Starbulls-Feuerwerk an Vorsilvester: Regensburg mit 4:0 Toren abgeschossen

Spektakuläre Szene vor dem Regensburger Tor nach einem Foul an Tadas Kumeliauskas.

Nichts ist’s mit dem Böllerverbot - zumindest nicht im Umkreis des Rosenheimer Rofa-Stadions: Dort haben die Starbulls Rosenheim bereits am Vorsilvesterabend ein Feuerwerk gezündet.

Rosenheim – Im letzten Spiel des Jahres in der Eishockey-Oberliga Süd haben die Rosenheimer gegen die Eisbären Regensburg insgesamt vier Knaller abgefeuert und die Partie verdient mit 4:0 für sich entschieden. Und das gegen eine Truppe aus der Oberpfalz, die Starbulls-Trainer John Sicinski noch vor Weihnachten als „heißestes Team der Liga“ bezeichnet hatte.

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20 von 24 Zählern aus den letzten acht Spielen geholt

Die 1:0-Führung für Rosenheim durch Alexander Höller (rechts), der Regensburgs Keeper Peter Holmgren keine Chance ließ. Ziegler

Nachdem sich nun der Kreis für Regensburgs Coach Max Kaltenhauser geschlossen hat - er debütierte mit einer 3:7-Niederlage in Rosenheim und hat seitdem bis gestern stets gepunktet - , wandert der Titel „heißestes Team der Liga“ nun aber an die Mangfall weiter. Immerhin haben die Starbulls 20 von 24 möglichen Zählern aus den letzten acht Begegnungen geholt, mussten sich nur Memmingen und Regensburg im Penaltyschießen geschlagen geben - die Sicinski-Truppe hat Fahrt aufgenommen.

Nach dem ersten Drittel mit 3:0 geführt

Dies zeigt vor allem die selbstbewusste Leistung im ersten Drittel, nach dem die Rosenheimer schon mit 3:0 in Front lagen. „Das war schon spielentscheidend“, meinte Sicinski, und auch Kaltenhauser pflichtete bei: „Wenn man in Rosenheim mit 0:3 hinten ist, dann wird’s natürlich schwer.“ Beim 1:0 wurde Alex Höller von Michael Baindl bedient und schoss souverän ein. Entscheidend war zuvor, dass sich Florian Krumpe an der Bande durchsetzen konnte. Das 2:0 erzielte Enrico Henriquez Morales dank energischem Nachsetzen, als Regensburg-Goalie Peter Holmgren einen Schuss von Felix Linden nicht entscheidend abwehren konnte. Und beim dritten Treffer stand Michael Fröhlich goldrichtig und traf mit all seiner Routine, nachdem ein Schuss von Matthias Bergmann im Slot hängen geblieben war.

"Der Sieg für Rosenheim war verdient"

„Wir haben noch einmal alles probiert, sind aber nicht mehr rangekommen. Der Sieg für Rosenheim war verdient“, meinte Kaltenhauser. In der Tat gaben die Regensburger, die auf Kontingentspieler Gajovsky verzichten mussten, nicht auf. Allerdings präsentierten sich die Starbulls im Defensivverhalten richtig stark. „Wir haben nur wenige Chancen zugelassen. Und wenn was durchgekommen ist, dann war Endres zu Stelle“, so Sicinski. Sein Torhüter verdiente sich den Shutout, war den Starbulls-Coach „riesig freute“.

"Clever gespielt und richtige Entscheidungen getroffen"

Er stellte zufrieden fest: „Wir haben clever gespielt und die richtigen Entscheidungen getroffen.“ Und die Starbulls haben Leidenschaft gezeigt. Selbst nach dem 4:0, das Tadas Kumeliauskas 1,7 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels markierte, stemmten sich die Rosenheimer gegen ein Gegentor. So auch, als man zu Beginn des letzten Abschnittes mehrmals in Unterzahl agieren musste. „Das haben wir mit viel Kampf runtergekillt“, lobte Sicinski, für den zum Jahresfinale fast alles perfekt gelaufen wäre - gäbe es nicht die Sorge um Tobias Draxinger. Der Verteidiger, der stark aufspielte, musste im letzten Drittel nach einem Check verletzt runter. „Die alte Schulterverletzung“, meinte Sicinski, wurde dann aber optimistisch: „Er sieht so aus, als ob strukturell alles in Ordnung ist.“

Statistik: Starbulls Rosenheim - Eisbären Regensburg 4:0 (3:0, 1:0, 0:0). Starbulls: Endres (Steinhauer) - Bergmann, Vollmayer; Draxinger, Krumpe; Reiter, Linden (Enk) - Fröhlich, Kumeliauskas, Mitchell; Höller, Baindl, Zick; Henriquez Morales, Bucheli, Litesov; Stanik, Heidenreich, Wellhausen.

Tore: 1:0 (7.) Höller/Baindl, Krumpe, 2:0 (14.) Henriquez Morales/Linden, Bucheli, 3:0 (19.) Fröhlich/Vollmayer, Bergmann, 4:0 (40.) Kumeliauskas/Höller, Baindl - PP1; Schiedsrichter: Oswald; Strafminuten: Rosenheim 12, Regensburg 14; Zuschauer: 3202.

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