Starbulls reichte beim 5:1 eine durchschnittliche Leistung: Wenigstens das Ergebnis stimmte

Das 2:0 für die Starbulls Rosenheim:Enrico Henriquez (Bildmitte) staubte aus kurzer Distanz ab.
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Das 2:0 für die Starbulls Rosenheim:Enrico Henriquez (Bildmitte) staubte aus kurzer Distanz ab.

Die erfreulichen Nachrichten zuerst: Die Starbulls Rosenheim haben am Freitagabend ihre Hausaufgaben solide mit einer durchschnittlichen Leistung erledigt, 5:1 gegen den Tabellenvorletzten Lindau gewonnen und drei Punkte eingesackt und drei Spieler (Draxinger, Henriquez und Litesov) erzielten ihre ersten Saisontore.

Starke Parade von Lukas Steinhauer: Der Starbulls-Keeper verhinderte hier gegen Chaumont des 1:1-Ausgleich für Lindau.

Rosenheim – Beim 5:1-Sieg gegen Lindau feierte Fabian Zick sein Saisondebüt für die Starbulls-Eishockeyspieler. Er spielte in seinem ersten Spiel nach langer Verletzungspause so, als ob er nie weg gewesen wäre. Schnell, kampfstark, mit Zug zum Tor – das konnte sich sehen lassen und das sah auch Starbulls-Coach John Sicinski so: „Er kann noch ein sehr wichtiger Spieler für uns werden“.

Negativ beim Freitag-Heimspiel: Die Oberkörper-Verletzung von Verteidiger Marinus Reiter, der ab dem zweiten Drittel nicht mehr spielte, sowie die Vielzahl an Chancen, die Rosenheim den Gästen aus Lindau gewährte. Weil Lukas Steinhauer im Starbulls-Tor stark hielt und die Gäste enorme Abschlussdefizite aufwiesen, blieb es bei dem einen Tor zum zwischenzeitlichen 1:3.

Lindaus Trainer Sturm: „Da war mehr drin“

„Lindau war am Anfang sehr aggressiv und hatte Chancen. Es war sicher nicht unser bestes Spiel, aber dieses Mal hat wenigstens das Ergebnis gestimmt“, erklärte John Sicinski nach der Partie. Sein Gegenüber Franz Sturm, neuer Coach der Lindauer, war gar nicht unzufrieden mit seiner Mannschaft: „Da war trotz des 1:5 mehr drin für mein Team, dem ich keinen Vorwurf machen kann“.

Pech für die Starbulls: Dreimal nur das Gestänge getroffen

Allerdings hätten auch die Rosenheimer durchaus den einen oder anderen Treffer mehr erzielen können. So trafen Josh Mitchell zweimal und Alex Höller, der ausnahmsweise ohne Tor blieb, nur dass Gestänge den Lindauer Tores.

Gerade zu Beginn des Spiels taten sich die Rosenheimer enorm schwer, kamen in den ersten beiden Minuten kaum geordnet aus dem eigen Drittel raus, weil Lindau nach dem Trainerwechsel mit dem Selbstvertrauen einer Spitzenmannschaft spielte. Die Hausherren kamen in dem insgesamt zerfahrenen ersten Drittel besser in Schwungs und schafften fünf Sekunden vor Drittelende durch Verteidiger Tobi Draxinger die 1:0-Führung – ein Knackpunkt des Spiels wie beide Trainer anmerkten. Brenzlig wäre es eventuell geworden, wenn Robert Chaumont seinen Alleingang erfolgreich abgeschlossen hätte, doch Lukas Steinhauer wehrte glänzend ab und verhinderte den Ausgleich.

Danach sorgten die Starbulls mit einem Zwischenspurt für klare Verhältnisse. Erst staubte Enrico Henriquez zum 2:0 ab, dann schlossen die Starbulls einen Konter wunderbar zum 3:0 ab. Baindl auf Vollmayer, der täuschte einen Schuss ab, spielte wieder auf seinen Kapitän und der schob ins verwaiste Tor ein.

Slezak und Litesov zum 4:1 und 5:1

Lindau verkürzte zwar noch einmal, doch 53 Sekunden vor Drittelend fälschte Kevin Slezak zum 4:1 ab und Dmitrij Litesov sorgte kurz vor Schluss für den 5:1-Endstand.

Jetzt noch ein Sieg am Sonntag beim Schlusslicht Höchstadt und Rosenheim könnte einen großen Sprung in der Tabelle nach vorne machen.

Spielstatistik: Starbulls Rosenheim - Lindau Islanders (5:1 (1:0, 3:1, 1:0)

Starbulls: Tor: Steinhauer (Endres).

Abwehr: Reiter, Linden; Draxinger, Krumpe; Vollmayer, Bergmann; Enk.

Sturm: Litesov, Bucheli, Zick; Höller, Baindl, Slezak; Henriquez, Daxlberger, Mitchell; Steinmann, Wellhausen, Heidenreich.

Tore: 1:0 (20.) Draxinger (Litesov PP1), 2:0 (27.) Henriquez (Mitchell), 3:0 (28.) Baindl (Vollmayer), 3:1 (35.) Lüsch (Norris), 4:1 (40.) Slezak (Höller, Krumpe) 5:1 (58.) Litesov (Bucheli, Draxinger).

Strafzeiten: Rosenheim 2, Lindau 2 – Zuschauer: 2021

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