Wieder kein Sechs-Punkte-Wochenende für die Starbulls, aber: Erste gewonnene Verlängerung

Der Rosenheimer Siegtreffer in der Overtime durch Max Vollmayer (links am Bildrand).
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Der Rosenheimer Siegtreffer in der Overtime durch Max Vollmayer (links am Bildrand).
  • Thomas Neumeier
    vonThomas Neumeier
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Das war ärgerlich: Den Starbulls Rosenheim ist in der Meisterrunde der Eishockey-Oberliga Süd erneut kein Sechs-Punkte-Wochenende geglückt. Nach dem Sieg in Lindau mussten die Starbulls gegen Selb trotz vieler Chancen in die Verlängerung. Und da gab es eine Premiere für die Rosenheimer.

Pech für die Starbulls beim Pfostenschuss von Fabian Zick

Rosenheim - Dabei hätten die Mannen von Trainer John Sicinski eigentlich nur die Steilvorlage, die sie sich selbst gegeben haben, verwerten müssen: Nach dem Auswärtssieg vom Freitag in Lindau lagen die Starbulls vor heimischer Kulisse gegen die Selber Wölfe schon mit 2:0 und 3:1 in Front, mussten dann aber in Verlängerung, wo Maxi Vollmayer wenigstens noch der 4:3-Siegtreffer gelang. Immerhin konnten die Rosenheimer deshalb fünf Zähler an diesem Wochenende verbuchen. „Für mich war das ein gewonnener Zusatzpunkt“, meinte Sicinski nach dem Spiel - wohl auch wissend, dass es in dieser Saison die erste gewonnene Verlängerung seines Teams war.

Chancen für drei Begegnungen vergeben

Dass es nicht drei Punkte im Rofa-Stadion wurden, das hatten sich die Starbulls selbst zuzuschreiben. Denn die Gastgeber vergaben Chancen für drei Begegnungen. „Die Chancenverwertung war schlecht“, bekannte der Starbulls-Trainer dann auch. Reihenweise wurden allerbeste Gelegenheiten vertan, sodass Selb immer im Spiel blieb und der Vorsprung nie größer wie zwei Tore war.

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Dominik Daxlberger bejubelt sein Top zur 1:0-Führung

Im ersten Durchgang scheiterte Fabian Zick am Pfosten, im Mitteldrittel vergab Alex Höller und bei einer Drei-gegen-eins-Situation kam der Pass von Josh Mitchell nicht an. Und im letzten Abschnitt wurde ein Solo von Zick gebremst, Dimitrij Litesovs Nachschuss geblockt und Daniel Bucheli visierte den Pfosten an. Die teilweise schönen Offensivkombinationen brachten nur die Tore von Dominik Daxlberger (verlängerte einen Schuss von Smith), Höller (abgezockt flach ins kurze Eck) und Jake Smith (im Powerplay quasi aus dem Handgelenk geschüttelt) ein.

Schnelle Anschlusstreffer für die Gäste aus Selb

.Und die Gäste holten sich aus den ersten Minuten nach den Drittelpausen immer wieder ihre Motivation durch schnelle Anschlusstreffer. „Wir haben ab dem zweiten Drittel das Tempo mitgehen können und nicht mehr so viele Fehler gemacht“, beschrieb Selbs Trainer Herbert Hohenberger. Und da kristallisierte sich dann auch heraus, dass die Wölfe mit Lanny Gare, Ian McDonald und Pavel Pisarik „brandgefährliche Spieler“ (O-Ton Sicinski) in ihrem Rudel haben. Gare sorgte bereits im ersten Drittel per Pfostenschuss für Aufsehen, McDonald leistete zu allen drei Toren die Vorarbeit, Pisarik und Gare trafen jeweils einmal. Hinzu kam das Tor von Ken Turner - und schon waren die Starbulls des glatten Sieges beraubt. Das 3:3 fiel im Powerplay, die Rosenheimer Fans waren mit der Strafzeit gegen Höller nicht einverstanden. „Das war unabsichtlich“, meinte der Starbulls-Coach dazu.

Im letzten Drittel war Selb am Drücker

Alexander Höller lauert  vor dem Selber Tor auf den Abpraller.

„Ich bin aber froh, dass wir in die Overtime gekommen sind. Im letzten Drittel war Selb am Drücker“, sagte Sicinski – und lobte Torwart Luca Endres, „der am Ende ein paar Riesensaves gemacht hat“. So dann auch in der Verlängerung gegen Pisarik. Im Gegenzug ließ es Vollmayer krachen und bescherte den Rosenheimern zumindest den fünften Punkt des Wochenendes.

Statistik: Starbulls Rosenheim - Selber Wölfe 4:3 n.V. (2:0, 1:1, 0:2, 1:0). Starbulls: Endres (Mechel) - Bergmann, Vollmayer; Reiter, Linden; Draxinger, Krumpe - Mitchell, Daxlberger, Smith; Slezak, Baindl, Höller; Zick, Bucheli, Litesov; Heidenreich.

Tore: 1:0 (9.) Daxlberger/Smith, Mitchell, 2:0 (17.) Höller/Baindl, 2:1 (23.) Pisarik/Gare, McDonald, 3:1 (40.) Smith/Vollmayer, Mitchell - PP1, 3:2 (41.) Turner/McDonald, 3:3 (58.) Gare/Ondruschka, McDonald - PP1, 4:3 (63.) Vollmayer/Mitchell, Daxlberger;

Schiedsrichter: Polaczek; Strafminuten: Rosenheim 6, Selb 6;

Zuschauer: 1904.

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