BEI DER 2:3-NIEDERLAGE IN HÖCHSTADT

Starbulls scheitern am Ersatzkeeper: Er machte sein erstes Saisonspiel von Beginn an

Vor allem im ersten Drittel brannte es immer wieder lichterloh vor dem Rosenheimer Tor.
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Vor allem im ersten Drittel brannte es immer wieder lichterloh vor dem Rosenheimer Tor.
  • Hans-Jürgen Ziegler
    vonHans-Jürgen Ziegler
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Filip Rieger ist 19 Jahre jung, 1,76 Meter groß, 76 Kilogramm schwer und durfte in dieser Saison erst in einem Drittel für Höchstadt ins Tor. Am Freitagabend gegen Rosenheim schlug seine große Stunde.

Höchstadt – : Der 19-jährige Höchstadter Ersatzkeeper durfte erstmals in dieser Saison von Beginn an ran und das ausgerechnet gegen Rosenheim, das vor dem Spiel in 30 Spielen 142 Tore erzielte. Und er sollte das Spiel seines Lebens machen.Bis zwei Minuten vor Schluss hielt er seinen Kasten sauber, ehe die Starbulls in den Schlussminuten noch zweimal trafen. Das änderte aber nichts daran, dass Höchstadt die Partie mit 3:2 gewann und Rosenheim über weite Strecken schwach spielte.

Nach 56 Sekunden die Höchstadter Führung

Hatte es sich eigentlich nicht bis nach Rosenheim herumgesprochen, dass Höchstadt zu den heimstärksten Teams der Liga zählt oder wie soll man sonst den Auftritt der Starbulls in den ersten 20 Minuten in Höchstadt deuten? Rückstand nach 56 Sekunden, keine Lust (auf Zweikämpfe), keinen Bock (auf eigene Tore), im einzigen Überzahlspiel wieder einmal unterirdisch und viele Chancen für die Gastgeber. Den Beweis, dass Rosenheim bei Fünf-gegen Fünf Ligaspitze ist, blieben die Starbulls zumindest in Höchstadt schuldig.

„Erste Reihe hat uns schwindlig gespielt“

Bei beiden Toren der Gastgeber durch Topscorer Milan Kostourek und Jiri Neugebauer gaben die Rosenheimer Spieler allenfalls einen besseren Begleitschutz. Auf der anderen Seite fehlte vor dem Höchstadter Tor der unbedingte Wille die Scheibe über die Linie zu drücken. Und als der Puck einmal im Tor lag, hatte der Schiedsrichter vorher schon abgepfiffen.

Höchstadt war effektiver als Rosenheim

Wie das Spiel am Freitagabend vor allem im ersten Drittel lief, konnte man sogar an der Mimik von Trainer John Sicinski ablesen. Dem ansonsten – zumindest nach Außen – immer zurückhaltenden Coach trieb es die Zornesröte ins Gesicht. Bei der Kabinenansprache müssten eigentlich die Wände der Kabine gewackelt haben. „Die erste Reihe von Höchstadt hat uns im ersten Drittel schwindlig gespielt. Höchstadt war effektiver als wir, hatte einen Torhüter, der einen Sahnetag erwischt hat und deshalb war der Sieg verdient,“ analysierte Starbulls-Coach John Sicinski in der Pressekonferenz nach dem Spiel.

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Das zweite Drittel begann so wie der erste Abschnitt: Mit einer Riesenchance nach 30 Sekunden durch Seewald – Andreas Mechel rettete in höchster Not. Eine großartige Verbesserung im Rosenheim Spiel war kaum zu erkennen. Aufreger im zweiten Abschnitt waren das 3:0 für Höchstadt durch Niklas Jentsch, anschließend ein Check von Simon Heidenreich (5 plus Spieldauer) gegen Kopf- und Nacken von Michael Cejka. Der wollte sich revanchieren, täuschte sich allerdings in der Nummer und suchte sich mit Kolb den falschen Gegner aus. Wenigstens da blieben die Starbulls Sieger. Es hagelte Strafzeiten, ehe Höchstadt fast das 4:0 gelang, doch der Schuss von Milan Kostourek landete am Innenpfosten. Tore von Rosenheim: Fehlanzeige und das obwohl bei Höchstadt der 19-jährige Ersatzkepper Filip Rieger im Tor stand. Der durfte in dieser Saison nur ein Drittel ran und kassierte gegen Peiting vier Tore.

Zwei späte Tore der Starbulls

Im letzten Drittel war Rossenheim optisch überlegen, versuchte laut Trainer Sicinski alles, doch Höchstadt arbeitete vor allem in der Defensive stark und verteidigte sein Tor leidenschaftlich. Rosenheim gelangen zwar in der Schlussphase noch zwei Treffer, wobei der 2:3-Anschlusstreffer zwei Sekunden vor Schluss fiel – zu spät, um noch etwas zu reißen.

Spielstatistik Höchstadt - Starbulls 3:2 (2:0, 1:0, 0:2).

Tore: Tore: 1:0 (1.) Kostourek (Seewald, Neugebauer), 2:0 (9.) Neugebauer (Seewald, Kostourek), 3:0 (32.) Jentsch (Guft-Sokolov, Fardoe), 3:1 (59.) Meier (Höller), 3:2 (60.) Gibbons (Höller, Daxlberger)

Strafminuten: Höchstadt: 14 (plus zehn für Cejka); Rosenheim: 9 (plus zehn für Kolb, plus Spieldauer für Heidenreich)

Hauptschiedsrichter: Florian Fauerbach.

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