Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Auswärtsauftakt in Mimmenhausen

Start in die 2. Volleyball-Bundesliga: Mühldorf mit neuem Trainer in die zweite Saison

Heiko Roth (rechts) heißt der neue Cheftrainer der Mühldorfer Bundesliga-Volleyballer. Sportdirektor Paul Brandstetter (links) freut sich auf eine erfolgreiche Saison.
+
Heiko Roth (rechts) heißt der neue Cheftrainer der Mühldorfer Bundesliga-Volleyballer. Sportdirektor Paul Brandstetter (links) freut sich auf eine erfolgreiche Saison.

Endlich wieder Volleyball: Am Samstag beginnt bei den Herren die Saison in der 2. Bundesliga Süd. Wieder mit dabei: Der TV Mühldorf und das mit neuem Trainer.

Mühldorf – Mit Zuversicht startet der TV Mühldorf in seine zweite Spielzeit in Deutschlands zweithöchster Volleyball-Spielklasse. „Ich freue mich auf eine interessante Saison, hoffentlich uneingeschränkt vor Zuschauern. Und das mit einem qualitativ besseren Kader als noch im vergangenen Jahr“, so der Volleyball-Abteilungsleiter des TSV Mühldorf, Stefan Bartsch.

Zwei Nationalspieler als Neuzugänge

Denn mit Leo Tille und Laurenz Welsch haben die Mühldorfer nicht nur zwei Zugänge bekommen, die schon mit dem Trikot der Nationalmannschaft auf internationalem Parkett gespielt haben. Heiko Roth soll als neuer Cheftrainer der Architekt einer ebenso erfolgreichen Saison wie 2020/2021 sein.

Coach Michi Mayer geht ins zweite Glied zurück

Der neue Mann an der Seitenaußlinie soll Coach Michi Mayer ersetzen, der ins zweite Glied zurücktritt und nach dem Abschied von Sepp Wolf in der nächsten Saison als Co-Trainer zur Verfügung steht. Roth hat früher selbst aktiv gespielt, verfügt über viel Erfahrung in der 2. Bundesliga, nachdem er Station in Dingolfing, Dachau, Schwaig und Lohhof Station gemacht hatte. Weil er beruflich sehr eingespannt war, hatte er sich in den vergangenen sechs Jahren eine Auszeit gegönnt.

„Die Aufgabe in Mühldorf hat mich gejuckt“

Jetzt, da sich besonders im Consulting-Bereich, in dem er tätig ist, durch die Corona-Krise Tätigkeiten ins Büro zu Hause verlagert haben und weite Reisen der Vergangenheit angehören, hat er nun Zeit gefunden, sich wieder einem Volleyball-Team zu widmen, wie Roth erklärt. „Die Aufgabe in Mühldorf hat mich gejuckt“, weil er sehr großes Potenzial sieht, auch für die Zukunft, bedingt durch die hervorragende Jugendarbeit, die in der Innstadt nun schon seit Jahrzehnten geleistet werde.

In guter Erinnerung ist dem neuen Cheftrainer das Aufeinandertreffen seines Lohhofer U20-Teams gegen die Mühldorfer Jugend im Jahr 2013. „Damals spielten bereits Leo Tille, die beiden Brandstetter-Brüder und Hauke Ferch im Team der Mühldorfer. Leider haben sie uns damals im Halbfinale aus dem Turnier gekickt, wir mussten uns mit Platz drei begnügen, während Mühldorf den deutschen Meistertitel bejubeln durfte“, erinnert sich Roth.

Mühldorf will sich in der 2. Bundesliga fest etablieren

Jetzt seien Alex und Thomas Brandstetter im besten Alter, die Mühldorfer Mannschaft weiter nach vorne zu bringen. „Und das zusammen mit einem guten Unterbau in der Jugend, die es gilt, an die erste Mannschaft heranzuführen“, erklärt Roth, der seine Aufgabe in Mühldorf nicht kurzfristig sieht. Man will sich in der 2. Bundesliga fest etablieren, so sein Anspruch.

Lesen Sie auch: Mit dem Mühldorfer Johannes Tille im Nationalteam

Mit den beiden Jugendspielern Kilian Nennhuber und Fritz Vähning, die in den vergangenen Monaten fleißig Deutsche Meistertitel im Beachvolleyball gesammelt haben, sieht Roth enormes Potenzial. Abteilungsleter Stefan Bartsch geht sogar noch weiter: „Das sind mittlerweile 100-prozentige Zweitligaspieler!“ Beides Jugendliche, die der Mühldorfer Mannschaft schwerpunktmäßig über die Außenannahmeposition helfen sollen. Dort, wo sich auch Fabian Bartsch und Kapitän Tom Brandstetter in der vergangenen Saison wohlgefühlt haben.

Ein Luxusproblem über die Außenposition

will sich in der 2. Bundesliga fest etablieren lässt sich nicht verleugnen, wobei die Mühldorfer mit dem Junioren-Nationalspieler Laurenz Welsch aus Herrsching eine zusätzliche Verstärkung im Angriff geholt haben. Welsch war in den vergangenen Wochen viel mit der U19-Nationalmannschaft unterwegs, spielte die Weltmeisterschaft im Iran und überzeugte dabei als Diagonalspieler. Eine Position, die er sich in der nun beginnenden Saison mit Fabian Bartsch teilen könnte.

