Die Spiele der Wahrheit: Können die Mühldorfer Volleyballer die Tabellenführung verteidigen?

Hauke Ferch(im Angriff) hatte am vergangenen Sonntag jede Menge Spielzeit erhalten – und er hat Trainer Michi Mayer nicht enttäuscht, sich als Alternative auf der Außenannahmeposition empfohlen. Enzinger

Volleyball-Spitzenspiel in Mühldorf: Tabellenzweiter aus Friedberg gastiert am Sonntag um 16 Uhr beim bislang ungeschlagenen Spitzenreiter TSV Mühldorf. Charles Kahn kann nach Verletzungspause wieder am Training teilnehmen.

Mühldorf – Die Volleyballer des TSV Mühldorf sind heiß, heiß auf das Spitzenspiel am kommenden Sonntag. Dann nämlich treffen die Tabellenführer der 3. Liga aus Mühldorf auf den Verfolger auf Platz zwei, den TSV Friedberg: „Wir rechnen mit einem vollen Haus, brauchen aber auch die volle Unterstützung des Publikums, um unseren Heimnimbus zu wahren“, freut sich Abteilungsleiter Stefan Bartsch auf eine volle Halle zum Spitzenspiel.

„Wir haben sehr gut trainiert, Dienstag, Mittwoch und Freitag – wir sind saugut drauf und wollen natürlich die Tabellenführung verteidigen“, strotzt auch Mühldorfs Trainer Michi Mayer vor Selbstvertrauen. Selbstvertrauen, die natürlich daher rührt, dass die Mühldorfer bislang alles gewonnen haben, was es zu gewinnen gibt.

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Mayer weiß aber auch, dass die ganz harten Nüsse erst kommen: Am Sonntag mit dem Zweiten aus Friedberg (16 Uhr/Mittelschulturnhalle) und in zwei Wochen dann mit dem Drittplatzierten TSV Eiblstadt (16. November/Auswärtsspiel) – beide Mannschaften haben erst ein Spiel in dieser Saison verloren.

Wenn Mayer über Friedberg spricht, dann mit einer Portion Ehrfurcht: „Die Geschwister Hurler, Zuspieler Michael und Libero Christian, sind eine Klasse für sich. Dazu ein starker Diagonalspieler und sehr gute Außenangreifer!“

Ehrfurcht, die Mayer dann aber sogleich relativiert: „Aber das alles haben wir auch!“ Er könne ganz entspannt auf den Spieltag blicken, weil er nach den vergangenen Spieltagen weiß, dass er sich auch auf die vermeintlichen Ersatzkräfte voll verlassen kann.

Mayer kann auf den ganzen Kader zurückgreifen

„Hauke Ferch hat sehr gut trainiert. Die beiden Sätze, in denen er gegen Jena gespielt hat, haben wir gewonnen.“ Nico Philipeit habe sich ebenso empfohlen und auch Charles Kahn, der einige Wochen verletzt war, trainiert bereits wieder mit.

Hinter vorgehaltener Hand wird natürlich die Siegesserie der Mühldorfer diskutiert. Platz eines, und das als Aufsteiger: Klar, dass sich auch Mayer irgendwann mal mit der Frage konfrontieren lassen muss, wie die Aufstiegsambitionen aussehen. „Die nächsten beiden Spiele werden eine Standortbestimmung sein. Sollten wir beide gewinnen, könnten wir uns natürlich schon ein bisschen absetzen. Ich denke aber erst einmal von Spiel zu Spiel!“

Zwei Spiele noch zur Standortbestimmung

Auch sein Abteilungsleiter Stefan Bartsch drückt noch auf die Euphoriebremse: „In der Hinrunde war es so, dass die Spitzenteams die langen Fahrten nach Mühldorf auf sich nehmen mussten. In der Rückrunde müssen wir uns dann ins Auto setzen, um die Spielorte in bis zu 400 Kilometer Entfernung zu erreichen.“ Das sei nicht zu unterschätzen, so Bartsch. Er legt seinen Fokus erst einmal auf den Sonntagsgegner Friedberg. Und erinnert daran, dass die Mühldorfer in dieser Saison ja schon einmal das Vergnügen mit Friedberg hatten. Beim Sport-Namka-Cup in Dachau waren es die Mühldorfer, die dominierten und Friedberg mit 3:1 geschlagen haben. So ein Ergebnis wünscht sich Mayer auch am Sonntag. „Die Stärke haben wir. Und sollte der TSV Friedberg tatsächlich noch besser sein – dann herzlichen Glückwunsch!“ je

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