EISHOCKEY-OBERLIGA

Starbulls-Statistik: Zwei Spiele punktlos war zuletzt vor Corona

Nach dem Treffer von Simon Heidenreich (rechts, mit Kyle Gibbons) in Regensburg durften die Starbulls 96 Minuten lang nicht mehr jubeln.
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Nach dem Treffer von Simon Heidenreich (rechts, mit Kyle Gibbons) in Regensburg durften die Starbulls 96 Minuten lang nicht mehr jubeln.

Der Niederlage im Top-Spiel in Regensburg folgte die Niederlage in Höchstadt - zwei Niederlagen in Serie ohne Punkt hat es für die Starbulls Rosenheim in der Eishockey-Oberliga Süd in der laufenden Saison noch nicht gegeben. Woran das lag? Unter anderem an einer Torflaute in der Offensive

Rosenheim– Letzte Saison hätte man das Programm, das die Starbulls Rosenheim in der Eishockey-Oberliga Süd vergangene Woche hatten, wohl als „Kontrastprogramm gegen Top-Favoriten und Punktelieferanten“ beschreiben können. Diese Saison ist Regensburg zwar nach wie vor eins der absoluten Spitzenteams, die Höchstadt Alligators dagegen haben sich vom Dauer-Kellerkind zum ersten Verfolger der Top Drei gemausert. Was sich auch darin offenbart, dass sie nicht nur die Starbulls zum zweiten Mal in dieser Saison bezwungen haben (das erste Mal brauchten sie noch 16 Sekunden Overtime dazu), sondern auf eigenem Eis auch alle anderen Kontrahenten außer Selb, und hinter den „Großen Drei“ heuer die viertbeste Heimbilanz aufweisen. Zuvor hatten die Alligators in den neun Partien gegen Rosenheim seit ihrem Aufstieg lediglich einen einzigen Punkt holen können.

96 Minuten lang ohne Torerfolg

Allerdings ließen die Starbulls in ihren beiden Auftritten dieser Woche den gewohnten Rhythmus und die gewohnte Souveränität vermissen. War es der „Schock“, nach dem Sieg gegen Regensburg am Sonntag davor erstmals seit drei Jahren wieder ganz oben in der Tabelle zu stehen? Jedenfalls war diese Position zwei Tage später nach der Revanche der Eisbären schon wieder anderweitig vergeben. Jedenfalls stellte man nach einem guten Start am Dienstag und einer daraus resultierenden 2:0-Führung die Torproduktion fast komplett ein, und von Simon Heidenreichs Tor zu Beginn des zweiten Drittels in Regensburg bis zu dem zu spät gekommenen Doppelschlag in Höchstadt tat sich sage und schreibe 96 Minuten lang nichts mehr in der Starbulls-Offensive. Fast ein halbes Spiel länger als in der zuvor längsten Torflaute dieser Saison (knapp 68 Minuten)!

Überzahlspiel wurde effektiver

Ebenso stumpf war in dieser Woche die zweite große Stärke des Sicinski-Teams, das Spiel Fünf gegen Fünf. Elf Spiele lang war es keinem Gegner mehr gelungen, bei gleicher Spieleranzahl mehr Tore zu schießen als die Starbulls, diesmal schaffte Regensburg ein 4:2 und Höchstadt ein 3:1. Da war es auch zu wenig, dass das Überzahlspiel der Starbulls, das zwischendurch jegliche Gefährlichkeit vermissen ließ, in den letzten fünf Partien wieder druckvoller wurde und sieben Powerplaytore aus 26 Gelegenheiten produzierte.

Bitteres Mitteldrittel

Auch das dominante erste Drittel, ein weiteres großer Rosenheimer Plus in dieser Saison, kam in Höchstadt nicht zum Tragen, mit 0:2 gingen Baindl & Co. erstmals nach neun Spielen wieder einmal mit einem Rückstand in die erste Pause. Dass im Mittelabschnitt der Umschwung auf sich warten ließ, war nichts Besonderes, konnten die Starbulls doch lediglich zwei Mitteldrittel in den letzten acht Partien für sich entscheiden. Immerhin beinhaltet der Mittelabschnitt ja die 32. und die 33. Minute, die absoluten Rosenheimer Albtraum-Minuten in dieser Saison: Jeweils 1:5 lautet das Torverhältnis in diesen beiden Spielminuten!

Erst zum zweiten Mal in dieser Spielzeit mussten die Starbulls zwei Niederlagen nacheinander quittieren. Anfang Januar verloren sie gegen Lindau zuhause 1:5 und in Deggendorf 5:6 im Penalty-Schießen, wodurch damals wenigsten ein Punkt noch auf der Habenseite landete. Zwei Spiele mit null Punkten wie diese Woche gab es zuletzt Anfang März 2020 kurz vor dem corona-bedingten Saisonende mit Niederlagen gegen Deggendorf und Riessersee.

Lange Erfolgsserie zu Ende gegangen

Mit dem 3:6 in Regensburg endete auch eine formidable Erfolgsserie. Acht Spiele hintereinander hatten die Grün-Weißen gewonnen und dabei beim Overtime-Sieg gegen die Islanders nur einen einzigen Punkt abgegeben. Es ist dies die zweitlängste Siegesserie der Rosenheimer Oberliga-Historie, gleichauf mit jener aus Januar/Februar 2005. Damals überließen die Starbulle auf der Woge des Erfolgs nur Miesbach einen Punkt (Penaltyschießen) und bezwangen Füssen, Riessersee, Peiting, Hügelsheim, Klostersee, München und Neuwied in regulärer Spielzeit, ehe die Serie in Ravensburg endete. Noch länger ungeschlagen blieben die Rosenheimer im kompletten Monat Oktober 2005, bevor wieder Ravensburg eine Serie beendete, die neun Siege gegen Riessersee, Neuwied, Stuttgart, Bad Nauheim, Klostersee, Oberhausen, Ratingen, Crimmitschau und Peiting ohne einen einzigen Minuspunkt beinhaltete. em

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