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Auswärts besser als daheim

Starbulls-Statistik: Negative Rosenheimer Bilanz gegen direkte Konkurrenz

Brad Snetsinger ist nach dem Grunddurchgang bester Scorer der Starbulls und hat die beste Plus-Minus-Bilanz der gesamten Oberliga Süd.
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Brad Snetsinger ist nach dem Grunddurchgang bester Scorer der Starbulls und hat die beste Plus-Minus-Bilanz der gesamten Oberliga Süd.
  • VonManfred Eder
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Auch mit einer verstärkten Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr kamen die Starbulls Rosenheim nicht über den dritten Tabellenplatz hinaus. In den Play-Offs geht es gegen den Sechsten der Oberliga Nord.

Rosenheim – Trotz namhafter Neuzugänge vor der Saison starten die Starbulls Rosenheim aus derselben Position in die Play-offs der Eishockey-Oberliga wie im Vorjahr, nämlich als Tabellendritter. Der Unterschied ist modusbedingt: 2021 ging es gegen den Sechsten im Süden, den EC Peiting, diesmal ist der Sechste der Oberliga Nord der Gegner.

In den fünf Jahren seit dem Abstieg in die Oberliga lagen die Starbulls einmal auf Rang zwei, zweimal auf drei, einmal auf vier und einmal nur auf fünf zum Abschluss der Punkterunde. Dass es auch diesmal nicht zur Pole Position reichte, lag nur zum Teil an vermeidbaren und ärgerlichen Ausrutschern. Eher waren da zwei Konkurrenten schuld, die Blue Devils aus Weiden, die über die ganze Runde hinweg die konstantesten Leistungen brachten, und die Memminger Indians, die sich durch eine „überirdische“ zweite Hälfte mit zuletzt 22 Siegen bei nur einer Niederlage fast ganz nach oben katapultierten.

Dreimal ganz oben

Dreimal standen Sicinskis Mannen in der laufenden Saison ganz an der Spitze, die überwiegende Zeit belegte man die weiteren „Stockerl-Ränge“ (21 Spiele als Zweiter, 13 als Dritter), dreimal hieß es Rang vier und gleich nach der Auftaktniederlage in Garmisch war man Siebter.

Dass die Starbulls zu den dominierenden Teams gehörten, zeigt sich auch daran, dass sie nur in 16 Prozent der gespielten 2483 Minuten im Rückstand lagen; in knapp einem Viertel der Zeit (23,8 Prozent) herrschte Gleichstand, während genau sechzig Prozent der Zeit die Rosenheimer führten. Auch lagen sie nur in vier von 41 Partien jemals deutlicher als mit zwei Toren Differenz hinten, während die Vorsprungsphasen bis zu plus zehn reichten.

Negative Bilanz gegen die Konkurrenz

Während man sich gegen die „Kleinen“ Lindau, Füssen, Passau und Landsberg überhaupt keine Blöße gab (nur ein Minuspunkt in vierzehn Spielen), schmerzten eher einige unerwartete und vermeidbare Niederlage gegen „Mittelständler“ wie Riessersee, Peiting oder Deggendorf. Das Hauptmanko aber war die negative Gesamtbilanz gegen die unmittelbaren Konkurrenten. Lediglich gegen Regensburg hatte man eine positive Bilanz, gegen Weiden und Memmingen gab es nur zwei Siege in sieben Partien.

Auffällig: Auf eigenem Eis erwiesen sich Sicinskis Mannen als verwundbarer als in der Fremde. Jedes vierte der 20 Heimspiele ging verloren; auch in der Heimbilanz waren alle drei Mitkonkurrenten besser, Memmingen gar mit nur einer einzigen Heimniederlage in 22 Partien. Auswärts sieht es anders aus: Da gewannen Höller & Co. 15 ihrer 21 Spiele, Bestmarke in der Liga.

11:1 als höchster Sieg

4,61 Tore gelangen den Starbulls pro Match, weniger als den anderen drei Spitzenteams mit Regensburg (5,24) als Top-Offensiv-Power. Mit 2,61 Gegentreffern pro Spiel liegt man defensiv auf Rang drei hinter Regensburg und Weiden (top mit 2,34). Die höchsten Siege gab es gegen Lindau (11:1) und in Landsberg (11:3), weitere zweimal siegte man mit sechs Toren Differenz, fünfmal mit fünf, darunter bei Memmingens einziger Heimniederlage. Selber verloren die Starbulls elfmal, darunter viermal in Overtime, ansonsten nur ein einziges Mal klarer als mit zwei Toren Unterschied. Das 1:5 auf eigenem Eis gegen Deggendorf war zweifellos der Tiefpunkt der Runde.

Dass sich die wahnsinnige Powerplay-Bilanz der ersten zehn Spiele (über 60 Prozent!) nicht dauerhaft fortsetzen würde, war klar, aber mit nur elf Überzahl-Toren in den 15 Begegnungen seit der Corona-Zwangspause im Januar ist die Quote doch stärker gesunken als erwartet, auch wenn Rosenheim über die gesamte Runde mit 29,4 Prozent immer noch über die beste Quote verfügt. Bei eigener Unterzahl war man wesentlich weniger erfolgreich. Die achtbeste Quote von 79,2 Prozent wurde nur von den Kellerkindern Lindau, Füssen und Landsberg sowie überraschend Regensburg unterboten. Allerdings gelangen Snetsinger & Co. auch drei Unterzahltreffer, während man in Überzahl als einziges Team der Liga keinen einzigen Shorthander zuließ.

Fast an der Fairness-Spitze

Immerhin blieben die Rosenheimer als zweitfairstes Team der Liga (nur acht Strafminuten pro Spiel und nur eine einzige Spieldauer-Disziplinarstrafe) weitgehend der Strafbank fern, und außer Max Brandl und Tobias Draxinger (Rang 14 und 17) ist nur noch Dominik Daxlberger unter den „50 bösesten Jungs“ zu finden – auf Platz 50.

Auch wenn man in der Torausbeute nur auf Rang vier liegt, erscheinen doch einige Starbulls ziemlich weit oben in der Scorerliste. Brad Snetsinger (4.), Dominik Daxlberger (9.), Max Brandl (13.), Max Vollmayer (16.) und Alex Höller (18.) erscheinen alle in den Top 20 der Liga, Vollmayer bei den Verteidigern hinter dem Memmingen Linus Svedlund sogar als Zweitbester. Snetsinger hat mit + 37 sogar die beste Plus-Minus-Bilanz der Liga! Allerdings muss man einschränken, dass einige Regensburger, darunter Top-Verteidiger Jakob Weber, acht Spiele weniger ausgetragen haben und da bei voller Spieleanzahl weiter oben angesiedelt wären.

Auch die beiden Torhüter Christoph Kolarz (2,48 Gegentore pro Spiel, 90,2 Prozent Fangquote) und Andi Mechel 2,58/89,8 Prozent) sind im Ranking auf den Plätzen drei und vier zu finden. Kolarz gelang beim 3:0 in Deggendorf der bisher einzige Rosenheimer Shutout.

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