EISHOCKEY-OBERLIGA

Starke Starbulls-Leistung im Top-Spiel: Nur einer hatte was dagegen

Da fiel das Momentum an Selb zurück: Torschütze Jan Hammerbauer (hinter demTor) bejubelt das 4:3 der Gastgeber, Tobias Draxinger kann nicht mehr eingreifen.
+
Da fiel das Momentum an Selb zurück: Torschütze Jan Hammerbauer (hinter demTor) bejubelt das 4:3 der Gastgeber, Tobias Draxinger kann nicht mehr eingreifen.

Für Rosenheims Eishockeytrainer John Sicinski war es „ein Top-Auswärtsspiel“ seiner Starbulls in der Oberliga Süd. Beim Spitzenreiter Selber Wölfe mussten sich die Starbulls dennoch mit 4:5 geschlagen geben. Das lag vor allem an einem jungen Torhüter.

Selb– Stark gespielt und dennoch verloren. Im Top-Spiel der Eishockey-Oberliga Süd lieferten die Starbulls Rosenheim als Tabellenzweiter beim Spitzenreiter in Selb eine hervorragende Leistung ab, mussten sich am Ende aber mit 4:5 geschlagen geben. „Es war ein Top-Auswärtsspiel, bei dem wir leider ohne Punkte nach Hause fahren“, musste Trainer John Sicinski bilanzieren.

Das Spitzenspiel begann wegen einer defekten Plexiglasscheibe mit kurzer Verspätung und starken ersten zehn Minuten der Gäste, die mehr Energie aufs Eis brachten, schnell nach vorne spielten und jede Möglichkeit zum Schuss nutzten. Die Hausherren hatten dem offensiv zunächst wenig Konstruktives entgegenzusetzen, standen defensiv aber gut und konnten sich bei einigen brenzligen Situationen einmal mehr auf den am Donnerstag 21 Jahre jung gewordenen Torwart Florian Mnich verlassen.

Selber Führungstor aus heiterem Himmel

Fast wie aus heiterem Himmel gelang den Wölfen nach zehn Minuten der Führungstreffer. Nach Hechtls überlegtem Querpass musste Lanny Gare nur noch den Schläger hinhalten. Die Hohenberger-Schützlinge kamen nun besser in die Partie und hatten sogar Möglichkeiten zum 2:0. Auch die Starbulls, die neben Garret Pruden und Enrico Henriquez auch auf Michael Gottwald verzichten mussten, blieben gefährlich, scheiterten aber an Mnich.

Der Mittelabschnitt begann erneut mit zwei guten Chancen für die stark aufspielenden Gäste, das nächste Tor fiel aber wieder auf der Gegenseite – nach Robert Hechtls Schuss mit gütiger Unterstützung von Starbulls-Keeper Mechel. Die Rosenheimer zeigten sich aber wenig geschockt und schnürten die Wölfe in der Folge in deren eigenem Drittel ein. Verdienter Lohn für die Starbulls-Bemühungen war nach 27 Minuten der Anschlusstreffer durch Maxi Vollmayer, derdie Scheibe zwischen kurzen Pfosten und Torwart Mnich platzierte. Rosenheim blieb tonangebend und kam nach einer doppelten Überzahl zum Ausgleich: Kyle Gibbons Schuss rutschte Mnich durch die Schoner. Der Tabellenführer, der gefühlt minutenlang nicht mehr über die Mittellinie gekommen war, schlug aber fast postwendend zurück. Nach herrlicher Vorarbeit von Miglio gelang Jan Hammerbauer die erneute Führung.

Daxlberger trifft zum Ausgleich, dann schlägt Selb zurück

Das Schlussdrittel begann gut für die Starbulls, die durch Dominik Daxlberger zum Ausgleich kamen und dann der Führung mehrmals nahe waren. Drei-, viermal war es einzig Torwart Mnich, der gegen die bissiger und spritziger wirkenden Rosenheimer den Rückstand verhinderte. „Da waren Monstersaves dabei“, musste Sicinski anerkennen. Und Selb-Trainer Herbert Hohenberger konnte sich bei Mnich bedanken, „der uns im Spiel gehalten hat“. Danach wanderten aber auch die Rosenheimer auf die Strafbank – und das nutzte Selb. Hammerbauer, der die Scheibe förmlich ins Tor arbeitete, traf zum 4:3. Und nur 110 Sekunden später klappte es durch den Ex-Rosenheimer Herbert Geisberger erneut in Überzahl. Der zwölfte Selber Heimsieg in Folge war perfekt, auch wenn die Gäste durch einen Treffer von Alexander Höller nochmals auf 5:4 herankamen und für 30 spannende Schlusssekunden sorgten.

Spielstatistik:Selber Wölfe – Starbulls Rosenheim 5:4 (1:0, 2:2, 2:2). Starbulls: Mechel (Stettmer) – Vollmayer, Krumpe; Kolb, Biberger; Draxinger, Beck – Steinmann, Baindl, Höller; Daxlberger, Leinweber, Gibbons; Meier, Stanik, Heidenreich; Maierhofer, Bakos, Lode.

Tore: 1:0 (10.) Gare/Hechtl, Otte, 2:0 (23.) Hechtl/Miglio, Gare, 2:1 (27.) Vollmayer/Krumpe, Lode, 2:2 (37.) Gibbons/Leinweber, Meier – PP1, 3:2 (39.) Hammerbauer/Miglio, Slavetinsky, 3:3 (42.) Daxlberger/Leinweber, Kolb, 4:3 (56.) Hammerbauer/Miglio – PP1, 5:3 (57.) Geisberger/Hammerbauer, Miglio – PP1, 5:4 (60.) Höller/Baindl, Vollmayer; Schiedsrichter: Wohlgemuth; Strafminuten: Selb 8 plus 10 Disziplinarstrafe für Gare, Rosenheim 6. ap/tn

Kommentare