Starbulls wollen die schnelle Revanche

Rosenheimer Jubel nach der 1:0-Führung durch Tobi Draxinger (hinten, halbverdeckt). Huber

Regensburg/Rosenheim – Mit nur einem Punkt sind die Starbulls Rosenheim von ihrem Auswärtsspiel des 28.

Spieltags aus Regensburg zurückgekehrt. Dabei war die Mannschaft von Trainer John Sicinski, der neben den verletzten Kevin Slezak und Dominik Daxlberger diesmal auch auf den gesperrten Dimitri Litesov verzichten musste, bei der 3:4-Niederlage nach Penalty-Schießen über 65 Minuten hinweg gesehen die bessere Mannschaft.

Bereits am heutigen Montag haben die Starbulls ab 19.30 Uhr vor heimischem Publikum die Chance zur Revanche.

Vor 3330 Zuschauern erwischten die Starbulls den besseren Start ins Spiel und nutzten gleich die erste Überzahl-Situation zur Führung. Tobias Draxinger traf in der fünften Spielminute mit einem satten Schuss. Förderlizenz-Goalie Patrick Berger im Regensburger Tor war dabei die Sicht verstellt, sodass der 22-Jährige keine Abwehrchance hatte. In der Folge überstand Rosenheim das erste Regensburger Power play schadlos, verzeichnete kurz darauf einen Pfostenschuss durch Felix Linden und hatte dann bei eigener Überzahl die Gelegenheit, den Vorsprung auszubauen. Diese blieb jedoch ungenutzt und der von der Strafbank kommende Tomas Gulda traf aus dem Nichts zum Ausgleich. Lukas Steinhauer im Rosenheimer Tor machte dabei keine gute Figur. Und damit nicht genug: Nur 1:09 Minuten später brachte Fabian Birner, der einen Abpraller nach einem Schuss von Constantin Ontl verwertete, in Führung.

In den letzten Minuten des ersten Drittels sowie zu Beginn des Mittelabschnitts, bestimmten dann wieder die Starbulls das Spielgeschehen, scheiterten aber immer wieder an der Abwehr der tapfer kämpfenden Gastgeber sowie deren bärenstarkem Torhüter. Die Eisbären, die insgesamt sieben Ausfälle (darunter Kontingentspieler Nikola Gajovsky) zu beklagen hatten, beschränkten sich auf vereinzelte Kontergelegenheiten. Eine solche bot sich dann in der 31. Spielminute. Lukas Mühlbauer wurde bei angezeigter Strafe gegen Rosenheim von Richard Divis vor dem Tor schön freigespielt und vollstreckte zum 3:1.

Rosenheim kam mitrichtig Schwung

Zum Schlussabschnitt kam Rosenheim nochmals mit richtig Schwung aus der Kabine und belohnte sich nach nicht einmal drei Minuten mit dem Anschlusstreffer. Fabian Zick vollstreckte aus kurzer Distanz zum 2:3 aus Rosenheimer Sicht. In der Folgezeit schnürten die Starbulls die personell dezimierten Gastgeber, bei denen zunehmend die Kräfte schwanden, im eigenen Drittel ein. Regensburg konnte nur noch sporadisch Entlastungsangriffe fahren, wurde aber bei seiner aufopferungsvollen Abwehrarbeit vom frenetischen Publikum angepeitscht. Als vieles schon für den knappen Erfolg der Oberpfälzer sprach, schlugen die Starbulls doch noch zu. 37 Sekunden vor der Schlusssirene fälschte Michael Baindl einen Schuss von Michael Fröhlich aus zentraler Position zum 2:2-Ausgleich ab – eine einstudierte Variante der Starbulls.

Nach torloser Verlängerung ging es dann ins Penalty-Schießen. Dort verwandelten zunächst Alexander Höller und Kumeliauskas für Rosenheim sowie Lukas Heger und Peter Flache für die Gastgeber, während Divis auf Regensburger und Fröhlich auf Rosenheimer Seite scheiterten. Nachdem dann Kumeliauskas mit seinem zweiten Versuch an Berger scheiterte, vollstreckte Jakob Weber und sicherte Regensburg den zweiten Punkt.

Insgesamt eine unnötige Niederlage, wie auch Angreifer Fröhlich nach der Partie fand: „Wir haben versucht einen Weg zu finden, das Spiel zu gewinnen. Regensburg hatte heute etwas mehr Scheibenglück und war vor dem Tor einen Ticken konsequenter.“

Starbulls-Coach John Sicinski nach dem Spiel: „Ich war wirklich zufrieden mit unserem Beginn. Das zweite Drittel war hin und her. Im dritten Drittel bin ich sehr stolz auf unser Comeback. Wir haben alles auf dem Eis gelassen und uns damit diesen einen Punkt verdient. Insgesamt war es ein sehr spannendes Spiel mit viel Unterhaltung für die Zuschauer. Und ich erwarte nichts anderes am Montag in Rosenheim.“

Eisbären-Trainer Max Kal tenhauser: „Das war Werbung für das Eishockey. Wem das nicht gefallen hat, der ist dann selber schuld. Es war wirklich ein hochklassiges Spiel. Rosenheim war ein brutal starker Gegner. Die haben mit Leidenschaft bis zum Schluss gekämpft und sich diesen Punkt dann auch absolut verdient.“

Eisbären Regensburg – Starbulls Rosenheim 4:3 n.P. (2:1, 1:0, 0:2, 0:0, 1:0).

Tore: 0:1 (4:28) Draxinger (Reiter, Baindl – PP1), 1:1 (13:10) Gulda (Sokolov), 2:1 (14:19) Birner (Ontl, Flache), 3:1 (31:00) Mühlbauer (Divis, Ontl), 3:2 (42:36) Zick (Höller, Krumpe), 3:3 (59:22) Baindl (Fröhlich, Vollmayer), 4:3 (GWS) Weber;

Strafminuten: Regensburg 4, Rosenheim 8;

Hauptschiedsrichter: Lender; Zuschauer: 3330.

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