Starbulls-Eishockeyspieler empfangen den Tabellenführer: Im Spitzenspiel ein Zeichen setzen

Kurz vor seinem Comeback:Über den Einsatz von Michael Fröhlich (rechts) wird nach dem Abschlusstraining am Samstag entschieden. Ziegler

„Die Negativerlebnisse der letzten Tage auf und neben dem Eis müssen aus dem Kopf“, fordert Starbulls-Chefcoach John Sicinski vor dem Heimspiel der Rosenheimer Eishockeyspieler am Sonntag, 17 Uhr, gegen Spitzenreiter Memmingen.

Rosenheim – „Es gibt doch für uns keinen besseren Zeitpunkt als jetzt, gegen den Tabellenführer vor den eigenen Fans ein Zeichen zu setzen,“ schickt Starbulls-Coach John Sicinski eine Kampfansage an Oberliga-Tabellenführer Memmingen, der am Sonntag, 17 Uhr, im Rosenheimer Eisstadion zu Gast ist.

Wieder mit Baindl und Fröhlich?

Das Spiel ist das Highlight des 22. Spieltags der Eishockey-Oberliga Süd und die Starbulls wollen vor eigenem Publikum ein Zeichen setzen – und hoffen auf das Comeback von wichtigen Spielern: Neben Kapitän Michael Baindl, der in den letzten drei Partien fehlte, könnte auch Michael Fröhlich am Sonntag sein Comeback im Team der Starbulls feiern. Der 33-jährige Offensive-Stratege war zwei Monate lang zum Pausieren gezwungen, nachdem er Anfang Oktober beim Auswärtsspiel in Regensburg vom Puck im Gesicht getroffen wurde und sich dabei Frakturen an Kieferhöhle und Nase zuzog. Die endgültige Entscheidung fällt bei beiden Spielern allerdings erst nach dem Abschlusstraining am Samstag. Unterstützt wird die Rosenheimer Mannschaft auf alle Fälle auch von Josh Mitchell – allerdings nur als Zuschauer und Motivator. Der Spielgestalter muss sich erst noch einigen weiteren Untersuchungen unterziehen (wir berichteten), ehe er an eine Rückkehr auf das Eis denken darf.

Keine guten Erinnerungen an das Spiel in Memmingen

An Sonntagsgegner Memmingen Indians haben die Starbulls in dieser Saison keine guten Erinnerungen. Im ersten Vergleich Ende Oktober unterlag das Rosenheimer Eishockeyteam mit 0:4. Spielentscheidend damals war ein Memminger Dreierpack genau zur Hälfte der Spielzeit. In rekordverdächtigen 44 Sekunden kassierten die Starbulls drei Tore.

Eine große Überraschung ist der aktuelle Memminger Erfolg freilich nicht. Personell bereits zu Saisonbeginn sehr gut aufgestellt, haben sich die Indians mit Linus Svedlund zusätzlich verstärkt. Der 26-jährige Schwede ist variabel als Verteidiger und Stürmer einsetzbar und hat in bisher elf Spielen bereits zwölfmal gepunktet. Gefährlichster Akteur ist aber der aus Herne nach Memmingen gewechselte Kanadier Brad Snetsinger (33 Scorerpunkte in 20 Spielen), der meist sehr unauffällig, aber clever und effektiv agiert. Neben den beiden genannten Importspielern stehen Trainer Waßmiller mit Patrik Beck (ursprünglich aus Tschechien), Lubor Pokovic (Slowakei) und Antti-Jussi Miettinen (Finnland) zudem hochkarätige eingedeutschte Akteure zur Verfügung.

Torhüter Vollmer in Topform

Ebenfalls in Top-Form präsentieren sich die Torhüter. Jochen Vollmer blieb nicht nur bei den 4:0-Siegen gegen die Starbulls und Deggendorf, sondern auch jüngst in Höchstadt ohne Gegentor. Allenfalls die fehlende Breite im Kader, die auch der momentan etwas stockenden Versorgung mit Förderlizenzspielern aus Kaufbeuren und Augsburg geschuldet ist, stellt ein Memminger Manko dar. Doch das fällt angesichts der aktuellen Formstärke der Führungsspieler derzeit überhaupt nicht ins Gewicht. mk/bz

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