Starke Leistung: Funk siegt auf Lanzarote

Lanzarote – Erst vor wenigen Wochen war Frederic Funk das erste Mal bei einem Ironman70.3-Rennen am Start.

In Zell am See wurde der Unterwössener Profi-Triathlet dabei über die Mitteldistanz auf Anhieb Zweiter und verpasste nur ganz knapp um ein paar Sekunden die Qualifikation für seine erste Ironman-70.3-WM (wir berichteten).

Jetzt gelang Funk auf Lanzarote der ganz große Coup: Der 22-Jährige gewann den Ironman 70.3 auf der kanarischen Ferieninsel. „Es war ein nahezu perfektes Rennen“, freute sich Funk. „Ich bin mehr als glücklich“, schrieb er kurz nach seinem tollen Erfolg auf seinen Social-Media-Kanälen.

Frederic Funk feierte damit seinen ersten großen Sieg bei den Profis – und löste so eben auch das Ticket für die Ironman-70.3-WM. Diese findet am 29. November 2020 in Taupo in Neuseeland statt. Es sei natürlich das Ziel gewesen, das WM-Ticket für 2020 so früh wie möglich zu holen, betonte Funk, und ergänzte: „Damit ich eine stressfreie Vorbereitung habe.“ Und weil es jetzt eben schon klappte, „kann ich mich 2020 erstmal auf die beiden Challenge-Rennen in Samorin und auf mein Heimrennen Challenge Walchsee konzentrieren“. Letzteres wird im nächsten Jahr übrigens auch die EM sein.

Das Rennen auf Lanzarote begann für Frederic Funk mit einer schlechten Nachricht. Die Veranstalter sagten das Schwimmen aus Sicherheitsgründen einen Tag vor dem Start ab. Für Funk, der ein guter Schwimmer ist, war das im ersten Moment erst einmal ärgerlich. „Aber ich musste einfach das Beste aus der Situation machen“, betonte er.

Und Frederic Funk gelang das – und wie! „Ich konnte mit Abstand meine beste Performance über die 90 km Rad und 21,1 km Laufen abliefern“, hob er stolz hervor. Nach 3:35 Stunden überquerte Funk, der mit 2:12:46 Stunden auch die schnellste Radzeit hatte, die Ziellinie.

Der 22-Jährige wählte eine perfekte Renntaktik und konnte sich schon beim Radfahren von seinen Verfolgern etwas absetzen. Auch beim Laufen rief er seine Leistung ab. Das Problem war nur: „Ich wusste nie, wie groß mein Vorsprung ist.“ Und so habe er erst knapp 100 Meter vor dem Ziel realisiert, „dass keiner mehr von hinten kommt und ich das Rennen gewinne“. Ein Glücksmoment pur! Zusammen mit seinem Teamkollegen von Triathlon Grassau, Julian Erhardt, wird der Student am Samstag, 19. Oktober, bei der Challenge Mallorca am Start sein. bst

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