Starbulls auf Rekordjagd

Wieder zusammen in einer Sturmreihe: Shawn Weller (hinten) und Norman Hauner. Foto Ziegler
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Wieder zusammen in einer Sturmreihe: Shawn Weller (hinten) und Norman Hauner. Foto Ziegler

Vor den beiden letzten Spielen in der Doppelrunde der DEL 2 könnten die Starbulls-Eishockeyspieler noch einen neuen Punkterekord seit der Zweitliga-Rückkehr aufstellen. Aus dem Heimspiel gegen Kaufbeuren, heute, Freitag, 19.30 Uhr, und dem Auswärtsspiel am Sonntag, 18.30 Uhr, in Heilbronn bräuchten die Rosenheimer sechs Punkte um mit 82 Zählern eine neue Rekordmarke zu schaffen. Die meisten Punkte nach 48 Spielen hatten die Rosenheimer in der Saison 2011/ 2012 mit 81 Punkten eingefahren. Starbulls-Coach Franz Steer interessieren zwar solche Statistiken und Bestmarken relativ wenig, trotzdem ist er mit seinem Team natürlich darauf aus in jedem Spiel optimal zu punkten.

Nachdem die Rosenheimer ihre kleine Negativserie mit vier Niederlagen in Folge am letzten Sonntag mit dem 3:1-Heimspielsieg gegen Crimmitschau beendet haben, ist auch das Stimmungsbarometer innerhalb der Mannschaft wieder deutlich gestiegen. "Die Spieler haben wieder mehr Spaß am und im Training", erkannte Franz Steer, der aktuell einen großen Konkurrenzkampf innerhalb seines Kaders beobachtet, denn mittlerweile sind praktisch alle Spieler fit. "Auch Tobias Thalhammer ist wieder dabei, wird aber wohl erst einmal in der DNL wieder Spielpraxis sammeln", so Steer, der allerdings zwei weitere Spieler nicht auf den Spielberichtsbogen (maximal zwei Torhüter und 22 Feldspieler) schreiben darf. Letzte Woche traf es Benjamin Zientek und Mondo Hilger, wer es dieses Mal ist, will der Starbulls-Coach erst nach dem Abschlusstraining entscheiden. "Ich werde jetzt einige Varianten - auch in der Zusammenstellung der Reihen - testen, um dann unsere bestmöglichen Formationen für die entscheidende Saisonphase aufzubieten, falls keine Verletzungen dazwischenkommen", erklärte Steer. Nächste Woche - zum Start der Zwischenrunde - muss Steer zum Beispiel auf Kim Staal verzichten, der eine Einladung der dänischen Nationalmannschaft erhalten hat. Apropos Staal: Er wird in der ersten Sturmreihe wieder von Norman Hauner ersetzt. Nicht, weil Staal mit den beiden Nordamerikanern nicht harmoniert hat, sondern weil Hauner im bisherigen Saisonverlauf optimal zu McNeely und Weller gepasst hat. "Ich weiß aber jetzt, dass die drei ausländischen Stürmer zusammen eine Waffe sind, will aber auch noch eine weitere torgefährliche Reihe haben", so die Strategie von Franz Steer.

Die Rosenheimer haben in der letzten Partie gegen Crimmitschau wieder ihre alten Tugenden an den Tag gelegt: In der Defensive stark, wenn möglich aggressiv auf den Mann gehen, viel laufen und im richtigen Moment enormen Druck auf den Gegner ausüben. "Wenn wir unser Spiel durchziehen können, sind wir stark und dann wird es für jeden Gegner schwer uns zu schlagen", strahlt Steer Selbstbewusstsein aus.

Zwei torgefährliche Verteidiger

Selbstbewusst wollen die Starbulls auch in das heutige Heimspiel gegen Schlusslicht Kaufbeuren gehen. Alles andere als ein Sieg wäre natürlich eine Enttäuschung, aber die Allgäuer sind schon lange kein Kanonenfutter mehr. Kaufbeuren hat vier seiner letzten fünf Spiele gewonnen und hat auch in Landshut bei der 3:5-Niederlage einen guten Eindruck hinterlassen. Bei diesem Spiel stand erstmals der neue Trainer Uli Egen hinter der Bande, der die Nachfolge von Didi Hegen antrat, der sich jetzt wieder voll seinen Aufgaben als sportlicher Leiter widmet. Zwei der torgefährlichsten Spieler der heutigen Gäste sind zwei Verteidiger: Einmal der Finne mit den drei "ä" im Namen Matti Näätänen, der mit 16 Toren die meisten Treffer der Kaufbeuer erzielt hat und außerdem noch der Kanadier Maury Edwards (13 Tore). Ein Wiedersehen gibt es mit dem Ex-Starbulls-Spieler Konstantin Firsanov, der zuletzt beim 6:5-Heimsieg gegen Dresden zwei Treffer erzielt hat.

Am Sonntag reisen die Starbulls zu den Heilbronner Falken, die vor der Saison als einer der großen Meisterschaftsfavoriten gehandelt wurden, aber wieder einmal "abgestürzt" sind und momentan auf dem zehnten Platz rangieren. Trotzdem haben die heimstarken Heilbronner noch Chancen, wenn auch nur geringe, auf die Play-off-Teilnahme. In 12 Spielen (zehn davon in der Zwischenrunde) müssten sie Punkte auf die Lausitzer Füchse gutmachen. Mit der Aufholjagd wollen die Heilbronner heute in Bremerhaven und am Sonntag zu Hause gegen die Starbulls beginnen. Da aber haben Gottwald und Co. etwas dagegen, denn schließlich wollen sie die 81 Punkte aus der Saison 2011/2012 übertreffen. bz

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