Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Nach dem Spitzenspiel gegen Höchstadt

Starbulls elektrisieren die Fans: Deshalb stehen die Rosenheimer Eishockey-Cracks auf Rang zwei

Die 1:0-Führung für die Starbulls Rosenheim im Heimspiel gegen Höchstadt durch Stefan Reiter.
+
Die 1:0-Führung für die Starbulls Rosenheim im Heimspiel gegen Höchstadt durch Stefan Reiter.
  • VonManfred Eder
    schließen

Die letzte Woche bewegte die Rosenheimer Eishockeyfans und sorgte für Gesprächsstoff. Zwei Neuzugänge, zwei Siege, Rang zwei, hinten steht die Null und das schon ziemlich lange.

Rosenheim – Die vergangene Woche der Starbulls Rosenheim war gleich zu Beginn weniger vom Geschehen auf dem Eis geprägt als von den Meldungen über die Neuzugänge. Speziell die Rückkehr des gestandenen DEL-Profis Norman Hauner (und ehemaligem Mitglied des DEL2-Traumsturms mit Tyler McNeely und Shawn Weller) elektrisierte die Fans.

Nur wenige Tage später fand dieses Hoch auch auf dem Eis seinen Niederschlag, als sich die Starbulls durch zwei weitere Siege an Bad Tölz und Höchstadt vorbei nun auf Rang zwei hinter den nach wie vor verlustpunktfreien Weidenern schieben konnten.

Kein Kellerkind mehr

Dabei konnte man vor der Saison gar nicht ahnen, dass das Sonntagsspiel gegen Höchstadt zu diesem Zeitpunkt zum Spitzenspiel Vierter gegen Zweiter werden würde. Dennoch war es, zumindest vom Ergebnis, wieder einmal eine ziemlich einseitige Angelegenheit. Und das, obwohl die Alligators mit der Empfehlung von drei Siegen in ihren ersten drei Auswärtsspielen der Saison an die Mangfall gekommen waren und schon in den vergangenen beiden Jahren bewiesen haben, dass sie weit von ihrer ehemaligen Rolle als Kellerkind entfernt sind.

Doch in Rosenheim hieß es auch am Sonntag wieder: Same procedure as every year. Achtmal kamen die Mittelfranken seit ihrem Aufstieg 2018 nach Rosenheim und warten doch immer noch auf ihren ersten Punktgewinn dort. Am nächsten kamen sie diesem Unternehmen in der Saison 2019/20 (3:4), gingen aber auch schon mal mit 1:8 baden und am Sonntag nun zum dritten Mal, ohne einen einzigen Treffer zu erzielen. Daran konnte auch Ex-Starbull Dimitri Litesov nichts ändern, der sich mit fünf Toren in ebenso vielen Spielen heuer zu einem echten Torjäger entwickelt hat.

Auch Andi Mechel ohne Gegentor

Wenn es wahr ist, was viele Fachleute behaupten, dass die Offensive Spiele gewinnt, die Defensive aber Meisterschaften, dann sind die Starbulls wirklich auf einem guten Weg. In den ersten drei Spielen kassierte man zweimal je drei Gegentore gegen Riessersee und in Weiden, doch seither schaffte der jeweilige Gegner maximal deren zwei.

Und nach Christopher Kolarz in Deggendorf blieb diesmal gegen Höchstadt auch Andi Mechel ohne Gegentreffer. Zwei Shutouts in den ersten acht Spielen hatte es erst ein einziges Mal gegeben: Gleich nach dem Abstieg 2017, als Lukas Steinhauer zum Auftakt in Waldkraiburg und drei Spiele später zuhause gegen Peiting seinen Kasten sauber halten konnte. Heuer gab es bisher nach gegentorlosen Phasen von 65 und 70 Minuten nun die bisher längste, die nach gut 98 Minuten noch andauert!

Guter Einstand für Maruis Möchel mit zwei Siegen und dem Sprung mit den Starbulls auf Platz zwei.

Disziplinierte Starbulls

Dazu passte auch, dass man in Peiting, wo die Spiele gegen Rosenheim traditionell eher torreich ausfallen (auf beiden Seiten), nur einen einzigen Treffer zuließ, was in den elf Gastspielen zuvor dort noch niemals gelungen war. Mit dem 3:1-Sieg am Freitag ist derzeit auch die Bilanz von je sechs Rosenheimer und Peitinger Siegen ausgeglichen.

Zum Erfolg beigetragen hat zweifellos auch die Disziplin der Starbulls, die in den beiden Partien der Woche nur je eine einzige Strafe kassierten, vielleicht auch vernünftig nach den eher „durchwachsenen“ Unterzahl-Leistungen in den Testspielen. Immerhin haben Pasanens Jungs die letzten neun gegnerischen Powerplays in Folge erfolgreich „gekillt“ und dabei durch Tyler McNeely und Steffen Tölzer sogar zwei mit entscheidende Unterzahltore erzielt.

Torgefährlicher Mike Glemser

Natürlich war man am Freitag gespannt auf das Debut von Norman Hauner und Marius Möchel. Und man wurde nicht enttäuscht! Während Verteidiger Möchel sich trotz solider Leistungen noch nicht als Scorer betätigen konnte, dauerte es bei Hauner nur wenig mehr als ein Spieldrittel bis sein erstes Starbulls-Tor seit dem 4. April 2014 (beim 2:4 in Bietigheim) im Kasten war. Daran beteiligt war auch Lukas Laub, der in seinen ersten Punktspielen für Rosenheim, nachdem er zum Start verletzt gefehlt hatte, als Vorbereiter glänzte. Angenehm überraschend auch die Torgefährlichkeit von Mike Glemser, der nach seinem Doppelpack gegen Höchstadt ebenso wie Travis Oleksuk und Manuel Strodel schon vier Treffer erzielt hat, übrigens im Gegensatz zu Strodel (drei Powerplay-Tore) alle vier bei nummerischer Gleichheit.

Eine Frage drängt sich allerdings bei langjährigen Fans der Starbulls nun unwillkürlich auf: McNeely ist wieder da, jetzt auch Hauner – wann kommt Shawn Weller?

Kommentare