Starbulls-Eishockeyspieler verlieren in Lindau 2:3: Zwei Kumeliauskas-Tore reichen nicht

Heiße Szene vor dem Rosenheimer Tor:Lukas Steinhauer parierte einen Schuss von Hammerbauer, der später den entscheidenden dritten Treffer für Lindau erzielte. Flemming
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Heiße Szene vor dem Rosenheimer Tor:Lukas Steinhauer parierte einen Schuss von Hammerbauer, der später den entscheidenden dritten Treffer für Lindau erzielte. Flemming

Zwölf Punkte aus den vorangegangen fünf Spielen, ein Sprung vom Tabellenplatz 10 auf 7 nach dem vorherigen Sonntagsspiel der Hauptrunde in der Eishockey-Oberliga Süd: Die Starbulls Rosenheim waren vor den EV Lindau Islanders vorgewarnt. Am Ende verloren die Starbulls 2:3.

Lindau – Trotz riesengroßem Chancenplus und 33:19 Torschüssen) kehrte die Mannschaft von Starbulls-Coach John Sicinski am Freitagabend ohne Zählbares zurück vom Bodensee. 3:2 (2:0, 0:1, 1:1) hieß es am Ende vor 570 Zuschauern in der Lindauer Eissportarena.

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„Wir haben 60 Minuten auf ein Tor gespielt und hatten genügend Chancen. Es kann nicht sein, dass wir dann Gegentreffer bekommen und schließlich ohne Punkte nach Hause fahren“, schimpfte John Sicinski kurz nach Spielabpfiff und wollte das Krankenlazarett im Lager seiner Schützlinge (wir berichteten) aus Ausrede nicht gelten lasen.

Die Rosenheimer reisten ohne ihre beiden Langzeitverletzten Kevin Slezak und Michael Fröhlich sowie Michael Baindl an. Ebenso fehlte Dmitri Litesov, wohingegen der ebenfalls angeschlagene Tobias Draxinger antreten konnte. Auf Lindauer Seite waren Kai Laux (Grippe) und der wegen einer Spieldauerstrafe am Sonntag gesperrte Ludwig Nirschl verhindert.

Starbulls wurden eiskalt erwischt

Die Gäste aus Oberbayern fanden zunächst besser in die Partie, wurden jedoch eiskalt erwischt. In der vierten Minute passte Andreas Farny zu Simon Klingler, der die Scheibe auf Dominik Ochmann legte. Der EVL-Verteidiger zog von der blauen Linie ab – 0:1 aus Sicht von Rosenheim. Und es sollte noch schlimmer kommen: Florian Lüsch, fein bedient durch EVL-Kapitän Farny, schob exakt viereinhalb Minuten später über die Linie des von Lukas Steinhauer gehüteten Kastens der Starbulls zum zweiten Treffer des Abends. Bis zur ersten Drittelpause wirkte Rosenheim in der Folge teils behäbig und ohne richtigen Zug zum Tor.

Anschlusstreffer in Unterzahl

Das änderte sich im Mitteldrittel. Sicinski schien in der Kabine die richtigen Worte an seine Spieler gefunden zu haben. Rosenheim nahm die Verfolgungsjagd auf, drängte auf den Anschlusstreffer – und belohnte sich ausgerechnet in Unterzahl. Tadas Kumeliauskas nutzte eine Unaufmerksamkeit des neuen Lindauer Kontingent-Verteidigers Ales Kranjc, schnappte ihm die Scheibe weg, lief auf den ansonsten glänzend aufgelegten EVL-Goalie Michael Boehm zu und netzte zum 1:2 ein (32.).

Die Schlüsselszene des Spiels folgte auf dem Fuß: Zwei Lindauer Spieler mussten die Strafbank drücken, die Starbulls waren fast zwei Minuten in doppelter Überzahl. Immer enger schloss sich der Ring vor dem Tor von Boehm, doch weder Alexander Höller noch Josh Mitchell hatten das Glück des Tüchtigen und verfehlten das Lindauer Tor.

Auf der anderen Seite vergab Philipp Krauß, der völlig alleine vor Steinhauer aufkreuzte, die Chance, auf 3:1 zu stellen. Doch der U20-Youngster in Reihen der Islaners drosch den Puck übers Gehäuse des Starbulls-Goalies.

Einen wahren Sturmlauf erlebten die Besucher dann zu Beginn des Schlussdrittels. Fast pausenlos bestürmten die Rosenheimer den gegnerischen Kasten und schnürten die Lindauer regelrecht ein, Angriff um Angriff rollte auf Michael Boehm zu. Das Tor fiel allerdings auf der anderen Seite. Brent Norris bewies Übersicht, als er Jan Hammerbauer freistehend vor Steinhauer sah. Der fackelte nicht lange und erzielte das 3:1 (53.).

In den Schlussminuten riskierte John Sicinski alles, nahm seinen Torhüter vom Eis – und in der Tat: Kumeliauskas nahm im Powerplay kurz vor der blauen Linie Maß und machte es mit seinem zweiten Treffer des Abends nochmals spannend. Doch es sollte nicht mehr für den Ausgleichstreffer reichen, auch wenn Lukas Steinhauer draußen blieb und Rosenheim weiterhin unbeirrt anrannte: Die restlichen knapp zwei Minuten nahm Lindau geschickt Zeit von der Uhr und bejubelte am Ende den nächsten Dreier, während Rosenheim durch die bittere Auswärtsniederlage vor dem Sonntag-Heimspiel (17 Uhr) gegen Höchstadt auf dem 5. Tabellenplatz verharrt.

Tore: 1:0 (4.) Ochmann (Farny, Klingler), 2:0 (9.) Lüsch (Farny, Klingler), 2:1 (32.) Kumeliauskas (SH1), 3:1 (53.) Hammerbauer (Norris, Bräuner), 3:2 (59.) Kumeliaskas (Vollmayer, Höller).

Zuschauer: 539.

Strafzeiten: Lindau 16, Rosenheim 12.

Schiedsrichter: Markus Wohlgemuth. psc

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