Starbulls-Stürmer Zick über die Titelfeier 2010: „Wir haben die Kabine zerlegt“

Zehn Jahre später:Fabian Zick spielte auch letzte Saison für Rosenheim.
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Zehn Jahre später:Fabian Zick spielte auch letzte Saison für Rosenheim.
  • Hans-Jürgen Ziegler
    vonHans-Jürgen Ziegler
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Fabian Zick ist einer von vier Spielern, die in der letzten Saison für die Starbulls spielte und auch schon vor zehn Jahren bei der Oberliga-Meisterschaft dabei waren. Neben Zick sind das Matthias Bergmann, Lukas Steinhauer und Dominik Daxlberger, der damals noch in der DNL spielte.

Rosenheim

Herr Zick, was fällt Ihnen ein, wenn Sie an die Saison 2009/2010 denken?

Ich war 19 Jahre jung und spielte meine erste Profi-Saison. Natürlich fällt mir spontan das letzte Spiel in Peiting ein, aber auch, dass es während der Saison nicht optimal gelaufen ist. Unser Ziel war schon der Aufstieg, aber wir sind nur als Fünfter in die Play-off Runde gestartet.

Und da gab es zum Start gleich eine ordentliche Klatsche.

Starbulls-Stürmer Fabian Zick mit 19 in der Saison 2009/2010.

1:7 in Bad Nauheim und als wir wieder zu Hause angekommen sind, hing das große Plakat der Fans da. „7:1 – wollt Ihr uns verarschen“ stand da drauf. Das tat zwar weh, aber es hat uns wachgerüttelt. Es hat uns daran erinnert, um was es eigentlich geht und dann haben wir die Serie noch gedreht. Mit diesem Erfolg sind wir in einen richtigen Lauf gekommen, haben den souveränen Hauptrundenersten Herne ohne Probleme geschlagen und Peiting haben wir auch mit drei Siege in Folge keine Chance gelassen.

Trotzdem war das letzte Spiel in Peiting eine knappe Sache.

Das war ja das Schöne, dass wir das Spiel in der Verlängerung mit den Game winning goal entschieden und damit das Finale gewonnen haben. Das waren Glücksgefühle pur. Als Mitch Stephens das erlösende Tor erzielt hatte, brach alles aus uns heraus.

Und dann wurde gefeiert?

Natürlich. Fast eine ganze Woche lang. Wahnsinn war der Empfang durch unsere Fans, als wir aus Peiting zurückgekommen sind. Dunkles Eisstadion, Spot an und in der Mangfallkurve standen die Fans und feierten uns. Und dann haben wir mit den Fans die Kabine zerlegt.

Was war das Besondere an der Mannschaft?

Es war der Teamspirit. Wir haben einfach nie aufgegeben, haben immer an uns geglaubt auch gerade nach dieser brutalen 1:7-Niederlage. Wir haben gewusst, dass wir das Vermögen haben aufzusteigen.

Und das wollt ihr bestimmt auch in der nächsten Saison. Haben Sie eigentlich schon einen neuen Vertrag bei den Starbulls?

Nein, ich habe noch keinen Vertrag und die Gespräche sind jetzt während der Corona-Krise auf Eis gelegt. Das verstehe ich auch, weil es für den Verein eine schwierige Phase ist. Aber wenn die Rahmenbedingungen stimmen, werde ich nächste Saison auch wieder in Rosenheim spielen. Trainer John Sicinski hat mir gesagt, dass er weiter mit mir plant.

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