Heimpleite gegen SC Riessersee

Starbulls unterliegen in der Verlängerung: Trainer Sicinski sauer auf den Schiri

Der Anfang vom Ende:Riessersee-Angreifer Kircher (Nummer 65) trifft. Ruprecht

Zwei Mal Überstunden gemacht, Ertrag gleich Null – das ist die Bilanz der Starbulls Rosenheim an diesem Wochenende in der Eishockey-Oberliga Süd.

Rosenheim – Denn sowohl in Weiden als auch im Heimspiel gegen den SC Riessersee blieb den Rosenheimern jeweils nur der in der regulären Spielzeit ergatterte Punkt. Verloren die Rosenheimer in der Oberpfalz das Penaltyschießen, so gab es gegen die Werdenfelser die Niederlage in der Verlängerung. Und die ist insofern bitter, weil die Starbulls nach dem ersten Drittel bereits mit 2:0 in Front lagen.

Sicinski kritisiert: "Viele fragwürdige Entscheidungen"

Trainer John Sicinski war dann nach der Partie auch mächtig sauer – sein Zorn richtete sich aber gegen Schiedsrichter Votler, der mit der Zeit immer wieder Spieler der Heimmannschaft auf die Strafbank schickte. „Ab der 24. Minute hat der Schiedsrichter das Spiel übernommen“, meinte Sicinski und sprach von „vielen fragwürdigen Entscheidungen“. Diese hätten seine Mannschaft aus dem Spiel genommen, so der verärgerte Rosenheimer Trainer. „Wir haben die Unterzahl super gespielt und kein Gegentor bekommen, das kostet aber immer eine Menge Kraft“, erklärte er.

Der Ärger des Starbulls-Coaches mag durchaus Berechtigung haben, allerdings müssen sich die Rosenheimer in Sachen Kraft auch an die eigene Nase fassen. Immerhin traten sie mit sieben Verteidigern und zehn Stürmern auf dem Spielberichtsbogen an, die Gäste hatten sechs Verteidiger und lediglich acht Angreifer aufzubieten. „Wir haben acht Verletzte“, klärte SC-Trainer George Kink auf, beim Aufwärmen musste mit Uli Maurer (Kink: „Er ist eigentlich nicht zu ersetzen“) auch noch der Leader abwinken.

SC Riessersee kann Kombinationsspiel aufziehen

Dennoch hatten die Gäste zwischenzeitlich mehr Körner und starteten eine Aufholjagd. Rosenheim war da nicht mehr nah genug am Mann und so konnte Garmisch, das im Altersschnitt fast drei Jahre jünger als die Rosenheimer Aufstellung ist und wohl auch deshalb mehr Tempo auf die Kufen bringt, sein Kombinationsspiel besser aufziehen. „Die Jungs sind gut marschiert“, lobte Kink, „es war ein großer Kampf mit viel Leidenschaft“.

Für Rosenheim blieb das bittere Ende in einem Heimspiel der besseren Art, das richtig gut begonnen wurde. Denn im ersten Drittel griffen alle Mannschaftsteile ineinander. Das erste Powerplay gelang durch den Führungstreffer von Josh Mitchell nach Vorarbeit von Alexander Höller. Und als Höller nach kluger Ablage von Michael Baindl traf, lief alles für Rosenheim.

Starbulls nutzen gute Chancen nicht

Doch die Starbulls machten den Sack nicht zu, Mitchell traf den Pfosten und Dominik Daxlberger scheiterte mit einem Alleingang – das dritte Tor fiel nicht. „Wir haben einen super Start erwischt und die richtigen Entscheidungen getroffen“, meinte Sicinski. Dann traf ein Anderer seine Entscheidungen, und der Ärger beim Starbulls-Coach war groß, denn: „Eigentlich haben wir die drei Punkte verdient gehabt.“

Statistik zum Spiel der Starbulls gegen den SC Riessersee

Starbulls Rosenheim – SC Riessersee 2:3 n.V. (2:0, 0:2, 0:0, 0:1).

Starbulls: Endres – Draxinger, Krumpe; Vollmayer, Bergmann; Linden, Heidenreich (Enk) – Zick, Daxlberger, Mitchell; Slezak, Baindl, Höller; Wellhausen, Henriquez, Bucheli; Litesov.

Tore: 1:0 (5.) Mitchell/ Höller, Vollmayer - PP1, 2:0 (11.) Höller/Baindl, Slezak, 2:1 (32.) Kircher/Vollmer, Lobach, 2:2 (48.) Arkiomaa/ Morgan, Wachter, 2:3 (64.) Quaas/Arkiomaa, Vollmer;

Schiedsrichter: Votler;

Strafminuten: Rosenheim 22 plus 10 Disziplinarstrafe für Henriquez, Riessersee 14 plus 10 Disziplinarstrafe für Ehliz;

Zuschauer: 2594.

tn

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