STARBULLS MIT STARKER LEISTUNG

Spitzenreiter Selb ohne Punkte nach Hause geschickt: Auch das zweite Heimspiel gewonnen

Der wichtige 1:1-Ausgleich kurz vor Ende des ersten Drittels durch Curtis Leinweber (links), der den Puck aus kurzer Distanz über die Linie beförderte.
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Der wichtige 1:1-Ausgleich kurz vor Ende des ersten Drittels durch Curtis Leinweber (links), der den Puck aus kurzer Distanz über die Linie beförderte.
  • Thomas Neumeier
    vonThomas Neumeier
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In Selb mussten sich die Starbulls Rosenheim erst kürzlich geschlagen geben, in den Heimspielen gegen die Oberfranken gehen die Punkte aber in dieser Saison stets aufs Rosenheimer Konto.

Rosenheim– Nachdem die Starbulls den Spitzenreiter der Eishockey-Oberliga Süd schon im Dezember mit 2:1 bezwangen, folgte nun ein 3:1-Erfolg gegen Selb für die Mannschaft von Trainer John Sicinski – und das auch völlig verdient.

Das bestätigte auch Gäste-Trainer Herbert Hohenberger: „Es war ein gutes Eishockeyspiel, das Rosenheim verdient gewonnen hat.“ Der ehemalige österreichische Nationalspieler war vor allem mit der Anfangsphase seiner Mannschaft nicht zufrieden. „Wir haben die ersten zehn Minuten komplett verschlafen.“ Die Starbulls legten los wie die Feuerwehr und nahmen von Beginn an das Gäste-Tor unter Beschuss. Schüsse von Dominik Kolb, Curtis Leinweber, Florian Krumpe, Maxi Vollmayer, Tobias Meier und Simon Heidenreich meisterte meisterte Selbs Klasse-Tormann Florian Mnich, ein Pass von Alex Höller auf den freistehenden Enrico Henriquez kam nicht an.

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Paradox, dass dennoch die Gäste in Führung gingen

Paradox, dass dennoch die Gäste in Führung gingen. „Das kam aus dem Nichts heraus“, meinte auch Hohenberger. Und es kam bei Rosenheimer Überzahl, die für das eigene Tor gefährlicher war als für das gegnerische. Selb konterte klassisch, Nick Miglio verwertete den Querpass von Lanny Gare. Starbulls-Coach John Sicinski meinte nicht nur diese Szene, als davon sprach, „dass wir viel zu offen waren“. Der Rosenheimer Trainer hatte da noch einige ähnliche Situationen, als die Selber mit zwei Mann gegen einen Verteidiger aufs Rosenheimer Tor zuliefen, auf dem Zettel. Der Offensivdrang der Starbulls hielt allerdings an und wurde in der letzten Minute des ersten Drittels belohnt: Dominik Kolb nagelte den Puck an die Querlatte, den Abpraller verwandelte Leinweber, der zuvor Tormann Mnich noch die Sicht verdeckt hatte. „Gottseidank haben wir das Tor noch vor der Pause gemacht“, atmete Sicinski durch.

Goalie Andi Mechel und seine Vorderleute mussten Kopf und Kragen riskieren

Im zweiten Abschnitt mussten Goalie Andi Mechel und seine Vorderleute gleich mehrmals Kopf und Kragen riskieren, ehe die Hausherren wieder den Vorwärtsgang einlegten und sich die Führung verdienten. Meier und Vollmayer zielten vorbei, Kevin Slezak scheiterte an der Fußabwehr des gelenkigen Mnich. Und dann nutzten die Rosenheimer bei einem Vorstoß Freiräume, Dominik Daxlberger bediente Heidenreich, nach dessen Direktabnahme ging der Puck an Mnichs Kufen, von dort an den Innenpfosten und fand letztlich doch den Weg über die Linie – 2:1! Das intensive Spiel nahm nun noch einmal Fahrt auf, weil Selb besser ins Spiel kam. Baindl traf den Pfosten, danach wehrte sich Rosenheim mit zwei Mann weniger gegen das starke Selber Powerplay. „Wenn du so etwas überstehst, dann baut dich das auf und gibt dir positive Energie“, versetzte sich Hohenberger in die Lage der Starbulls. Und wie sich die aufbauten: Baindl sah den mitgelaufenen Vollmayer, der nahm Maß und erhöhte auf 3:1. „Er kommt immer besser in Fahrt“, lobte Sicinski seinen treffsicheren Verteidiger.

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Mit zwei Toren Vorsprung ins letzte Drittel

Mit zwei Toren Vorsprung ging es in den letzten Abschnitt und man wartete auf die Selber Offensive. Die kam zwar, aber irgendwie auch nicht. Mechels Einsatz war notwendig, als Carl Zimmermann abzog und Rosenheims Goalie das Anschlusstor vereitelte. Aber die Starbulls schafften es, das Spiel zumeist vom eigenen Tor wegzuhalten, weshalb es auch bei dem einen Gegentreffer blieb. „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, befand Coach Sicinski hinterher.

Spielstatistik:Starbulls Rosenheim – Selber Wölfe 3:1 (1:1, 2:0, 0:0). Starbulls: Mechel (Stettmer) – Kolb, Schütt; Vollmayer, Krumpe; Gottwald, Draxinger; Biberger – Slezak, Leinweber, Gibbons; Henriquez Morales, Baindl, Höller; Daxlberger, Heidenreich, Meier; Steinmann, Stanik, Maierhofer.

Tore: 0:1 (5.) Miglio/Gare, Linden – SH1, 1:1 (20.) Leinweber/Kolb, Schütt, 2:1 (31.) Heidenreich/Daxlberger, Meier, 3:1 (40.) Vollmayer/Baindl, Krumpe; Schiedsrichter: Feistl und Gossmann; Strafminuten: Rosenheim 10, Selb 4.

Starbulls-Torhüter Andreas Mechel behielt auch in Bedrängnis die Übersicht und war ein Garant des Rosenheimer Sieges. Links Selbs Neuzugang Feodor Boiarchinov.
Im letzten Moment rettete der Ex-Rosenheimer Felix Linden gegen Enrico Henriquez, der einen Querpass spielen wollte. Hans-Jürgen Ziegler

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