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Erst Saures, dann Süßes

Starbulls-Statistik: Daxlberger punktet in jedem Spiel

Maxi Vollmayer hatte im Heimspiel gegen Memmingen diese große Möglichkeit zum 4:4 ausgelassen.
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Maxi Vollmayer hatte im Heimspiel gegen Memmingen diese große Möglichkeit zum 4:4 ausgelassen.
  • VonManfred Eder
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Zum Halloween-Wochenende in der Eishockey-Oberliga gab es für die Starbulls Rosenheim sowohl Süßes als auch Saures. Erst riss eine Starbulls-Serie, dann siegten die Rosenheimer souverän zu Null.

Rosenheim – Süßes und Saures am Halloween-Wochenende! Der Auftakt in die „Meisterrunde“, die Eishockey-Spiele mit den ambitioniertesten Oberliga-Gegnern, auf die die Starbulls Rosenheim jetzt in schneller Folge treffen, gestaltete sich zwiespältig. Erst endete am Freitag die Serie von sechs Partien ohne Niederlage in regulärer Spielzeit, aber das Sicinski-Team konterte zwei Tage später mit einem souveränen und verdienten Zu-Null-Sieg in Deggendorf.

Lange Gesichter gab es am Freitag bei den über 1800 Zuschauern (unter Corona-Bedingungen durchaus ansprechender Besuch), weil sich die in der Defensive ohne Tobias Draxinger und Dominik Kolb etwas unterbesetzten Starbulls im Mittelabschnitt streckenweise regelrecht vorführen ließen und mit 1:4 die negativste Periode seit dem 23. Februar 2020 erleben mussten. Damals ging man ebenfalls im Mitteldrittel in Füssen gleich mit 0:4 baden und verlor das Spiel beim damaligen Liganeuling prompt mit 5:7.

Kein Memminger Zusammenbruch

Vergeblich hoffte man diesmal auf einen Memminger Zusammenbruch im Schlussdrittel, wofür die Allgäuer bei ihren Fans gelegentlich für Entsetzen sorgen. Heuer gab es zum Beispiel nacheinander ein 3:5 nach 3:1-Führung in Füssen und ein 4:6 nach 4:0-Führung (!) in Regensburg. Den Vogel schossen die Indians allerdings letzte Saison zuhause gegen Passau ab, als sie ihre Gäste mit 6:1 Toren nach 45 Minuten am Boden hatten und dann deren sechs binnen 15 Minuten kassierten.

Diesmal aber kam von den Starbulls im Schlussabschnitt nichts, wie überhaupt die hochkarätig besetzte Offensive gelegentlich arg ins Stottern kommt. In den ersten sieben Matches standen schon gut 40, gut 52 und diesmal 38 Minuten Torflaute zu Buche.

Ein Powerplay fehlte zur perfekten Bilanz

Und ohne das derzeit wirklich „intergalaktische“ Powerplay wären die Starbulls heuer bereits sechsmal länger als 30 Spielminuten ohne Treffer geblieben, zu Saisonbeginn 65 Minuten und zuletzt bis Alex Höllers Treffer in Deggendorf sogar 95 Minuten!

Nur gut, dass gelegentlich mal ein Gegner auf die Strafbank muss. Dieses Wochenende fehlte nur ein einziges erfolgreiches Powerplay zur Hundert-Prozent-Bilanz, und das war ausgerechnet das letzte gegen Memmingen zu Beginn des Schlussdrittels, das einen Umschwung noch hätte einleiten können. Ansonsten hieß es fünfmal: Strafzeit Gegner, Tor Starbulls. Bereits 16 Überzahltore haben sie in den ersten acht Spielen erzielt, das sind fast so viel wie die fünf in dieser Hinsicht schwächsten Teams zusammen!

Letzte Saison dauerte es 24 Partien

Lindau zum Beispiel hat überhaupt erst 16 Tore geschossen. Und auch, wenn sich die Bilanz von 59,6 Prozent Erfolgsquote sicher nicht über längere Zeit wird aufrechterhalten lassen, eine „Momentaufnahme“ für die Ewigkeit ist sie allemal. Zum Vergleich: Letzte Saison dauerte es ganze 24 Partien, bis 16 Rosenheimer Powerplaytore im Kasten waren.

Nicht im Kasten, und zwar im Starbulls-Kasten, war der Puck am Sonntag, und so blieben die Deggendorfer zum zweiten Mal in Folge in eigener Halle ohne Treffer gegen Rosenheim. Denn das letzte Heimspiel der vergangenen Saison hatten sie mit 0:4 verloren. Hochgerechnet: Seit 139 Spielminuten gelang Greilinger & Co. kein Tor mehr zuhause gegen die Starbulls (ausgenommen im Penalty-Schießen beim 6:5 davor).

Erster Punktspiel-Shutout für Kolarz

Und so konnte Christopher Kolarz nach seinem 5:0 im Testspiel gegen Riessersee jetzt auch seinen ersten Punktspiel-Shutout in seinem vierten Einsatz in der Oberliga feiern. Sein Förderlizenz-Vorgänger Jonas Stettmer hatte letzte Saison im neunten Spiel erstmals ein „Zu Null“ gehalten. Mit nur sechs Gegentoren aus vier Spielen (1,50 im Schnitt) führt Kolarz derzeit die Goalie-Liste an. Sein Kollege Andi Mechel (3,01) liegt hierbei an neunter Stelle, immer noch vor dem Deggendorfer Timo Pielmeier, seines Zeichens ehemaliger DEL-Meister und langjähriger Nationaltorwart.

Am anderen Ende des Eises ist die Spitzenkraft überraschenderweise keiner der hochkarätigen Neuzugänge, sondern ein alter Bekannter: Kapitän Dominik Daxlberger. Kurios: Schon vor dem Wochenende war er Topscorer der Starbulls, ohne ein einziges Tor erzielt zu haben. Nach seinem Auftakttreffer gegen Memmingen und drei weiteren Assists ist er nicht nur der bester Vorbereiter und siebtbester Punktesammler der Liga, sondern auch der einzige Rosenheimer, der bislang in allen acht Begegnungen in der Scorerliste auftaucht! In jedem Spiel hat er mindestens einen Treffer vorbereitet; längere Serien schafften in der Rosenheimer Oberliga-Historie nur Dylan Stanley (zwölf Spiele 2008/09) und in der Saison 2019/20 Max Vollmayer mit neun.

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