EISHOCKEY-OBERLIGA

Starbulls: Punkte da, Gibbons und Draxinger weg

Bitterer Moment: Kyle Gibbons hält sich nach einem Stockschlag die Hand, kurz danach verschwindet der Torjäger in der Kabine.Ziegler
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Bitterer Moment: Kyle Gibbons hält sich nach einem Stockschlag die Hand, kurz danach verschwindet der Torjäger in der Kabine.
  • Thomas Neumeier
    vonThomas Neumeier
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Die Starbulls Rosenheim haben mit dem 4:2-Erfolg über den EC Peiting den sechsten Sieg in Serie in der Eishockey-Oberliga Süd errungen. Möglicherweise war es allerdings ein teuer erkaufter Sieg, denn die Rosenheimer bangen gleich um mehrere verletzte Leistungsträger.

Rosenheim– Auf den ersten Blick ist alles in Ordnung: Mit einem 4:2-Erfolg über den EC Peiting haben die Starbulls Rosenheim ihre gute Platzierung in der Eishockey-Oberliga Süd gefestigt und zwei Erfolgsserien ausgebaut: Der Sieg war der sechste Erfolg in Serie und der fünfte Heimsieg am Stück. Allerdings könnte es ein teuer erkaufter Erfolg gewesen sein.

Starbulls besiegen Peiting mit 4:2 Toren ‒ Torjäger Kyle Gibbons verletzt

Starbulls Rosenheim gegen Peiting 4:2
Starbulls Rosenheim gegen Peiting 4:2
Starbulls Rosenheim gegen Peiting 4:2
Starbulls Rosenheim gegen Peiting 4:2
Starbulls besiegen Peiting mit 4:2 Toren ‒ Torjäger Kyle Gibbons verletzt

Beim Aufwärmen Probleme verspürt

Denn: Der für kurze Zeit prall gefüllte Kader der Starbulls ist auf einen Schlag wieder heftig dezimiert. Bereits nach dem Sieg am Freitag in Füssen musste Angreifer Kevin Slezak erneut passen, Verteidiger Tobias Draxinger hatte beim Aufwärmen vor dem Peiting-Duell Probleme verspürt. Und dann erwischte es nach wenigen Minuten auch noch Stürmer Kyle Gibbons, der einen Schlag auf die Hand bekam und raus musste. „Wir vermuten was Schlimmeres“, meinte Starbulls-Trainer John Sicinski nach dem Spiel. Dem drittbesten Torjäger der Oberliga Süd (22 Treffer) droht eine mehrwöchige Pause oder gar das vorzeitige Saisonende!

Schlägt jetzt die Stunde von Bohumil Slavicek?

Die Starbulls hatten sich ja kurz vor Ende der Wechselfrist mit Bohumil Slavicek aus Miesbach noch abgesichert – möglicherweise ist nun der Fall eingetroffen, dass der Tscheche auch wirklich ran muss. Der ebenfalls aus Miesbach zurückgeholte Verteidiger Beppo Frank stand am Wochenende erstmals wieder für die Starbulls auf dem Eis – gegen Peiting nach dem Draxinger-Ausfall mit deutlich mehr Eiszeit als ursprünglich geplant. „Er hat sehr abgeklärt gespielt“, urteilte Sicinski.

Entscheidung fiel im ersten Drittel

Seine Mannschaft hatte das erste Aufeinandertreffen mit Peiting in der laufenden Spielzeit im ersten Drittel entschieden. „Rosenheim war uns da überlegen“, musste Peitings Trainer Sebastian Buchwieser eingestehen. Bei zwei Mann mehr auf dem Eis erzielte Maxi Vollmayer die Führung, ehe Alex Höller und Kapitän Michael Baindl – in Unterzahl nach einem schnellen Spielzug – auf 3:0 erhöhten. Zwar kamen die Gäste im Powerplay durch Andreas Feuerecker heran, doch die Hausherren konterten mit dem 4:1 wenige Sekunden vor dem Ende des ersten Durchgangs. Mit diesem Tor machte sich Dominik Daxlberger übrigens selbst ein Geschenk zu seinem 28. Geburtstag. „Vielleicht hätten wir noch eine Chance gehabt, wenn das Tor nicht gefallen wäre?“, fragte Buchwieser. Auch für Sicinski war das 4:1 „der Knackpunkt“.

Mechel kratzt Puck von der Linie

Der Starbulls-Coach hatte schon Ansätze von Play-off-Eishockey gesehen. „Peiting spielte körperbetont mit vielen Checks und Zweikämpfen.“ Er lobte seine Mannschaft aber für ihr „taktisch diszipliniertes Spiel“ und befand: „Wir haben defensiv wirklich gut gespielt und nur wenig zugelassen, obwohl Peiting immer gefährlich war.“ Die Gäste kamen zwar durch Daniel Reichert auf 2:4 heran und jubelten einmal, als Thomas Heger die Scheibe aufs Tor brachte, der Puck aber von Goalie Andi Mechel noch rechtzeitig vor der Linie weggekratzt wurde. „Ab dem zweiten Drittel war es ein Spiel auf Augenhöhe“, so Buchwieser. In die Bredouille brachte Peiting die Starbulls aber nicht mehr, Rosenheim spielte die Führung souverän heim.

Spielstatistik:Starbulls Rosenheim – EC Peiting 4:2 (4:1, 0:1, 0:0). Starbulls: Mechel (Stettmer) – Vollmayer, Krumpe; Kolb, Schütt; Frank, Gottwald (Draxinger) – Stanik, Heidenreich, Meier; Henriquez, Baindl, Höller; Daxlberger, Leinweber, Gibbons; Steinmann, Bakos, Lode.

Tore: 1:0 (5.) Vollmayer/Schütt, Leinweber – PP2, 2:0 (14.) Höller/Krumpe, Henriquez, 3:0 (17.) Baindl/Höller – SH1, 3:1 (19.) Feuerecker/Maier, Heger – PP1, 4:1 (20.) Daxlberger/Vollmayer, Lode, 4:2 (24.) Reichert/Nagtzaam, Hlozek.

Schiedsrichter: Flad und Harrer; Strafminuten: Rosenheim 4, Peiting 10.

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