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EISHOCKEY-PLAY-OFFS

Vor dem Spiel gegen Selb: In dieser Phase sind die Starbulls besonders anfällig

Chance für Starbulls-Stürmer Tobi Meier, der aber den Puck nicht am Selber Torhüter vorbei bringt.
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Chance für Starbulls-Stürmer Tobi Meier, der aber den Puck nicht am Selber Torhüter vorbei bringt.
  • VonManfred Eder
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Drei Spiele hintereinander haben die Starbulls Rosenheim eine Verlängerung bestritten - und alle drei dann auch gewonnen. Die letzten beiden Spiele des Play-off-Viertelfinals gegen Peiting wurden in der Overtime entschieden, die erste Halbfinal-Begegnung gegen Selb fügte sich da nahtlos ein. Von einem Rekord sind die Starbulls dabei aber noch lange weg.

Rosenheim – Ein Auswärtsspiel gewinnen – so lautete aufgrund der Tatsache, dass Selb als Tabellenzweitem das Heimrecht in einem möglicherweise entscheidenden fünften Halbfinal-Match zusteht, das Nahziel der Starbulls Rosenheim im Play-off der Eishockey-Oberliga Süd.

Und dieses Nahziel erfüllten sie bereits bei ihrem ersten Gastspiel am Karsamstag. Dumm nur, dass die Wölfe zwei Tage später mit ihrem Sieg in Rosenheim den Spieß umdrehen und die alten Verhältnisse wiederherstellen konnten. Damit sieht das Play-off-Bild völlig anders aus als das in der Punkterunde, wo in allen drei Begegnungen dieser beiden Kontrahenten jeweils der Gastgeber triumphierte.

Enge Spiele, gleichwertige Teams

Auch wenn die Ergebnisse (4:3 nach Verlängerung und 2:5) etwas anderes suggerieren – beide Spiele waren ähnlich eng und die Teams gleichwertig. Dabei war die Dramaturgie lange Zeit in beiden Partien die gleiche. 1:0 für Selb, 2:1 für Rosenheim, 3:2 für Selb. Danach aber mussten Baindl & Co. das erste Mal im laufenden Play-off das Schlussdrittel dem Gegner überlassen, auch weil diesmal Max Vollmayer nicht mit dabei war, der im dramatischen ersten Spiel bei Sechs gegen Fünf den viel umjubelten Ausgleich schaffte. Wie wichtig die Rosenheimer Nummer 98 nicht nur, aber besonders heuer für die Offensive ist, zeigt, dass sein Team sechs der 15 Spiele, in denen er entweder fehlte oder ohne Scorerpunkt blieb, verlor.

Vollmayers Treffer in Selb schuf die Grundlage für die dritte Overtime in Folge, denn die letzten beiden Viertelfinalspiele gegen Peiting waren ja auch in die Verlängerung gegangen – und auch die dritte erfolgreiche Verlängerung in Folge! Dabei sind die Starbulls seit Jahren nicht gerade als große Nachspiel-Triumphatoren bekannt. Hatte man gegen Peiting noch den Klub mit der schlechtesten Overtime-Bilanz gegen sich (zuvor eins von neun), war die Bilanz der Wölfe mit vier Siegen in sieben Overtime-Spielen positiv.

Chase Witala mit bisheriger Bestmarke

Und anders als die meisten anderen Verlängerungen, in denen die Starbulls in dieser Saison agierten, war die in Selb nicht schon nach wenigen Sekunden beendet (oder wie die beiden gegen Peiting nach weniger als fünf Minuten), sondern zog sich bis zur 74. Minute hin. Mehr als 70 Minuten für eine Partie brauchten die Starbulls seit ihrem Abstieg in die Oberliga zuvor nur zweimal, und beide Male hatten sie buchstäblich den längeren Atem.

Am 16. März 2018 entschied Fabian Zick mit seinem Treffer zum 3:2 nach 71:53 Minuten nicht nur das Spiel, sondern auch die Viertelfinalserie gegen die Hannover Indians, und fast genau ein Jahr später dauerte es sogar bis Minute 76:48, bis Chase Witala seinen Hattrick komplettierte und die Moskitos Essen mit demselben Ergebnis nach Hause schickte.

Weit entfernt war man aber von der längsten Overtime der Starbulls-Geschichte. Im DEL2-Abstiegs-Playdown gegen Crimmitschau am 4. April 2017 fiel die Entscheidung zugunsten der Starbulls erst im „sechsten Drittel“, als Tyler Scofield nach 106:28 Minuten mit dem 5:4 eine Aufholjagd beendete, die in Minute 45 beim Stand von 1:4 begonnen hatte! Damals wurde bis zur Entscheidung gespielt; ein Penaltyschießen gab es im Play-off nicht.

Fast 38 Minuten ohne Torerfolg

Auch wenn die Schiedsrichter am Sonntag eine aus Rosenheimer Sicht sehr unglückliche Entscheidung trafen, als sie einen einwandfreien Treffer zum 1:1 fälschlicherweise annullierten, geschah der Knackpunkt des Spiels gut ein Drittel später, als es den Gästen gelang, ihren zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand binnen 2:39 Minuten in eine Führung zu verwandeln, und zwar in einer Phase, die im bisherigen Play-off die anfälligste Rosenheimer Phase ist.

Zwischen der 28. und der 33. Minute haben die Starbulls gegen Peiting und Selb fünf Tore kassiert und nur ein einziges erzielt! In den letzten sechs Partien hatten sie zwei gegnerische Tore im Abstand von weniger als fünfeinhalb Minuten stets zu vermeiden vermocht. Sie selbst blieben nach Beppo Franks 2:1 fast 38 Minuten ohne Erfolgserlebnis; so lange ohne Treffer in einem Match waren sie zuletzt vor zehn Spielen geblieben, nämlich 58 Minuten beim 2:3 in Höchstadt. Torflaute zum falschen Zeitpunkt!

Nur gut neun Minuten bislang vorne

Ähnlich umkämpft wie die Serie gegen Peiting ist auch die gegen Selb. Stand es gegen den ECP noch 43 Prozent der Zeit unentschieden, so hat sich dieser Anteil in den beiden Spielen gegen die Wölfe sogar auf 51 Prozent erhöht. Was allerdings die Dominanz betrifft, hat sich das Blatt stark gegen die Starbulls gewendet.

Während sie im Viertelfinale nur knapp 19 Prozent der Spielzeit im Rückstand lagen, sind es gegen Selb bisher rund 73 Prozent. Lediglich gut neun Minuten hatten sie den Luxus einer Führung inne, und gleich mit drei Toren Differenz hinten lagen sie zuletzt vor einem Monat in Garmisch, und damals auch nur für eine Minute.

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