„Das macht unser Spiel variabel und flexibel“, weiß Roth diesen Vorteil zu schätzen. Mit Leo Tille als potenziellen Libero, der als fünffacher A-Nationalsieler auch genügend Erfahrung mitbringt, im Zuspiel für Akzente zu sorgen, haben die Mühldorfer einen besonderen Trumpf im Ärmel, um die Annahme der Mühldorfer zu stabilisieren.

Spielpraxis sammelte das Mühldorfer Team bei einem Turnier vergangene Woche in Gotha. Im Block von links: Leo Tille, David Fecko und Fritz Vähning. Fabian Bartsch

Wie effektiv die Mühldorfer trotz Trainingsrückstands zu Werke gehen, konnte man bei einem Turnier vergangene Woche in Gotha sehen. Den Gastgeber, den Roth zu den Titelanwärtern zählt, haben die Mühldorfer in einen Fünf-Satz-Krimi gezwungen, den sie dann aber knapp verloren haben. Ein schnelles Spiel und eine starke Annahme und Abwehr hatten die Gothaer zeitweise vor große Probleme gestellt.

In der Größe liegt das größte Manko

Gegen Hammelburg - in der vergangenen Saison ebenfalls eines der Top-Teams - gab es sogar ein 3:0. Gegen einen weiteren Meisterschaftskandidaten, den Baden Volleys des SSC Karlsruhe gab es tags darauf aber nichts zu holen. Zu stark, zu eingespielt und letztlich auch zu groß, fasst Roth die Niederlage gegen den letztjährigen Tabellenzweiten zusammen. In der Größe der Spieler sieht der neue Mühldorfer Trainer das größte Manko seines Teams für die kommende Saison.

Zwar können die Mühldorfer mit Flo Gschwendtner, David Fecko und Charles Kahn auf die Leistungsträger des vergangenen Jahres zurückgreifen. „Doch ein zusätzlicher Spieler auf dieser Position hätte uns schon noch gut getan“, findet Roth, der sich aber Ergänzungsspieler aus der Jugend dazugeholt hat. Moritz Wöls, der dem erweiteren Nationalkader der U17 angehört, und James Feuchtgruber hätten im Training starke Eindrücke hinterlassen. Man werde sie schrittweise an das Team heranführen, so Roth.

Schlüssel zum Erfolg sieht Roth in den Aufschlägen

Die große Stärke des Mühldorfer Teams sieht Roth in der im Verein gewachsenen Struktur, das Team sei seit Jahren eingespielt, hält zusammen und hoch motiviert. Den Schlüssel zum Erfolg sieht Roth in den Aufschlägen, über die die Mühldorfer Druck auf die Gegner ausüben wollen. „Doch die müssen noch konstanter kommen. Hier ist die Fehlerquote noch zu hoch“, so das Fazit nach den zurückliegenden Trainingswochen. Platz acht hatten die Mühldorfer in der vergangenen Saison erreicht. „Ein, zwei Plätze besser oder weiter unten - in dieser ausgegleichenen Liga ist alles drin“, sagt Roth zu den Zielen für die Saison.

Mimmenhausen zählt zum erweiterten Favoritenkreis

Die erste Aufgabe im Auswärtsspiel in Mimmenhausen, sei keine leichte, sagt Roth. Denn auch Mimmenhausen zählt Roth trotz einiger Abgänge zum engeren Favoritenkreis im Kampf um die Meisterschaft. Der Tabellenfünfte der vergangenen Saison musste den Aderlass von gleich sieben Spielern in Kauf nehmen, hat sich aber einen Platz im oberen Tabellendrittel zum Ziel gesetzt - wenn das stark dezimierte Team denn verletzungsfrei bleibt. Zwar verfügt Mimmenhausen mit Federico Cipollone über einen starken Zuspieler, hat aber mit Lukas Diwersy eine Alternative, die wohl nur im Verletzungsfall aushilft.

Jetzt sind wieder Zuschauer erlaubt

Den anderen, Sven Gerdes, hat Spielertrainer Christian Pampel als langfristiges Projekt bezeichnet. Über die Außenposition fehlt mit nur drei Spielern quantitativ die Schlagkraft, einer mehr wäre eigentlich Standard im professionellen Volleyballsport wie Pampel im Vorfeld bekannt gegeben hat. Pampel hofft auf das tolle Umfeld und auf den Spaß der Spieler, wenn es am Samstag wieder losgeht.

Das kann auch Roth bestätigen: „Die Spieler freuen sich, dass es endlich wieder losgeht!“ Nur an eines müssen sie sich wieder gewöhnen, wenn es um 20 Uhr auswärts gegen Mimmenhause geht: Nachdem in der vergangenen Saison coronabedingt die Spiele hauptsächlich vor einer Geisterkulisse, also ohne Zuschauer stattgefunden haben, sind nun wieder, Zuschauer erlaubt.

Heimspiele nach Wasserschaden verschoben

Auf Zuschauer freut sich auch Mühldorfs Abteilungsleiter Bartsch, wenn das erste Heimspiel in Mühldorf stattfinden kann. Doch das lässt auf sich warten: Weil nach den Unwettern im Juni und einem daraus resultierendem Wasserschaden erst jetzt die Instandsetzungsmaßnahmen begonnen haben und deswegen die Mühldorfer Mittelschulturnhalle immer noch gesperrt ist, müssen die beiden Heimspiele am 18. und 19. September verschoben werden. Man hofft, dass spätestens ab 9. Oktober, dann gegen Kriftel, die Halle wieder bespielbar sein wird.enk

Kommentare