TABELLENFÜHRER GEGEN SCHLUSSLICHT

Statistik spricht für Kolbermoors Tischtennis-Damen: Erstes Heimspiel seit zwei Monaten

Kolbermoors Trainer Michael Fuchs hofft, dass seine Schützlinge – hier mit Anastasia Bondareva – die taktischen Anweisungen am Sonntag umsetzen können.
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Kolbermoors Trainer Michael Fuchs hofft, dass seine Schützlinge – hier mit Anastasia Bondareva – die taktischen Anweisungen am Sonntag umsetzen können.

Tabellenführer gegen Schlusslicht heißt es, wenn Kolbermoors Tischtennis-Damen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim am Sonntag, 14 Uhr, empfangen. Es ist das erste Heimspiel seit zwei Monaten.

Kolbermoor – Vor genau zwei Monaten haben Kolbermoors Bundesliga-Tischtennisdamen zuletzt in eigener Halle gespielt. Nun – wenn auch ohne Publikum – kehren sie in ihre Wirkungsstätte zurück und empfangen am Sonntag ab 14 Uhr gegen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim.

Von der Papierfom ein leichtes Spiel

Auf das heimische Quartett wartet dabei eine Begegnung, die von der Papierform her leicht werden könnte. Während die Gastgeberinnen an erster Stelle liegen, nehmen die Damen aus Rheinhessen mit gerade einmal vier Pluspunkten den letzten Tabellenplatz ein.

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Drei Spiele nur zu Dritt bestritten

Dass die Situation bei den Gästen so prekär ist, liegt hauptsächlich an Corona. Bislang ist es ihnen noch nicht gelungen, Amy Wang aus den USA beziehungsweise Nadezhda Bogdanova aus Belarus nach Bingen zu bekommen. Und auch die Inderin Mallika Bhandarkar konnte bisher nur ein Spiel bestreiten. Sie würden zwar gerne für ihren Verein aktiv sein, aber Anfragen bei Behörden scheiterten bislang. Dies führte dazu, dass man drei Spiele nur zu dritt bestreiten konnte und man zur Rückrunde die tschechische Nationalspielerin Karolina Mynarova nachverpflichtet hat.

„Wir wollen uns gut verkaufen“

Bingens Manager Joachim Lautebach hatte erklärt: „Wir werden mit den Spielerinnen Chantal Mantz, Giorgia Piccolin, Katerina Tomanovska und Karolina Mynarova antreten, wenn nicht aufgrund der Pandemie noch etwas dazwischen kommt. Natürlich sind wir Außenseiter, aber die Mannschaft wird alles dafür tun, sich gut zu verkaufen“.

Aus heimischer Sicht darf man sich natürlich auf Chantal Mantz freuen, die bekanntlich in Kolbermoor ihre Karriere unter der Leitung des damaligen Trainers Zsolt Hollo gestartet hat. Geht man von der Statistik aus, dann spricht alles für den derzeitigen Tabellenführer. Von den letzten neun Begegnungen, die man gegen Bingen vor heimischem Publikum bestritten hat, gingen sechs – ausgenommen sind die beiden Unentschieden im Meisterjahr 2018 und im Frühjahr 2014 – an das Team um Trainer Michael Fuchs. Die letzte Niederlage kassierte man in eigener Halle mit 3:6 am 5. April 2015. Yuan Wan spielte damals noch auf der Gegenseite und schlug dabei die Rumänin Bernadett Balint aufseiten des SV DJK Kolbermoor. Ansonsten landete man teilweise deutliche Erfolge wie zuletzt das 6:0 am 17. November 2019 oder auch das 6:1 im Januar des gleichen Jahres.

Die nächsten Spiele zweimal gegen Berlin

Michael Fuchs ist allerdings ein wenig vorsichtiger. „Ich hoffe schon, dass wir gewinnen. Unser vorderes Paarkreuz hat aber auch schon gegen Chantal Mantz, die derzeit sehr gut spielt, verloren. Und Yuan Wan spielt zudem gegen ihren Ex-Verein“, erklärte er. Außerdem hat der Gegner mit der italienischen Nationalspielerin Giorgia Piccolin eine Akteurin im Kader hat, die erst letzte Woche zum dritten Mal in Folge die italienischen Meisterschaften gewonnen hat und derzeit wohl auf Wolke sieben schwebt. Michael Fuchs würde auch ein 5:3 reichen. Im Hinblick auf die kommenden Aufgaben – an den nächsten beiden Wochenenden tritt man zweimal gegen Berlin an – stehen zwei Punkte für ihn an erster Stelle.

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