Nach der 4:7-Niederlage in Deggendorf: Trainer John Sicinski enttäuscht von seinem Team

Eine der vielen Starbulls-Chancen: Tadas Kumeliauskas hatte Deggendorfs Keeper Schroth schon ausgespielt, brachte die Scheibe mit der Rückhand aber nicht hoch.
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Eine der vielen Starbulls-Chancen: Tadas Kumeliauskas hatte Deggendorfs Keeper Schroth schon ausgespielt, brachte die Scheibe mit der Rückhand aber nicht hoch.

Was für eine unnötige Niederlage der Starbulls Rosenheim am Dienstagabend im Spitzenspiel der Eishockey-Oberliga Süd: 4:7 (2:3, 1:2, 1:2) verloren die Schützlinge von Trainer John Sicinski in Deggendorf. Eigentlich unfassbar, wenn man die Chancen der Starbulls sieht, die aber teilweise kläglich vergeben wurden.

Deggendorf – Das Spiel in Deggendorf und die 4:7-Niederlage der Starbulls kann man eigentlich in einem Satz zusammenfassen: Rosenheim hatte die Chancen und Deggendorf erzielte die Tore – teilweise aus dem Nichts, teilweise nach haarsträubenden Fehlern der Rosenheimer inclusive Torhüter Luca Endres.

Am Freitag Heimspiel gegen Lindau

Für die Rosenheimer geht es bereits am Freitag, 19.30 Uhr, mit dem ersten Heimspiel in der Meisterrunde gegen Lindau weiter.

Kurioses Tor zum 4:3 für Deggendorf

Gerade als die Rosenheimer nach dem 3:3-Ausgleich am Drücker waren und die Hausherren im eigenen Drittel einschnürten, kassierte Endres ein kurioses Tor: Erst bediente er Thomas Greilinger mit einem krassen Fehlpass und dann langte der Starbulls-Keeper bei der Bogenlampe von Greilinger auch noch daneben, sodass der Puck im oberen Eck landete.

Vorher steuerten die Rosenheimer Bucheli, Henriquez und Kumeliauskas dreimal wie bei einem Penalty allein auf das Tor von Schroth zu, und auch nach dem 3:4-Rückstand war Rosenheim besser, vergab aber eine Chance nach der anderen. Ein Beispiel: In Unterzahl nahm Litesov einen Querpass direkt und traf anstatt in die freie Ecke nur den Pfosten. So ging es praktisch über die fast 50 Minuten und erst als Deggendorf das 6:3 erzielte war eine Vorentscheidung gefallen.

Verdiente Rosenheimer Führung

Rosenheim startete stark in das Spiel und deshalb fiel auch die verdiente Führung durch Enrico Henriquez, der einen Schuss von Felix Linden unhaltbar für Deggendorfs Torhüter Schroth abfälschte. Deggendorf antwortete mit zwei Toren in Überzahl, wobei die zweite numerische Überlegenheit der Hausherren, die wieder mit ihrem Topspieler Thomas Greilinger antraten, ein Geschenk von Schiedsrichter Alexander Singer war. Beim 1:1 hatten die Starbulls Pech, dass Michael Baindls Schläger brach und Pfänder den Ausgleich erzielte. Den 2:1-Führungstreffer bereitet Thomas Greilinger vor und Leinweber staubte ab und beim 3:1 bediente Schembri den Torschützen Brunner mit einem schönen Querpass und der Deggendorfer ließ Torhüter Luca Endres keine Chance.

Drei Gegentore in knapp drei Minuten

Das Tor zum 2:3-Anschlusstreffer durch Josh Mitchell.

Und da waren sie wieder die drei Rosenheimer Gegentore innerhalb kürzester Zeit (2,49 Minuten). Auf der anderen Seite vergab Bucheli die Riesenchance zum Anschlusstreffer. Er scheitere im Alleingang an Schroth. Trotzdem kam Rosenheim zurück. Erst fiel der verdiente Anschlusstreffer durch Josh Mitchell, der einen Konter nach Pass von Kumeliauskas stark abschloss. Und dann erlaubten sich auch die Gastgeber einen kapitalen Schnitzer, den Höller zum 3:3 nutzte. Danach war Rosenheim am Drücker. In einem Spiel, in dem beide Teams den Zuschauern ein Oberligaspiel auf hohem Niveau boten – nur eben mit dem entscheidenden Unterschied, dass Deggendorf seine Chancen konsequent nutzte und Rosenheim viele Topchancen fahrlässig liegen ließ.

John Sicinski enttäuscht

Starbulls-Coach John Sicinski nach dem Spiel: „Ich bin enttäuscht von meinem Team. Wir haben in den letzten Spielen wirklich gute Leistungen geboten, aber das war nichts. Wir haben in Unterzahl nicht gut gespielt und drei Tore kassiert. Das spricht auch für die Stärke des Deggendorfer Überzahlspiels. Aber auf der Strafbank kann man auch keine Spiele gewinnen. Chancen waren genügend da. Wir waren nicht clever genug. Wir müssen anders auftreten gegen eine Mannschaft wie Deggendorf.“

Die Spielstatistik

Tore:0:1 (3.) Henriquez (Linden, Slezak), 1:1 (5.) Pfänder (Schembri, Janzen – PP1), 2:1 (8.) Leinweber (Greilinger, Reisnecker – PP1), 3:1 (8.) Brunner (Schembri, Großrubatscher), 3:2 (16.) Mitchell (Vollmayer, Kumeliauskas), 3:3 (29.) Höller (Baindl – SH1), 4:3 (32.) Greilinger (Leinweber, Kischer), 5:3 (39.) Gawlik (Schembri, Reisnecker), 6:3 (50.) Pitsch (Schembri, Greilinger), 7:3 (56.) Reisnecker (Röthke, Greilinger – PP1). 7:4 (57.) Bergmann (Reiter, Höller – PP1). – Zuschauer: 1838

Strafzeiten:Deggendorf 8, Rosenheim 18 plus 10 für Draxinger. bz

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