Starbulls-Coach John Sicinski nach dem 3:2-Sieg gegen Weiden: „Knapp an einer Blamage vorbei“

Wie magisch zog die Fanghand von Weidens Keeper Jonas Neffin die Schüsse der Rosenheimer Stürmer an. Ziegler

Es war ein Eishockeyspiel am Sonntagabend im Rosenheimer Rofa-Rofa-Stadion in dem es für beide Mannschaften um nichts mehr ging. Und um es vorwegzunehmen: So lief die Partie zwischen den Starbulls Rosenheim und den Blue Devils Weiden auch über weite Strecken.

Rosenheim– Es war ein Eishockeyspiel der Starbulls am Sonntagabend wie ein Abziehbild für viele Begegnungen der Rosenheimer in der Meisterrunde: Chancen zum „Saufuadan“, um es einmal auf gut bayerisch auszudrücken, die alle vergeben wurden und ein Gegner, der aus seinen wenigen Möglichkeiten das Optimum rausholte und plötzlich nach dem zweiten Drittel mit 2:1 führte.

Fans bewiesen ein feines Gespür

Die 1926 (!) Fans im Rosenheimer Eisstadion (da wurden viele mitgezählt, die nur am Stadion vorbeifuhren) bewiesen ein feines Gespür, feierten lieber sich selbst, als die eigene Mannschaft auszupfeifen.

Auch wenn das Spiel keine bis wenig Aussagekraft hatte – eins steht fest: Mit dieser Chancenverwertung ist im Play-off-Achtelfinale gegen die Hannover Indians Schluss. Natürlich war Weidens 19-jähriger Keeper Jonas Neffin der mit Abstand beste Spieler auf dem Eis, aber die Rosenheimer schafften es auch immer wieder gezielt in die Fanghand von Neffin zu treffen. 17:3 Torschüsse waren es allein im ersten Drittel nach dem es – statt 1:0 durch einen Treffer von Litesov – mindestens 5:0 hätte stehen müssen.

„Das erste Drittel war noch in Ordnung, danach sind wir knapp an einer Blamage vorbeigerauscht“, erklärte Starbulls-Coach John Sicinski, der zugab, dass auch Schiedsrichter Patrick Altmann mitgeholfen hat Weiden doch noch zu besiegen.

„Das Video sieht man auf You Tube“

Der gesundheitlich angeschlagene Gäste-Trainer Ken Latta sprach von einer schlechten schauspielerischen Leistung des Unparteiischen. „Das Video wird sicher auf You Tube zu sehen sein und das Internet vergisst nichts. Vielleicht hat es sich diese Person verdient.“ Nicht nur dass Rosenheim keine einzige Strafzeit erhielt und die Weidener 53 Strafminuten kassierten – Schiedsrichter Altmann vermutete in der 55. Minute einen tätlichen Angriff von Weidens Spieler Heinisch gegen sich. Plötzlich lag der Hauptschiedsrichter am Boden und schickte Heinsich mit einer Matchstrafe (fünf plus 20 Minuten) vom Eis. Danach musste auch Ken Latta die Bank verlassen. Rosenheim erzielte durch Kapitän Michael Baindl, oder war es eventuell doch Daniel Bucheli, in doppelter Überzahl den 3:2-Siegtreffer, nachdem Michael Baindl zwei Minuten vorher ebenfalls in Überzahl der 2:2-Ausgleich gelang.

Sicinski: „Jetzt geht es wieder bei Null los“

„Ab jetzt zählt nur noch die Vorbereitung auf das Freitag-Spiel bei den Hannover Indians. Jetzt geht es bei Null los und wir können das gutmachen, was wir in den letzten zwei Wochen verbockt haben“, sagte John Sicinski abschließend in der Pressekonferenz.

Spielstatistik

Starbulls Rosenheim – Blue Devils Weiden 3:2 (1:0 , 0:2 , 2:0). Starbulls: Tor Endres (Mechel). Abwehr: Vollmayer, Bergmann; Draxinger, Krumpe; Linden, Reiter.

Sturm: Smith, Daxlberger, Mitchell; Wellhausen, Bucheli, Litesov; Fröhlich, Baindl, Zick; Heidenreich.

Tore: 1:0 (15.) Litesov (Bucheli, Krumpe), 1:1 (27.) Bitpmsky, 1:2 (39.) Heinisch (Rubes), 2:2 (Baindl (Mitchell, Draxinger - PP1), 3:2 (55.) Baindl (Fröhlich, Vollmayer – PP2).

Zuschauer: 1926 – Schiedsrichter: Altmann. Strafzeiten: Rosenheim 0, Weiden 8 plus fünf plus 20 für Heinisch plus 20 für Trainer Ken Latta.

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