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SCHIESSSPORT

Sportschütze Neumaier mit „ruhigem Zwischenjahr“

Das Jahr zwischen Olympia 2016 und Weltmeisterschaft 2018verlief für Josef Neumaier „etwas ruhiger“. Den Blick aber richtet der Behinderten-Sportschütze bereits auf die WM in Südkorea im nächsten Jahr.  sgr
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Das Jahr zwischen Olympia 2016 und Weltmeisterschaft 2018verlief für Josef Neumaier „etwas ruhiger“. Den Blick aber richtet der Behinderten-Sportschütze bereits auf die WM in Südkorea im nächsten Jahr. sgr

Altötting. – Einsatz im Deutschen Behinderten-Sportverband (DBSV) bei Weltcups in Polen und in Kroatien, Teilnahme an zwei deutschen Meisterschaften, Rundenwettkampf-Schießen mit seiner Mannschaft „Huberwirtschützen Oberholzhausen“ in der Bezirksoberliga, regelmäßiges Training mit Luftgewehr und Kleinkaliber und das alles nebenbei zur Arbeit als Sparkassen-Betriebswirt – für Josef „Sepp“ Neumaier geht dennoch „ein eher ruhiges Jahr“ zu Ende.

Einige Aktivitäten galten dabei bereits seinem nächsten großen Ziel: Der Weltmeisterschaft 2018 in Südkorea.

„Ein bisserl zurückgesteckt“ habe er nach der Olympiade im Vorjahr, sich „ein wenig neu sortiert in diesem Zwischenjahr“, umreißt der Behinderten Sportschütze aus dem Altöttinger Ortsteil Raitenhart das Jahr 2017 aus sportlicher Sicht. Weniger wurde auch seine langjährige Aufgabe als Mannschaftsführer und Betreuer des Bundesligateams der „Schützengilde“ Waldkraiburg – sie endete zwangsläufig. Mitglied im Verein ist der dennoch. Neumaier‘s Blick geht aber schon wieder voraus: Anfang Mai 2018 findet die WM in Südkorea statt und da möchte er wieder gerne am Start sein. Einen „kleinen Schritt“ dazu tat er heuer bei zwei internationalen Wettkämpfen. Bei einem als „Grand Prix“ bezeichneten Luftgewehr-Weltcup in Polen belegte er bei starker internationaler Konkurrenz den siebten Rang. Noch weiter vorne lag der 59-jährige Sportschütze im Herbst in Kroatien: Dort holte er sich – ebenfalls bei einem Weltcupeinsatz – aber diesmal mit dem Kleinkaliber im Dreistellungskampf, mit dem dritten Platz die Bronzemedaille.

Die beiden Wettkämpfe galten zwar noch nicht als Ausscheidung für die WM, die guten Leistungen festigten aber seinen Kaderplatz im Team des Verbandes. Den muss sich auch der vierfache Weltmeister immer wieder aufs Neue sichern. Er ist Voraussetzung für eine spätere Qualifikation. Mit letzterem wird es ab Januar Ernst, wenn es in diversen Wettbewerben bis in den März hinein um WM-Tickets geht. Im thüringischen Leistungszentrum bei Suhl, wo vor vier Jahren die Welt-Titelkämpfe stattfanden und der Wallfahrtstädter damals drei Team-Medaillen gewann, fällt die endgültige Entscheidung. Dass Sepp Neumaier die dabei geforderten, „anspruchsvollen Normen“, wie er sie nennt, wieder erfüllen und zum siebten Mal bei einer WM dabei sein kann, dafür werde er „alles tun.“

Recht erfolgreich war der Sportschütze auch bei zwei Deutschen Meisterschaften: Bei den nationalen Meisterschaften für Akteure mit Handicap gewann er den DM-Titel im Kleinkaliber-Dreistellungskampf (3x40 Schuss) mit sehr guten 1149 Ringen und wurde Dritter im KK-Liegendanschlag. Auch in der allgemeinen Klasse holte er sich einen Sieg und zwar bei den Senioren mit dem Luftgewehr, wo er stattliche 391 Ringe erzielte. Über einen Coup auf der Altöttinger Gau-Ebene freut sich der Rollstuhl-Sportler besonders, nämlich den Titel eines Gaukönigs. Das wäre weiter nicht außergewöhnlich, wenn er das siegbringende „Blattl“ (168-Teiler) mit dem Luftgewehr erzielt hätte. Aber es gelang ihm mit der Luftpistole, womit er den „Spezialisten“ die „etwas Schau gestohlen hat“, wie er verschmitzt diesen für ihn erstmaligen, überraschenden Titel umschreibt.

Auch für einen Olympiasieger und Vierfach-Weltmeister ist nicht nur ständiges Training von Körper und Geist Voraussetzung für weitere Erfolge, sondern speziell auch die Wettkampfatmosphäre.

„Die holte ich mir regel mäßig bei den anspruchsvollen Luftgewehr-Rundenwettkämpfen in der Bezirksoberliga“, so Neumaier. In diese zweithöchste oberbayerischen Klasse ist er mit seinen „Huberwirtschützen“ im Frühjahr aufgestiegen. Dort belegt er mit seinen Sportkameraden in der Tabelle derzeit einen Mittelplatz unter sechs Vereinen. Derzeit ist „Halbzeit“ in der zehn Wettkämpfe umfassenden LG-Saison. sgr

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