Torhungrige Starbulls

Rosenheimer Eishockeyspieler schießen Landsberg mit 10:0 aus der Halle

Kyle Gibbons erzielte zwei Treffer: Hier sein Tor zum 2:0, als er Landsbergs Keeper ausspielte und den Puck ins leere Tor schoss.
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Kyle Gibbons erzielte zwei Treffer: Hier sein Tor zum 2:0, als er Landsbergs Keeper ausspielte und den Puck ins leere Tor schoss.
  • Thomas Neumeier
    vonThomas Neumeier
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Die Rosenheimer Eishockeyspieler haben sich am Sonntag gegen Landsberg den ganzen Frust von der Freitag-Niederlage in Selb von der Seele geschossen. Sie schickten die Gäste mit einer zweistelligen Packung auf die Heimreise.

Rosenheim – Das Heimspiel der Starbulls Rosenheim in der Eishockey-Oberliga Süd gegen Schlusslicht HC Landsberg Riverkings ist zum wahren Freudenfest für für OVB-Chefstatistiker Manfred Eder geworden. Das 10:0 waren der höchste Saisonsieg und zugleich höchste Heimsieg für Rosenheim und die höchste Saisonniederlage für die Gäste vom Lech. Dazu gab es das erste Oberliga-Tor von Florian Maierhofer, das erste Saisontor von Dennis Schütt und den ersten Shutout im Herrenbereich von Goalie Jonas Stettmer.

Das 1:0 für die Starbulls Rosenheim beim 10:0-Sieg gegen Landsberg durch Florian Krumpe.

Erst zwei Landsberger Warnschüsse

Allerdings bedurfte es zwei Landsberger Warnschüsse, ehe die Starbulls loslegten. Beim Stand von 0:0 traf Dennis Sturm das Gestänge des Rosenheimer Tores, wobei auch Stettmer irgendwie noch dran war, unmittelbar vor dem 2:0 der Starbulls setzte Sturm die Scheibe aus spitzem Winkel am leeren Rosenheimer Gehäuse vorbei. „Wir haben zehn Minuten lang super mitgespielt“, meinte Gäste-Trainer Fabio Carciola, nach dem 2:0 mutierte das Spielgeschehen dann aber zu einer einseitigen Veranstaltung. Florian Krumpe hatte den Torreigen eröffnet, Kyle Gibbons nach der zweiten Landsberger Gelegenheit nachgelegt. „Das Spiel vom Freitag hatte viel Kraft gekostet“, merkte Starbulls-Coach John Sicinski seinen Mannen an, „ab einem gewissen Zeitpunkt haben wir aber unsere Beine gefunden“.

Kapitän Michael Baindl schob den Puck beim 3:0 Landsbergs Keeper Blaschta durch die Beine.

60 Minuten nicht nachgelassen

Bis zur ersten Drittelpause stellten Kapitän Michael Baindl und Dominik Daxlberger auf 4:0, im zweiten Abschnitte legten Gibbons und zweimal Maxi Vollmayer weitere Treffer nach. Youngster Maierhofer, Verteidiger Schütt bei seinem Comeback nach Verletzungspause und Alex Höller sorgten im letzten Durchgang für den zweistelligen Erfolg. Sicinski freute, „dass wir über 60 Minuten konstant gespielt haben. Das war auch schon anders“, meinte er – und sprach damit das Heimspiel gegen Passau an, als man nach einer 3:0-Führung die Zügel schleifen ließ. Ebenfalls gefreut hatte den Rosenheimer Trainer Maierhofers Premieren-Treffer. „Man hat die Freude auf der Spielerbank gesehen. Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut.“

Blieb ohne Gegentor: Starbulls-Keeper Jonas Stettmer. Rechts wirft sich Michael Baindl in den Schuss, den Stettmer parierte.

Kevin Slezak nach mehrwöchiger gesundheitlicher Pause wieder dabei

Zum aktiven Teil der Mannschaft gehört auch wieder Kevin Slezak. Der Stürmer war nach mehrwöchiger gesundheitlicher Pause wieder mit an Bord und durfte – im Wechsel mit Kilian Steinmann – in der Reihe mit Baindl und Höller ran. Die Paradereihe aus der Vorsaison feierte damit wieder Renaissance. Ein Treffer blieb Slezak beim Comeback aber verweigert, Landsbergs Tormann Michael Güßbacher und der Pfosten hatten was dagegen – es wäre die Krönung auf das Statistikfestival bei dieser Begegnung gewesen.

Da strahlt der Maxi: Verteidiger Vollmayer (Bildmitte) erzielte gegen Landsberg zwei Tore.

Die Spielstatistik

Starbulls Rosenheim – HC Landsberg Riverkings 10:0 (4:0, 3:0, 3:0). Starbulls: Stettmer (Mechel) – Kolb, Schütt; Krumpe, Vollmayer; Beck, Draxinger; Biberger – Daxlberger, Leinweber, Gibbons; Steinmann, Baindl, Höller; Meier, Stanik, Heidenreich; Maierhofer, Lode, Bakos; Slezak.
Tore: 1:0 (10.) Krumpe/Vollmayer, Steinmann, 2:0 (13.) Gibbons/Leinweber, Daxlberger, 3:0 (17.) Baindl/Steinmann, Vollmayer, 4:0 (19.) Daxlberger/Gibbons, Leinweber, 5:0 (24.) Gibbons/Daxlberger, Draxinger, 6:0 (26.) Vollmayer/Stanik, Meier, 7:0 (39.) Vollmayer/Krumpe, 8:0 (44.) Maierhofer/Bakos, Kolb, 9:0 (48.) Schütt/Lode, Kolb, 10:0 (54.) Höller/Draxinger, Baindl; Schiedsrichter: Gossmann und Kapzan; Strafminuten: Rosenheim 6, Landsberg 8.

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