Starbulls Rosenheim kassieren zu viele Gegentore: Offener Schlagabtausch nicht gewünscht

Tauscht den Platz hinter der Bande wieder mit den Platz im Tor: Torhüter Lukas Steinhauer (rechts) mit Verteidiger Magnus Enk, die sich über eine Szene auf dem Eis amüsieren. Ziegler

Elf Tore beim letzten Spiel in Deggendorf – die meisten Eishockeyfans hatten ihren Spaß bei der Partie des des DEC gegen die Starbulls (Endstand 7:4).. Gar nicht lustig fand die Darbietung auf dem Eis allerdings Starbulls-Coach John Sicinski, der mit seinem Team am Freitag in die Meisterrunde startet.,

Rosenheim – Starbulls-Coach John Sicinski war auch zwei Tage nach der Begegnung seiner Starbulls in Deggendorf sauer. Sauer deshalb, weil sein Team nach tadellosen und starken Leistungen zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel wieder Fehler produzierte, die eigentlich abgestellt schienen.

„So kann man gegen ein Team wie Deggendorf nicht auftreten“

„So kann man nicht auftreten, schon gar nicht gegen ein Spitzenteam wie Deggendorf. In allen Spielen gegen diese Mannschaft gab es einen offenen Schlagabtausch. Das mag den Zuschauern gefallen, mir nicht“, sagte Sicinski vor dem Start am Freitag in die Meisterrunde. Sicinski weiß, dass in den meisten Fällen die Mannschaft mit dem besseren Defensivverhalten gewinnt. Das war bei Deggendorf zwar auch nicht sonderlich gut, aber weil Rosenheim trotz vieler Chancen zu wenig Tore erzielte, ging die Partie verloren.

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Am Freitag erstes Heimspiel in der Meisterrunde gegen Lindau

„Unnötig, aber das ist jetzt abgehakt“, sagt Sicinski und konzentriert sich mit seinem Team auf das Heimspiel am Freitag, 19.30 Uhr, gegen Lindau. Am Sonntag gastieren die Rosenheimer dann in Selb.

„Vom Tabellenstand sind das zwei Spiele in denen sechs Punkte drin sind“, so die Einschätzung von Sicinski, „aber nur, wenn wir voll konzentriert an die Sache herangehen. Und zwar in beiden Spielen“, lenkt Sicinski ein. Lindau sei eine Mannschaft „mit einem guten Defensivverhalten“, was auch die Rosenheimer schon zu spüren bekamen. 2:3 verloren die Starbulls am 29. November in Lindau.

Starbulls ohne Torjäger Tadas Kumeliauskas

Allein dieses Ergebnis sollte Warnung genug sein. Dass gegen die Islanders heute auch noch Torjäger Tadas Kumeliauskas (19 Spiele, 18 Tore) wegen eine „Unterkörperverletzung“ fehlt, macht die Heimaufgabe nicht leichter. Was Lindau trotz der letzten vier Niederlagen leisten kann, zeigen die Siege über die Spitzenteams Memmingen, Füssen und Peiting. Bester Torschütze ist Jan Hammerbauer, bester Scorer ist der Ex-Waldkraiburger Brent Norris mit 49 Punkten (12 Tore/37 Assists). Tore nicht nur dieser beiden Spieler soll neben seinen Vorderleuten Torhüter Lukas Steinhauer verhindern, der gegen Lindau im Tor steht.

Beim Gastspiel am Sonntag gegen Selb ist eventuell Tadas Kumeliauskas wieder dabei. Weiter fehlen werden dagegen Florian Krumpe, der schon in Deggendorf wegen einer „Oberkörperverletzung) ausfiel und Dominik Daxlberger (Handbruch). Mit dabei ist dagegen wieder Juniorenspieler Sebastian Stanik.

Selbs ist besser als der Tabellenstand

„Selb ist eine Mannschaft, die definitiv besser ist als ihr Tabellenstand. Vor allem in Selb ist es immer schwer zu gewinnen. Das haben wir in dieser Saison schon zweimal geschafft und warum soll uns das nicht ein drittes Mal gelingen“, fragt sich John Sicincki.

Wenn das Defensivverhalten stimmt und sich die Rosenheimer nicht auf den vom Trainer ungeliebten Schlagabtausch einlässt, kann Rosenheim jedes Team der Liga besiegen – auch auswärts. bz

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