolge sein. Tölzer in der Eishockey News zu seinem Abschied aus Augsburg: „Für mich endet eine fantastische Zeit in Augsburg. Seit der Saison 2003/04 durfte ich im Kader meiner Panther stehen. Der Abschied fällt mir nicht leicht. Nun ist aber die Zeit gekommen, im Leben andere Prioritäten zu setzen und Platz für jüngere Spieler zu machen. Dennoch hänge ich meine Schlittschuhe noch nicht an den Nagel.“

2004 und 2005 schon gegen Rosenheim gespielt

Tölzer will unbedingt noch einmal vor Zuschauern spielen und war nach den Gesprächen mit den Rosenheimer Verantwortlichen vom Standort Rosenheim begeistert. In den Jahren 2004 und 2005 spielte Tölzer übrigens mit Peiting und Landsberg 2000 schon einmal gegen die Starbulls. Seit damals hat sich im Rosenheimer Stadion viel verändert.

Steffen Tölzer (links) spielte am 24. Februar 2006 als 20-Jähriger mit Landsberg in Rosenheim. Rechts Michael Fröhlich.

„Beeindruckt von dem was in Rosenheim aufgebaut wird“

In einem ersten Statement nach dem Wechsel zu den Starbulls sagte Steffen Tölzer: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung in Rosenheim. In den Gesprächen mit den Verantwortlichen wurde mir aufgezeigt, dass hier etwas aufgebaut werden soll und welches Potenzial im Team stecken wird. Ich war vor einigen Tagen mit meiner Familie in Rosenheim und wir waren alle sichtlich beeindruckt, was hier gerade am Entstehen ist.“

„Leader und Führungsspieler durch und durch“

Ein sehr erfreuter Starbulls-Coach John Sicinski sagt zur Verpflichtung: „Ich freue mich riesig, dass Steffen Tölzer sich trotz einiger Angebote für unsere Farben und unseren Rosenheimer Weg entschieden hat. Steffen bringt jede Menge Erfahrung in unser Team und wird unserer Hintermannschaft noch mehr Stabilität verleihen. Er ist defensiv enorm verantwortungsvoll und vernachlässigt nie das vorgegebene Mannschaftsystem und stärkt damit auch automatisch das Kollektiv. Steffen ist außerdem ein Leader und Führungsspieler durch und durch und wird unseren jungen Verteidiger bei ihrer weiteren Entwicklung sehr weiterhelfen. Ich bin verdammt stolz darauf, dass sich unser hervorragendes Umfeld so langsam immer mehr herumspricht und wir damit ein enorm attraktiver Klub für viele Akteure geworden sind.“

„Wichtige Rolle im Kader einnehmen“

„Wir werden im kommenden Jahr eine Mannschaft mit viel Klasse, aber auch mit großem Willen auf dem Eis haben. Ich freue mich schon heute darauf, ein Teil dieses Teams zu sein und ich möchte als erfahrener Spieler tatkräftig mithelfen und eine wichtige Rolle im Kader einnehmen. Für mich könnte es am liebsten schon heute losgehen. Hoffentlich dürfen ab der kommenden Saison wieder so viele Fans wie möglich ins Stadion, denn ich kann es kaum erwarten endlich im ROFA-Stadion unter den Anfeuerungsrufen der Starbulls-Fans aufs Eis zu gehen.“

Tölzers Trikot mit der 13 neben Duanne Moeser und Paul Ambros

In Augsburg plant man eine gebührende Verabschiedung Tölzers im Rahmen eines Heimspiels der Panther vor Zuschauern in der kommenden Saison. Seine Trikotnummer 13 wird in Augsburg nie wieder vergeben und wird einen Platz neben der 7 von Duanne Moeser und der 5 von Paul Ambros unter dem Dach des Curt-Frenzel-Stadions finden.

„Ein herausragender und verdienter Spieler“

Lothar Sigl, Geschäftsführer der Augsburger Panther, sagt zum Abschied von Steffen Tölzer beim AEV: „Mit Steffen Tölzer verlässt uns ein herausragender und verdienter Spieler. Beinahe zwei Jahrzehnte hat er sich beispiellos in den Dienst unseres Clubs gestellt. Nun trennen sich unsere Wege zum Ende seiner Karriere doch noch. Es bleibt uns nichts, als ihm für seinen unermüdlichen Einsatz für unsere Farben zu danken. “

Zum Eishockey erst mit 14 Jahren

Zum Eishockey ist Steffen Tölzer übrigens erst mit 14 Jahren gekommen: „Meine Optionen hießen Fußball, Boxen oder Eishockey. Weil mir Fußball damals am meisten Spaß gemacht hat, spielte ich Fußball bis ich dann zum Eishockey gewechselt bin.“ Für Steffen Tölzer ist körperliche Fitness beim Eishockey sehr wichtig, „denn ohne fit zu sein hält man eine Saison nicht durch.“ Tölzers größter sportlicher Erfolg war die Vizemeisterschaft 2010 mit Augsburg: „Da herrschte Ausnahmezustand in Augsburg. Die ganze Stadt stand hinter uns.“

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