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Starbulls-Coach Sicinski über Kapitän Baindl: „Wenn er was sagt, hören die Jungs zu“

Starbulls-Coach John Sicinskinach der ersten Trainingswoche auf dem Eis: „Ich bin sehr zufrieden. Die Jungs haben ihre Hausaufgaben gemacht.“ Ziegler

Ab Freitag wird es wieder heiß auf dem Eis. Die Starbulls Rosenheim bestreiten am Wochenende ihre ersten Testspiele für die neue Saison. Der Oberligist gastiert am Freitag um 19.30 Uhr bei den Tölzer Löwen, am Sonntag um 17 Uhr kommt der DEL2-Verein dann nach Rosenheim. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit etlichen alten Bekannten.

Rosenheim– Beim Gegner im ersten Testspiel der Starbulls Rosenheim in Bad Tölz sind neben Angreifer Manuel Edfelder mit dem kanadischen Sturm-Duo Tyler McNeely und Shawn Weller weitere ehemalige Starbulls engagiert. Auf der anderen Seite bestreiten die letztjährigen Tölzer Marinus Reiter und Kevin Slezak ihre ersten Spiele im Rosenheimer Dress. Seine Premiere an der Starbulls-Bande feiert auch der neue Trainer John Sicinski. Im exklusiven Interview mit der OVB-Sportredaktion präsentiert der Deutsch-Kanadier seine ersten Eindrücke, die neuen Sturmreihen und sagt, wer das Team als Kapitän führt.

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Die erste Woche Eistraining ist vorüber. Welchen Eindruck haben Sie von Ihrer neuen Mannschaft?

Der alte und neue Kapitän Michael Baindl (Mitte) mit seinen Sturmkollegen Alexander Höller (links) und Kevin Slezak.

Der erste Eindruck ist sehr positiv. Die Jungs sind topfit gekommen, sie haben ihre Hausaufgaben gemacht. Das Training unter Michael Baindl war sehr erfolgreich. Auf dem Eis war das Tempo sehr hoch, die Pässe kommen an, jeder zieht gut mit. Was wir taktisch gearbeitet haben, setzen sie gut um. Deshalb bin ich zu diesem Zeitpunkt sehr zufrieden.

Auf was legen Sie derzeit das Augenmerk?

Hauptsächlich auf die Defensivzone und den Aufbau, aber wir haben auch die neutrale Zone, Bullys und ein bisschen Überzahl trainiert. Unterzahl und Forechecking kommen noch hinzu. So hat jeder Spieler schon einen kurzen Einblick, wie wir spielen wollen. Ich kann jetzt aber nicht erwarten, dass sie in den Spielen am Wochenende schon alles umsetzen. Aber wir sind auf einem guten Weg.

Was wollen Sie in den beiden Spielen gegen Bad Tölz von Ihrer Mannschaft sehen?

Dass sie von der Taktik her so viel wie möglich aus der ersten Woche mitgenommen haben. Klar erwarte ich immer harte Arbeit von den Jungs. Wir wollen die Spiele gewinnen, aber im Endeffekt geht es darum, was sie schon mitgenommen haben und woran wir noch arbeiten müssen.

Fabian Zick und Michael Fröhlich haben im Training noch mit angezogener Handbremse trainiert. Werden beide am Wochenende spielen?

Sie werden noch nicht dabei sein. Sie haben im Training blaue Trikots, das heißt, sie trainieren ohne Körperkontakt. Beide haben noch mit ihren Verletzungen aus der alten Saison zu tun. Zick ist ja an der Schulter operiert worden, Fröhlichs Knie wird ab und zu nach dem Training immer noch dick. Wir müssen ihm die Zeit geben, die er braucht. Ich bin zufrieden, wenn beide Ende September fit sind.

Auch, wenn diese beiden Spieler fehlen: Haben Sie schon eine Vorstellung, wie die Sturmreihen aussehen werden?

