Starbulls zeigen auch in Peiting ihr Auswärtsgesicht und bleiben ohne Punkte

Lange Gesichterbei den Rosenheimern Jake Smith (vorne) und Tobias Draxinger, während hinten die Peitinger einen Treffer bejubeln. Halmel

Eishockey ist schon ein verrückter Sport. Da kann jederzeit alles passieren. Da können Spiele innerhalb von Sekunden gedreht werden. Und da kann ein EC Peiting, der am Freitag noch 1:7 verloren hat, nur zwei Tage später plötzlich gegen den gleichen Gegner gewinnen. Und natürlich umgekehrt. Diesmal mussten sich die Starbulls Rosenheim in der Meisterrunde der Oberliga Süd in Peiting mit 1:4 geschlagen geben.

Peiting– Dabei gelang es Peiting im ersten Drittel nicht, die Partie in die Hand zu nehmen. Die Starbulls waren überlegen und näher an der Führung dran. Aber ECP-Goalie Florian Hechenrieder war gut aufgelegt. Er durfte sich auch keinen Patzer erlauben, weil die Starbulls immer auf Abpraller warteten – und er erlaubte sich keinen. Als Alexander Höller zum Nachschuss ansetzte, war Hechenrieder zuerst am Puck. Und er wehrte auch jeden Schussversuch erfolgreich ab. Davon hatte Rosenheim ein paar – vor allem, als Simon Maier sich erst wegen Beinstellens, dann wegen Spielverzögerung zwei Minuten einhandelte. Doch Hechenrieder und seine Vorderleute bissen, machten den Starbulls das Leben schwer. Und retten so das 0:0 in die Pause – trotz einer 10:2-Schussbilanz zugunsten der Rosenheimer.

Gegentor in Unterzahl

Aus der Pause kamen die Peitinger deutlich munterer heraus, hatten nun mehr Anteil am Spiel. Rosenheim leistete sich zwei Zwei-Minuten-Strafen hintereinander. Die erste überstanden die Starbulls noch ohne Schaden. Bei der zweiten aber war Lukas Gohlke zur Stelle – er hatte schon am Freitag in Rosenheim getroffen. Damals zum 1:4, das Tor blieb ohne Bedeutung für den Spielverlauf. Vom Treffer am Sonntag konnte man das nicht behaupten. Denn Gohlke verwandelt den Querpass von Ty Morris zur Führung (25.). Und brachte Rosenheim damit in Schwierigkeiten. Die Starbulls agierten im zweiten Drittel nicht mehr so souverän und leisteten sich mehr Fehlpässe. Trotzdem kamen sie zu Chancen. Einen Schuss von Josh Mitchell fing Hechenrieder ab, ein Versuch von Fabian Zick flog über die Latte. Auf der anderen Seite scheiterte Thomas Heger am ebenfalls gut aufgelegten Starbulls-Goalie Andreas Mechel.

Draxinger trifft die Latte

Der letzte Durchgang startete mit einem Powerplay für Peiting. Doch die Starbulls schützten in Unterzahl ihren Kasten erfolgreich. Dann setzte ECP-Stürmer Thomas Heger zu einer Riesen-Aktion an. Er ließ zwei Rosenheimer stehen – aber Mechel stoppte ihn. Auf der anderen Seite rettete Hechenrieder vor Tobias Draxinger. Nun brannte es mehrfach vor dem Peitinger Tor, doch der ECP-Goalie hatte alles im Griff. Und auf der anderen Seite war es erneut Heger, der Wirbel machte. Wieder scheiterte er, doch Florian Stauder knallte die Scheibe im Nachsetzen zum 2:0 ins Gehäuse (47.) – und traf die Starbulls, die gerade im Aufwind waren und durch Tobi Draxinger einen Lattentreffer zu verzeichnen hatten, mitten ins Herz. Gohlke erhöhte 57 Sekunden später auf 3:0. Der Anschlusstreffer von Höller nur eineinhalb Minuten später brachte die Peitinger nicht mehr ins Wanken. Heger und Ty Morris scheiterten zwar an Mechel. Aber als der Rosenheimer Goalie Platz für einen sechsten Feldspieler macht, schob Maier die Scheibe ins leere Tor.

Trainer spricht von „Auswärtsblockade“

Starbulls-Coach John Sicinski sprach nach der Partie von einer „Auswärtsblockade“, die er nicht erklären könne. Im ersten Drittel hätte sein Team die „beste Defensivleistung in der gesamten Saison“ abgeliefert. Und auch offensiv hatte einiges gepasst, weil Peitings Trainer Sebastian Buchwieser meinte, „dass uns in dieser Saison noch keine Mannschaft so hergespielt hat wie Rosenheim in den ersten 20 Minuten“. Peiting hätte sich „über ein 0:3 nicht beschweren können“. Weil die Starbulls aber nicht trafen, wendete sich das Blatt.

Statistik: EC Peiting – Starbulls Rosenheim 4:1 (0:0, 1:0, 3:1).Tore: 1:0 (25.) Gohlke/Morris, Feuerecker - PP1, 2:0 (47.) Stauder/Heger, Morris, 3:0 (48.) Gohlke/Maier, Seitz, 3:1 (49.) Höller/Baindl, Linden, 4:1 (59.) Maier/Krabbat, Morris - ENG; Schiedsrichter: Singaitis; Strafminuten: Peiting 6, Rosenheim 10; Zuschauer: 675. kkl/mih

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