Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Freude über starke Leistungen und neuen Gewehrschaft

Starke Leistungen in Oberhof: Wieso Biathletin Marion Wiesensarter dennoch zurückhaltend bleibt

Schon gut in Schwung: Biathletin Marion Wiesensarter – hier bei der Sommer-WM in Ruhpolding – überzeugte bei den deutschen Meisterschaften in Oberhof.
+
Schon gut in Schwung: Biathletin Marion Wiesensarter – hier bei der Sommer-WM in Ruhpolding – überzeugte bei den deutschen Meisterschaften in Oberhof.
  • VonWalter Hohler
    schließen

Zwei Silbermedaillen und einen vierten Platz hat Marion Wiesensarter bei den Deutschen Biathlon-Meisterschaften in Oberhof abgeräumt. Obwohl die bisherige Saisonvorbereitung gut läuft, bleibt die Biathletin aber noch zurückhaltend.

Oberhof – Zwei Silbermedaillen und ein vierter Platz: Ihre starken Leistungen bei den Deutschen Biathlon-Meisterschaften haben Marion Wiesensarter (SV Oberteisendorf) Mut für die Saisonvorbereitung gemacht. Auch wenn man die Ergebnisse der Titelkämpfe auf Skirollern in Oberhof nicht überbewerten dürfe, freut sich die 27-Jährige darüber, dass „es ganz gut geklappt hat. Ich habe bisher einigermaßen gut trainieren können, aber dass es so gut geht, hatte ich trotzdem nicht erwartet.“ Eine Woche zuvor hatte Wiesensarter bei der Biathlon-Sommer-WM im sogenannten Super-Sprint das Finale der besten 30 verfehlt, im Sprint in Oberhof wurde sie Vierte.

Schwieriger Winter trotz guter Vorbereitung

Dennoch zeigt sich die Angehörige des Zoll-Skiteams noch zurückhaltend. Zum einen, weil erst noch die entscheidende Phase der Vorbereitung mit dem „Feinschliff“ erfolgt, zum anderen, „weil ich auch im vergangenen Winter dachte, es könnte etwas werden, weil ich gut durch die Vorbereitung gekommen war – und dann wurde es doch ein schwieriger Winter“, erinnert sie sich. Das hatte wohl nicht nur körperliche Gründe: „Als ich in Ruhpolding beim Weltcup vor heimischem Publikum antreten durfte, war ich super aufgeregt und habe mich selbst zu sehr unter Druck gesetzt.“ Das hatte sicher auch mit dem vermeintlichen Heimvorteil zu tun, doch im Hinterkopf hatte Wiesensarter zudem, „dass es bei guten Leistungen im Weltcup vielleicht sogar für die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen reichen könnte. Ich wusste zwar, dass das mehr ein Traum als ein realistisches Ziel ist – aber ich habe mir eben trotzdem den Druck gemacht.“ So gab’s in Ruhpolding den 63. Rang im Sprint.

„Als dann klar war, dass es mit Olympia ohnehin nichts wird, lief es wieder besser“, berichtet Wiesensarter. So hätte sie als Lohn für starke Leistungen beim IBU-Cup nochmals beim Weltcup in Antholz (Italien) antreten dürfen – „doch dann war ich eine Woche krank, hatte Fieber und Halsweh.“ Eine Woche später bei der Europameisterschaft am Arber ging die Sportlerin des SV Oberteisendorf geschwächt in die Rennen, Platz 14 im Einzellauf war dennoch ein beachtliches Resultat. Insgesamt wurde Wiesensarter Zwölfte der IBU-Cup-Gesamtwertung. Im Winter zuvor war sie Elfte geworden.

Weiterer Schritt möglich

Auch das zeigt ihr, dass sie mittlerweile „ein gewisses Grundniveau“ erreicht hat. Daher sollte im kommenden Winter durchaus ein weiterer Schritt nach vorn möglich sein. „Von der Lauftechnik her passt es bei mir schon sehr gut, auch wenn man trotzdem permanent daran arbeiten muss, sich möglichst noch zu verbessern“, freut sich die 27-Jährige. Freude bereitet ihr auch der neue Gewehrschaft, den sie sich im Frühjahr bauen ließ. „Das taugt mir richtig gut – aber es braucht trotzdem seine Zeit: Zuerst war es sogar ein wenig ein Schritt zurück, aber jetzt habe ich mich schon gut daran gewöhnt. Die Treffsicherheit ist bereits gut. Der nächste Schritt wäre jetzt, auch die Schieß-Geschwindigkeit zu verbessern“, sieht sie noch einiges an Potenzial.

Läuferisch „war es bei der Deutschen Meisterschaft schon gut, wenn auch noch nicht überragend. Aber wir haben bis jetzt auch vorwiegend Grundlagentraining gemacht. Jetzt geht es darum, noch etwas schnellkräftiger zu werden, um gerade im Sprint von Beginn an höhere Geschwindigkeiten laufen zu können.“

Schneevorbereitung noch ungewiss

Jetzt im Herbst beginnt erst so richtig das spezifischere Training. Zu diesem gehören unter anderem auch Mitte Oktober Laufbandtests in Oberhof, „und wenn wir schon dort sind, werden wir vermutlich auch in der Skihalle mal Skitests machen.“ Die Schneevorbereitung im Freien dagegen hänge davon ab, wo kurz vor Saisonbeginn echter Schnee vorhanden sei und wie die finanziellen Bedingungen an den einzelnen Trainingsorten seien.

Letztlich geht es darum, sich bei den Qualifikations-Wettkämpfen in Obertilliach in möglichst gute Form zu bringen. Ob sie sich dort gleich für das Weltcup-Team empfehlen kann, sollte noch gar nicht so entscheidend sein.

Wichtiger ist es, wie sich die Leistungen im Saisonverlauf entwickeln. Auch wenn es für Prognosen noch zu früh ist: Die Vorstellungen bei der DM haben Wiesensarter gezeigt, dass es in die richtige Richtung gehen könnte.

Mehr zum Thema

Kommentare