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Zweifel noch zwei Tage vor dem Start

Starke Profi-Premiere für Sarah Schönfelder bei der Triathlon-Challenge St. Pölten

Sarah Schönfelder von Triathlon Grassau holte bei ihrem ersten Profi-Rennen bei der Challenge St. Pölten gleich einen fünften Platz.
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Sarah Schönfelder von Triathlon Grassau holte bei ihrem ersten Profi-Rennen bei der Challenge St. Pölten gleich einen fünften Platz.

Noch zwei Tage vor dem Rennen hatte Sarah Schönfelder starke Zweifel, ob sie bei der Triathlon-Challenge St. Pölten überhaupt an den Start gehen soll. Knapp 113 Kilometer und 4,5 Stunden nach Rennbeginn waren diese Zweifel in pure Freude umgewandelt.

St. Pölten – Was für eine fulminante Premiere! Sarah Schönfelder von Triathlon Grassau hat ihr erstes professionelles Triathlonrennen bei der Challenge St. Pölten auf dem fünften Platz abgeschlossen. „Ich bin überrascht, glücklich und zufrieden“, fasste die 22 Jahre alte Studentin aus Marquartstein ihren Wettkampf in Niederösterreich über die Mitteldistanz (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen) zusammen.

Noch zwei Tage vor dem Rennen plagten Schönfelder dabei erhebliche Zweifel, ob ein Start im Profifeld für sie überhaupt das Richtige sei. „Ich habe mich das wirklich 100 Mal gefragt“, lacht sie im Nachhinein. „Aber jetzt fühlt es sich richtig gut an“, betont sie.

Nach 30 Minuten ging es auf das Rad

Für Schönfelder lief schon das Schwimmen – das Besondere in St. Pölten ist dabei, dass die Teilnehmer in zwei Seen schwimmen müssen und dazwischen einen Landgang von rund 200 Metern haben – gut. „Dabei ist das eigentlich meine schlechteste Disziplin“, betont sie. Nach 29:48 Minuten kam Schönfelder zum ersten Wechsel.

Lesen Sie auch: Sarah Schönfelder fiebert ihrer ersten Saison als Profi-Triathletin entgegen

Auf dem Rad konnte sie dann wie gewohnt ihre Stärken ausspielen – und die teilweise hüglige Strecke kam ihr dabei entgegen. „Berge liegen mir einfach“, lacht sie. Schnell überholte sie einige Frauen, die vor ihr auf die Radstrecke sind. Das erste Stück der Strecke führte auch über die Autobahn, die dafür extra gesperrt gewesen ist. „Da konnte ich richtig gut Gas geben“, berichtet Schönfelder, die die 90-Kilometer-Schleife durch die Wachau in 2:29:23 Stunden absolvierte.

Unter den besten fünf ins Ziel

In der Wechselzone angekommen, wusste Schönfelder zunächst nicht, auf welchem Platz sie lag – bis plötzlich ein Radfahrer vor ihr auftauchte, der die dritte Profi-Frau begleitete. Die Ausnahmeathletin wusste, dass extrem starke Läuferinnen hinter ihr waren. Bis Kilometer 15 konnte sie die dritte Position halten, dann musste sie jedoch die Polin Aleksandra Jedrzejewska vorbeiziehen lassen, und zwei Kilometer vor dem Ziel überholte sie noch die Deutsche Daniela Kleiser.

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Schönfelder entschied sich letztlich dazu, den fünften Platz abzusichern. Sie absolvierte den Halbmarathon in 1.22:28 Stunden und kam nach 4.27:12 Stunden ins Ziel! Bei den Frauen gelang der Britin Lucy Buckingham in 4.15:48 Stunden ein Start-Ziel-Sieg. Sie blieb dabei auch unter dem von Anne Haug im Vorjahr aufgestellten Streckenrekord.

Mit diesem starken Auftritt im Rücken und dem guten Gefühl im Bauch bereitet sich Sarah Schönfelder nun auf ihr zweites Profi-Rennen vor – und das steht bereits am 26. Juni auf dem Programm. Dann wird die Triathletin bei der Challenge Kaiserwinkl-Walchsee an der Startlinie stehen.

Im vergangenen Jahr war sie erstmals über die Mitteldistanz an den Start gegangen und von Erfolg zu Erfolg geeilt: Bayerische Meisterin in Ingolstadt, Gesamtsieg beim traditionsreichen Allgäu Triathlon, zweiter Platz beim Open Race bei der Challenge Kaiserwinkel-Walchsee

Sprung ins kalte Wasser

In diesem Jahr wagt sie den nächsten Schritt: Die 23 Jahre alte Ausnahmeathletin hat für dieses Jahr eine Profi-Lizenz gelöst „Vergangenes Jahr lief es wirklich sehr gut“, blickt sie zurück. „Und deshalb habe ich mir gedacht: Wenn ich nicht jetzt die Lizenz löse, wann dann?“ Für sie sei es ein Sprung ins kalte Wasser, ergänzt die Studentin aus Marquartstein, die mittlerweile in Nürnberg lebt und dort auch studiert. „Aber ich möchte das jetzt einfach mal ausprobieren“, sagt sie weiter.

Im Winter nochmal einen Sprung gemacht

„Da habe ich über den Winter schon nochmals einen Sprung gemacht“, hebt Schönfelder hervor, die sich übrigens selbst trainiert. „Ich habe da für mich eine gute Routine gefunden“, erzählt sie. „Und ich habe auch ganz viel Inspiration von Heike Funk bekommen.“ Die ehemalige Profi-Triathletin aus Unterwössen war es auch, die Sarah Schönfelder dazu ermunterte, die Profi-Lizenz zu lösen.

„Ich bin ihr überaus dankbar“, betont Schönfelder, „sie hat immer ein offenes Ohr für mich.“

Unterstützt wird Sarah Schönfelder auch tatkräftig von ihrem Freund Michael Windbichler, der ebenfalls Triathlet ist. „Wir trainieren beispielsweise zusammen“, erzählt Schönfelder. Windbichler war übrigens auch in Schweinfurt über die Kurzdistanz am Start. Der Sportler, der ebenfalls für Triathlon Grassau startet, wurde in 2:01:36 Stunden Gesamtsiebter und belegte in seiner Altersklasse (AK25) den dritten Platz. Den Gesamtsieg bei den Männern holte sich Hannes Butters (Team Erdinger Alkoholfrei/1:49:43 Stunden.)

Rennkalender ist gut gefüllt

Bei Schönfelder steigt nun die Vorfreude auf den Wettkampf in St. Pölten – und auch danach ist ihr Rennkalender bereits gut gefüllt. Insgesamt will sie in diesem Jahr fünf Mitteldistanzen absolvieren. Nach Österreich geht es für sie noch zur Challenge Kaiserwinkel-Walchsee (26. Juni), zur Challenge Turku in Finnland (31. Juli), zum Allgäu Triathlon (21. August) und zur Challenge Almere-Amsterdam (10. September).bst

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