Starbulls-Eishockeyspieler fegen Peiting mit 7:1 vom Eis: Die Heimmacht zeigt sich

Einen Einstand nach Maß feierte Neuzugang Jake Smith:Er leistete die Vorarbeit zur Rosenheimer 1:0-Führung durch Dominik Daxlberger und durfte sich am Ende über einen 7:1-Sieg der Starbulls gegen Peiting freuen. Ziegler

„Hier kommt Rosenheim/und schickt Euch ohne Hosen heim/denn es ist nirgendwo so heiß/wie auf dem Rosenheimer Eis“ - den Uralt-Song von Codo- und Watzmann-Mitstreiter Joesi Prokopetz packten die Starbulls-Fans im letzten Drittel aus. Die Rosenheimer Eishockeypeiler fegten Peiting mit 7:1 aus der Halle.

Rosenheim – Einst wurde das Lied in den 80ern gespielt, als an der Mangfall um den deutschen Meistertitel gekämpft wurde und die Gegner am Irschenberg schon ein mulmiges Gefühl überkam. Nun hat das Lied erneut seine Berechtigung. Die Starbulls haben sich in der Eishockey-Oberliga Süd zur Heimmacht entwickelt. Auch im fünften Heimspiel der Meisterrunde blieben die Rosenheimer siegreich und fegten den EC Peiting – wahrlich keine schlechte Truppe – mit 7:1 vom Eis.

Erstes Drittel nicht so klar wie das Ergebnis

Dabei waren sich beide Trainer einig, dass das erste Drittel durchaus nicht so deutlich war, wie es die 3:0-Führung der Gastgeber vermuten ließ. „Das war ergebnistechnisch das schwächste Drittel von uns, hat aber nicht so schlecht ausgeschaut“, meinte Peitings Coach Sebastian Buchwieser. Und Starbulls-Trainer John Sicinski pflichtete ihm bei: „Peiting war im ersten Drittel näher am 1:0 als wir.“ Was dann entscheidend war? Sicinski: „Wir waren wahnsinnig effektiv.“

Die Augen bei den Hausherren waren natürlich auf den Neuzugang aus Kanada gerichtet: Jacob Robinson-Smith, kurz Jake Smith genannt, war nach fünf Jahren wieder nach Rosenheim zurückgekehrt, wo er im DNL-Team gespielt hatte. Nach 131 Sekunden durfte er erstmals aufs Eis – und war dann wenig später bei seinem zweiten Shift gleich maßgeblich am 1:0 beteiligt: Der Kanadier eroberte geschickt die Scheibe hinter dem Peitinger Tor, hatte dann den Blick für Dominik Daxlberger, der sich mit einer Direktabnahme ins Netz selbst zu seinem 27. Geburtstag bescherte. Der 22-jährige Smith erwies sich als flink, technisch gut und mit einer starken Handlungsschnelligkeit, allerdings auch übereifrig. Nicht umsonst urteilte Sicinski: „Er hat solide gespielt. Es gibt ein paar Sachen, die man noch korrigieren muss, aber wir können ihn gut brauchen.“

Mitchell und Höller erhöhten auf 3:0

Gut brauchen konnten die Starbulls dann auch die beiden weiteren Treffer im ersten Drittel: Zunächst erhöhte Josh Mitchell, nachdem Kapitän Michael Baindl in der Ecke hervorragend gearbeitet hatte, dann traf Alex Höller mit einem schönen Handgelenkschuss. „Mit der Führung im Rücken ist es dann leichter zu spielen“, befand Sicinski. Wie wahr: Im zweiten Abschnitt legten die Hausherren durch Baindl im schönen Zusammenspiel mit Höller sowie durch Marinus Reiter nach toller Vorarbeit von Daniel Bucheli nach. Dazwischen lag der Peitinger Ehrentreffer von Lukas Gohlke, den Smith mit einem Querpass unfreiwillig einleitete.

Allerdings lief da schon alles für die Starbulls - was auch der für Stammtorwart Florian Hechenrieder eingewechselte Peitinger Goalie Andreas Magg zu spüren bekam: Der war ganze 31 Sekunden im Tor, als der Puck schon wieder im Netz zappelte. Diesmal fälschte Fabian Zick einen Schuss von Florian Krumpe passend ab. „Da hat es schlimm ausgesehen. Gottseidank ist es nicht ein richtiges Debakel geworden“, sagte Buchwieser. Die Starbulls hatten nämlich noch einige gute Gelegenheiten, trafen aber nur noch durch Höller im Powerplay, nachdem ihn erneut Baindl - der Kapitän brillierte mit einem Tor und vier Vorlagen - bedient hatte. Überhaupt die erste Sturmreihe: Was Baindl und Höller da gemeinsam mit Zick aufs Eis legten, riss die Zuschauer zu manchem Begeisterungssturm hin - das war klasse.

Am Ende war es eine klare Angelegenheit und Sicinski konnte auch den beiden DNL-Spielern Benedikt Dietrich und Kilian Steinmann einiges an Eiszeit geben. Am Sonntag reisen die Rosenheimer nun selbstbewusst zum Rückspiel nach Peiting, sie wissen aber auch, dass die Gastgeber dann auf Biegen und Brechen eine Revanche herbeiführen wollen. „Die werden alles geben“, so Sicinski, der dann aber wieder auf Stürmer Kevin Slezak zurückgreifen kann, der seinen Einsatz mit der U19-Nationalmannschaft beendet haben wird.

Statistik: Starbulls Rosenheim - EC Peiting 7:1 (3:0, 2:1, 2:0). Starbulls: Mechel (Endres) - Draxinger, Krumpe; Bergmann, Vollmayer; Reiter, Linden; Dietrich - Höller, Baindl, Zick; Mitchell, Daxlberger, Smith; Litesov, Bucheli, Wellhausen; Heidenreich, Steinmann.

Tore: 1:0 (6.) Daxlberger/Smith, Mitchell, 2:0 (16.) Mitchell/Baindl, Bergmann, 3:0 (17.) Höller/Baindl, Zick, 4:0 (35.) Baindl/Höller, Smith, 4:1 (38.) Gohlke/Oswald, Rohrbach, 5:1 (39.) Reiter/Bucheli, Linden, 6:1 (41.) Zick/Krumpe, Baindl, 7:1 (58.) Höller/Baindl - PP1; Schiedsrichter: Winkler; Strafminuten: Rosenheim 6, Peiting 4; Zuschauer: 2109.

Kommentare