Starbulls-Coach John Sicinski: „Wir sind überzeugt von der Qualität unseres Kaders“

Starbulls-Coach John Sicinski während einer  der ersten Trainingseinheiten nach der Corona-Pause
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Starbulls-Coach John Sicinski während einer der ersten Trainingseinheiten nach der Corona-Pause
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Rosenheim - „So eine lange Zeit ohne Eishockey habe ich noch nicht erlebt und deshalb bin ich sehr froh, dass es endlich wieder losgeht“, sagt John Sicinski, Trainer des Eishockey-Oberligisten Starbulls Rosenheim im Gespräch mit der OVB-Sportredaktion.

Herr Sicinski, wie geht man als Trainer mit dieser außergewöhnlichen Situation um, wie beeinflusst Corona den Coach in seiner Arbeit?

John Sicinski: Ich konzentriere mich auf meinen Job. Corona ist für mich zweitrangig, wobei wir uns natürlich alle an die vorgegebenen Hygine-Vorschriften halten. Der Arbeitsaufwand war größer, was die Planung vor dem Trainingsstart betrifft. Jetzt auf dem Eis haben wir unseren Rhythmus, jeder zieht mit und es läuft bis jetzt sehr gut.

Wie sind die ersten Eindrücke von den neuen Spieler und den Akteuren aus dem eigenen Nachwuchs?

Starbulls-Coach John Sicinski: „Ich glaube es ist kein Geheimnis, dass wir uns immer auf dem Markt umschauen.“

Sicinski: Die ersten Eindrücke sind sehr gut. Jeder hat im Sommer fleißig trainiert, die Tests sind alle sehr positiv verlaufen. Unsere Nachwuchsspieler haben den Vorteil, dass die schon seit 1. September mit der U 20 Mannschaft mittrainieren und auch spielen und so natürlich einen Vorsprung haben. Das tut ihnen sehr gut. Unsere neuen Spieler machen auch einen sehr guten Eindruck. Wir sind zwar erst seit Mittwoch letzter Woche auf dem Eis, aber das Tempo ist hoch und die Scheibe läuft gut.

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Besteht die Möglichkeit, so wie zum Beispiel Kaufbeuren Spieler von einem DEL-Team zu verpflichten? Sind Sie noch auf der Suche nach neuen Spielern?

Sicinski: Ich glaube es ist kein Geheimnis, dass wir uns immer auf dem Markt umschauen. Uns werden auch immer wieder Spieler angeboten, aber es ist auch eine Frage des Geldes. Wir sind zufrieden mit dem Kader, der uns zur Verfügung steht und wir sehen auch keinen Bedarf etwas zu machen. Aber würde uns der Vorstand grünes Licht geben, würden wir natürlich zugreifen. Allerdings habe ich schon im Sommer gesagt, dass wir mit dieser Mannschaft in Ruhe die Saison beginnen. Wir sind überzeugt von der Qualität unseres Kaders.

Überzeugt auch von den beiden Kontingentspielern Curtis Leinweber und Kyle Gibbons? Was dürfen sich die Fans von den beiden erwarten?

Sicinski: Die beiden sind auf alle Fälle ein eingespieltes Team. Jetzt gilt es den richtigen Sturmpartner zu finden. Aktuell spielt Dominik Daxlberger mit den beiden zusammen, der gerade am Ende der letzten Saison zusammen mit Mitchell und Smith sehr gut funktioniert hat. Daxlberger hat bewiesen, dass er die Topleute gut ergänzen kann.

Dominik Daxlberger im Training: Ihm traut Trainer John Sicinski die Rolle neben den beiden Kontingentspielern zu.

Und solche Topspieler sind Gibbons und Leinweber.

Sicinski: Natürlich. Sie sind entscheidende Spieler bei uns und sie werden die wichtigen Tore schießen. Wir haben aber nicht nur die Zwei, sondern wir sind vor allen Dingen in der Breite gut aufgestellt, sodass nicht alleine auf den beiden Kontingentspielern die ganze Last liegt. Aber natürlich: Curtis und Kyle sind da, um uns weiter zu bringen und um Spiele zu gewinnen, aber sie sind es gewohnt mit dieser Situation umzugehen.

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Im Training scheint es so, als sind beide Spieler schon voll integriert.

Sicinski: Sie wurden sehr gut aufgenommen und vor allen Dingen Curtis Leinweber ist in jeder Mannschaft ein sehr beliebter Spieler. Obwohl er nur vier Jahre in Deutschland ist, kann er ziemlich gut Deutsch sprechen und er ist immer für einen Spaß zu haben. Ich glaube das funktioniert sehr gut mit den Beiden.

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Verteidiger Dennis Schütt ist auch voll dabei. Er ist ja quasi ein Neuzugang für die Starbulls Rosenheim. Wie geht es ihm nach seiner Verletzung?

Sicinski: Dennis macht seit Anfang September konsequent sein Training mit unseren Physios in Bad Endorf. Er hat wirklich gute Fortschritte gemacht und er hinterließ bisher einen sehr guten Eindruck auf dem Eis. Er macht alles mit, auch mit Körperkontakt, aber unsere Physios haben einen Plan und der Plan ist, dass Schütt eben erst Ende des Monats spielt.

Aufmerksame Zuhörer: Die Spieler der Starbulls Rosenheim während einer Ansage von Trainer John Sicinski.

Also ist er bei den ersten Testspielen nicht dabei. Was erwarten Sie von den Spielen gegen Peiting?

Sicinski: In den Vorbereitungsspielen, egal wie der Gegner heißt, ist für mich wichtig zu sehen was die Spieler aus den Trainingseinheiten mitgenommen haben. Wie sie das umsetzen können und vor allen Dingen was wir korrigieren müssen.

Was wünschen Sie sich für die nächsten Wochen und Monate?

Sicinski: Ich wünsche mir einfach, dass die Liga startet wie geplant und so wenig wie möglich Corona-Fälle bei den Mannschaften auftreten, damit es kein Chaos im Spielplan gibt. Für uns wünsche ich mir dass die Spieler sich wie bisher an die Hygieneregeln halten und vor allem, dass unsere Fans wieder ins Stadion dürfen.

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