Ja. Wir wollen ein starkes Paar in jeder Reihe, dazu noch einen jungen Spieler. Baindl und Höller haben letzte Saison gut funktioniert, sie spielen mit Kevin Slezak. Mitchell und Bilek sind zusammen, Daxlberger und Litesov, Henriquez und Bucheli. Irgendwann werden Zick und Fröhlich dazustoßen und dann muss ich schauen, was bis zu diesem Zeitpunkt funktioniert hat und was wir ändern müssen.

Sie haben auch junge Spieler im Training mit dabei. Welchen Eindruck machen diese?

Die machen alle einen guten Eindruck und ziehen mit. Klar ist es ein anderes Niveau, als sie es bislang in der DNL gewohnt sind. Co-Trainer Derek Mayer arbeitet nach dem Training mit ihnen an Kleinigkeiten, dass sie sich so schnell wie möglich an die Oberliga gewöhnen. Ich will, dass sie sich weiterentwickeln und irgendwann Stammspieler bei uns sein können. Sie werden in den nächsten Wochen alle eine Chance in der Vorbereitung kriegen und dann werden wir schauen, was sie daraus machen.

Wie sind die Aufgaben zwischen Ihnen und Derek Mayer verteilt?

Ergänzen sich hervorragend: Trainer John Sicinski und sein Co-Trainer Derek Mayer (rechts).

Derek ist für die Verteidiger zuständig und wird das Unterzahlspiel übernehmen. Wir sind ständig im Austausch, die Zusammenarbeit zwischen uns funktioniert wirklich gut, obwohl wir uns jetzt erst so richtig kennenlernen.

Die beiden Kontingentspieler sind zusammen in einer Reihe. Passen der Kanadier Josh Mitchell und der Tscheche Vitezslav Bilek vom Spielstil her zusammen?

Ich glaube schon, aber das werden auch die Spiele zeigen. Mitchell ist mehr der Vorbereiter und Bilek der Vollstrecker, das könnte schon gut funktionieren. Ausländer müssen zu den Top-Spielern gehören, das ist klar. Und das haben sie auch schon bewiesen, Mitchell im N orden und Bilek hier. Ich gehe davon aus, dass sie zwei unserer stärksten Spieler sind.

Mit Marinus Reiter wurde die Verteidigung zuletzt komplettiert. Suchen Sie noch im Sturm nach Alternativen?

Nein. Der Kader ist zur Zeit komplett. Wir haben mit Sebastian Stanik, Kilian Steinmann und Florian Maierhofer drei DNL-Spieler, die oft bei uns mittrainieren – und damit haben wir 16 Stürmer zur Auswahl. Es besteht zur Zeit kein Bedarf, der Kader ist breit genug. Ich glaube auch, dass wir genug Qualität haben.

Michael Baindl war in der vergangenen Saison Kapitän. Wird er das Amt weiter haben?

Er wird weiter Kapitän sein. Ich kenne ihn schon lange, habe auch schon mit ihm zusammengespielt. Er ist vorbildlich auf dem Eis, macht die Kleinigkeiten, die ein Führungsspieler machen muss, blockt Schüsse und gewinnt wichtige Billys. Wenn er was sagt, dann hören ihm die Jungs zu.

Wer sind seine Assistenten?

Das wird sich in den Vorbereitungsspielen zeigen. In der letzten Saison waren das Bucheli und Daxlberger und ich sehe eigentlich keinen Grund, das zu ändern. Aber wird haben das noch nicht festgelegt.

Wie werden Sie an der Bande agieren – stoisch ruhig oder impulsiv?

Ich bin eher ein ruhiger Typ. Ich will das Spiel genau beobachten und mir meine Notizen für die Drittelpausen machen. Ich bin keiner, der die Spieler niedermacht, ich glaube, das bringt die nicht weiter. Ein Trainer, der ruhig ist, bringt auch Ruhe in die Mannschaft. Und das brauchen wir auch, denn ich will keine Hektik auf dem Eis sehen. Interview: Neumeier/Ziegler

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