Starbulls treffen auf das Schlusslicht und den Vorletzten: „A gmahde Wiesn“ – oder doch nicht?

21 von 27 Treffern oder 78 Prozentder bisher erzielten Tore gehen auf die Sturmreihe mit Kapitän Michael Baindl, Kevon Slezak und Topkorer Alexander Höller. Was auf der einen Seite die Stärke dieser Formation ist, ist auf der anderen Seite die Schwäche des gesamten Starbulls-Teams. Die Rosenheimer sind leicht auszurechen, denn insgesamt nur sieben verschiedene Torschützen, von denen drei jeweils nur einmal getroffen haben, ist einfach zu wenig. Klinger

Die einen haben vier Punkte auf dem Konto und ein Torverhältnis von 13:38 nach sieben Spielen, die anderen weisen bei drei Zählern ein Torverhältnis von 11:35 auf. Es handelt sich um die beiden Wochenend-Gegner des Eishockey-Oberligisten Starbulls Rosenheim.

Rosenheim – Die Lindau Islanders sind am Freitag, 19.30 Uhr zu Gast im Rofa-Stadion und am Sonntag ist Schlusslicht Höchstadt ab 18 Uhr Gastgeber für die Rosenheimer.

John Sicinski: „Wir belohnen uns nicht“

„A gmahde Wiesn“ sollten diese Spiele für die Starbulls eigentlich sein, aber weil die Rosenheimer selbst nicht sonderlich gut in die Saison gestartet sind, sollten die Experten mit Prognosen vorsichtig sein. Zu sehr sind die Rosenheimer als Tabellenneunter (zehn Punkte) auf ihre Sturmreihe mit Topscorer Alexander Höller, Michael Baindl und Kevin Slezak und auf die Überzahlformation, die noch mit Josh Mitchell bestückt ist, angewiesen. Liefert die erste Reihe nicht und schwächelt das Überzahlspiel, ist aktuell nicht viel los mit dem Rosenheimern.

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Da stellt sich die Frage: Ist da kurzfristig Besserung in Sicht? Trainer John Sicinski dazu: „Natürlich sind die zwei Heimniederlagen nicht das, was sich unsere Fans vorstellen. Aber wir spielen teilweise ganz gut, belohnen uns aber nicht dafür, lassen den Gegner immer wieder am Leben und kommen wie gegen Peiting durch Unkonzentriertheitein aus dem Tritt. Wir machen Fehler, beschäftigen uns mit dem Schiedsrichter – das müssen wir abstellen. Wir sind nicht in einer Krise, sondern wir befinden uns immer noch in einem Lernprozess.“

Sechs Punkte als Ziel gegen Lindau und Höchstadt

Als Ziel für die beiden Spiele hat Sicinski natürlich sechs Punkte vorgegeben, „aber das haben wir uns auch für das letzte Wochenende vorgenommen“. Lindau kommt mit einem neuen Trainer, „was den Islanders sicher einen Schub geben wird“ glaubt Sicinski und Höchstadt sei laut dem Starbulls-Coach auswärts und mit ihren vielen Tschechen immer schwer zu spielen. „Auf die leichte Schulter brauchen wir keine Mannschaft nehmen, sonst werden wir bestraft.“ Apropos Schulter: Da gibt es erfreulichen Nachrichten aus dem Starbulls-Lager, denn Fabian Zick bestreitet am Freitag zu Hause sein erstes Spiel nach seiner langwierigen Schulter-Verletzung.

Starbulls erstmals mit Fabian Zick

Vielleicht kann ja der pfeilschnelle Stürmer Zick mithelfen, die teilweise „Torsperre“ einiger Rosenheimer Angreifer zu beenden. Nur sieben verschiedene Torschützen in den bisher absolvierten sieben Spielen - da befinden sich die Rosenheimer auf einer Stufe mit den beiden Gegnern aus Lindau und Höchstadt. Topscorer beim Freitag-Gegner Lindau ist der Ex-Waldkraiburger Brent Norris, der gegen Rosenheim schon einmal einen Sahnetag erwischte. Punktbeste Höchstädter sind Jari Neugebauer und Michal Petrak mit jeweils zwei Toren und zwei Assists. Furchteinflößend geht anders. Und wenn Rosenheim sein Potenzial einigermaßen abrufen kann und die Torhüter Lukas Steinhauer (spielt auf alle Fälle am Freitag) und Luca Endres stabil halten, sollten zwei Siege und damit einem Sprung in der Tabelle nach oben nichts im Weg stehen. bz

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