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Im Heimspiel gegen die Blue Devils Weiden

Ein Rekord zum Trauern: Das gab es in 17 Jahren bei den Starbulls nicht

Eine Riesenchance für die Starbulls aus zwei verschiedenen Perspektiven: Zack Phillips setzte den Puck über das Tor. Einmal von oben fotografiert...
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Eine Riesenchance für die Starbulls aus zwei verschiedenen Perspektiven: Zack Phillips setzte den Puck über das Tor. Einmal von oben fotografiert...
  • VonManfred Eder
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Neue Rekordmarke für die Starbulls-Eishockeyspieler auf die sie gerne verzichten könnten. Bei der Niederlage gegen Weiden kassierten die Rosenheimer vom Bully weg ein Tor in fünf Sekunden.

Rosenheim So recht weiß man auch nach den beiden Topspiel-Wochenenden in der Eishockey-Oberliga Süd noch nicht Bescheid, wie man die Starbulls-Edition 2021/22 einordnen soll. Zum Spitzenquartett oder gar Top-Trio zählen sie wohl auf alle Fälle, als echtes Nummer-Eins-Team haben sich im bisherigen Saisonverlauf aber eigentlich nur die Blue Devils Weiden präsentiert: Zum Leidwesen von Starbulls-Coach John Sicinski auch am Sonntag an der Mangfall.

So war der Weidener Sieg vom Verlauf her zwar glücklich, aber über die gesamten 60 Spielminuten (plus die entscheidenden fünf Sekunden) durchaus verdient. Immerhin konnten sich die Starbulls lediglich (wie immer in dieser Saison) im Powerplay durchsetzen, eine Bilanz von 0:3 bei numerischer Gleichheit bei ähnlich vielen hochkarätigen Chancen auf beiden Seiten spricht aber schon eine deutliche Sprache.

...und einmal zum fast identischen Zeitpunkt von der „Hinter-Tor-Kamera“ aufgenommen.

Und so ergibt sich die kuriose Situation, dass sich die Starbulls an den letzten beiden Wochenenden auswärts (in Deggendorf und Regensburg) zwar souverän die Punkte holten, auf eigenem Eis gegen Memmingen und Weiden aber zweimal hintereinander patzten und lediglich einen von sechs Punkten einfuhren.

Florian Krumpe zieht energisch zum Weidener Tor. Einmal von oben...

Dass der Memminger Umschwung von 1:3 auf 5:3 letzte Woche keine Eintagsfliege war, bewiesen die Indians auch dieses Wochenende in Landsberg, als sie im Mittelabschnitt binnen 68 Sekunden (!) 0:3 in Rückstand gerieten, in der Endabrechnung die Punkte mit 4:3 aber noch entführten, wodurch sie die Starbulls auf Rang vier verdrängen konnten.

...und einmal aus der Position hinter dem Gäste-Tor.

Lange scheiterten die Weidener immer wieder am erneut überragenden Christopher Kolarz im Rosenheimer Kasten, der nach zweimal über 62 Minuten an diesem Wochenende fast 54 Minuten unbezwungen blieb. Allerdings schlug es aber zum Schluss dann gleich zweimal binnen 50 Sekunden hinter ihm ein, zum zweiten Mal in dieser Saison nach dem 45-Sekunden-Doppelpack gegen Höchstadt am dritten Spieltag. Statistisch spektakulär war dabei natürlich der Game-Winner von Edgar Homjakov vom Bully weg nach fünf Sekunden Overtime. Einen derartigen Blitzgegentreffer hatte es in 17 Jahren 2. Spielklasse oder Oberliga aus Rosenheimer Sicht noch nie gegeben.

Rekordhalter in der 2. Liga: Tobi Draxinger

Rekordhalter in der Oberliga war der Weißrusse Vadim Slivchenko, der am 30. Dezember 2005 Starbulls-Goalie Oliver Häusler nach neun Sekunden im zweiten Drittel bezwang. In der zweithöchsten Spielklasse gebührt dieser Rekord einem in Rosenheim sehr bekannten Spieler, denn am 2. Oktober 2014 wurde Patrick Ehelechner in Landshut nach zehn Sekunden des Schlussabschnitts von einem gewissen Tobias Draxinger überlistet.

Es war diesmal etwas „verkehrte Welt“ bei den Starbulls. Während Weiden genau wie im Vorjahr 3:2 in Overtime gewann (damals bedeutungslos für die Tabelle), verloren die Blue Devils alle ihre acht Gastspiele davor mit zum Teil deftigen Resultaten. Umgekehrt hatten die Starbulls, bevor sie am Freitag hochverdient und souverän in Regensburg siegreich blieben, ihre letzten vier Partien dort verloren und waren einmal, 2019, mit 2:10 sogar zweistellig heimgeschickt worden.

Das wöchentliche Update zum Thema „Powerplay“: Die erneut hundert Prozent Ausbeute in Regensburg (zwei von zwei) machten den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage aus, die Zwei-Drittel-Quote gegen Weiden (zwei von drei) reichte letztlich nur zu einem Punkt.

Eine Rechnung nur mit Powerplay-Toren

Aber stellen wir einmal die Gegenrechnung auf und nehmen die bisherigen Partien gegen die fünf in der Tabelle neben den Starbulls ganz oben stehenden Teams. 17:12 lautet die Torebilanz gegen Weiden, Regensburg, Memmingen, Deggendorf und Peiting. Zehn von 15 Punkten gingen dabei an die Starbulls. Rechnet man nur die Powerplay-Tore, hätten Vollmayer & Co. mit elf geschossenen und nur einem einzigen kassierten Treffer alle Punkte behalten.

Top-Scorer Dominik Daxlberger ging leer aus

Schlecht sähe es dagegen aus, wenn es kein Powerplay gäbe, denn da stünde man zwar auswärts in Peiting (3:2), Deggendorf (1:0) und Regensburg (2:2) immer noch ganz gut da, doch in den beiden Spitzenspielen zuhause schafften Memmingen und Weiden je drei Tore, die Starbulls kein einziges. Genau das dürfte die Komponente sein, die die Grün-Weißen noch vom Status eines echten Spitzenteams trennt!

Top-Scorer Dominik Daxlberger ging übrigens am Sonntag erstmals leer aus und bleibt mit einer Serie von neun Spielen mit mindestens einem Assist gleichauf mit Max Vollmayer auf Rang zwei hinter Dylan Stanley. Heißester „Serientäter“ ist zurzeit Max Brandl mit sechs Partien am Stück, in denen er mindestens ein Tor schoss oder vorbereitete.

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