Starke Leistung von Ager, großes Pech für Funk

Frederic Funk stürzte beim letzten Saisonrennen auf Mallorca mit dem Rad.

Mallorca – Zum Abschluss der Saison ist es für drei Athleten von Triathlon Grass au noch nach Mallorca gegangen: Bei der Challenge Peguera Mallorca lief es für die beiden Profis Frederic Funk und Julian Erhardt nicht ganz so nach Wunsch.

Dafür setzte Altersklassen-Athlet Michael Ager bei diesem Mitteldistanz-Rennen (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21,1 Kilometer Laufen) ein dickes Ausrufezeichen!

Frederic Funk, der zuletzt ja beim Ironman-70.3-Rennen auf Lanzarote groß auftrumpfte und dort gewann, stürzte auf Mallorca beim Radfahren und musste das Rennen vorzeitig aufgeben. Den Sieg sicherte sich am Ende Pieter Heemeryck. Nach 3:49:57 Stunden verwies der Belgier Thomas Steger aus Österreich (3:54:13) und Ruedi Wild aus der Schweiz (3:56:09) auf die Plätze zwei und drei.

Funks Sturz ging glimpflich aus. „Ich habe nur ein paar Schürfwunden davongetragen“, erzählt er. Nach dem Schwimmen lag der Unterwössener Profi, der ja auch im Erdinger-Alkoholfrei-Perspektivteam ist, noch gut im Rennen. „Ich bin mit dem späteren Sieger aus dem Wasser raus“, sagt er. Doch gleich in der ersten Kurve der Radstrecke passierte das Malheur. „Ich bin einfach weggerutscht.“ Funk biss auf die Zähne und fuhr noch eine komplette Radrunde, dann entschied er sich aber zur Aufgabe.

Sein Profikollege Julian Erhardt, der zuletzt ja zwei Rennen nicht finishen konnte, kam auf Mallorca als Zehnter in 4:07:33 Stunden ins Ziel und war damit bester Deutscher. „So gesehen war das sicherlich ein versöhnlicher Abschluss der Saison für mich“, erzählt er. „Aber als ehrgeiziger Profisportler trainiert man halt nicht für einen zehnten Platz“, schiebt er hinterher. Schon beim Schwimmen lief es für den Überseer nicht ganz so nach Plan. „Es war nicht besonders schlecht, aber auch nicht besonders gut“, fasst er die 1,9 Kilometer im Meer zusammen. Auch beim Radfahren erlebte er „ein Wechselbad der Gefühle“. Zeitweise sei es ganz gut gegangen, dann wieder nicht. Als es einen Athleten vor ihm geschmissen habe, „musste ich auch ausklicken und habe dabei einige Sekunden verloren.“ Beim Laufen startete Erhardt gut los, hatte dann aber einen kleinen Durchhänger. „Ich konnte mich dann aber noch auf Platz zehn vorarbeiten – von dem her ist alles in Ordnung.“

Für Michael Ager, der übrigens von Erhardt trainiert wird, lief es hingegen von Anfang an richtig gut: Er gewann seine Altersklasse 25 - 29 in 4:09:23 Stunden und reihte sich damit in der Gesamtwertung als zweitbester Deutscher auf den 13. Platz ein. „Er ist damit auch im Profifeld gelandet. Für einen Altersklasse-Athleten, der auch Vollzeit arbeitet, ist das sensationell“, freute sich Erhardt. Ager legte schon im Wasser eine solide Leistung hin. Beim Radfahren schaffte es der Grassauer dann, sich seine Kräfte perfekt einzuteilen. Und auch beim Laufen hatte Ager noch genügend Reservekörner, um seine starke Leistung zu krönen.

Jetzt ist für die drei Grass auer Triathleten erst einmal ein wenig Pause und Urlaub angesagt. Mitte November werden alle drei aber wieder richtig mit dem Training einsteigen. bst

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