Ein Spiel, das Erinnerungen weckt

Michael Neumeierhat gute Erinnerungen an Garching. Ziegler

Rosenheim – Er verfügt über physische Werte, nach denen im modernen Fußball dieser Tage gescoutet wird – der 24-jährige Außenbahnspieler des TSV 1860 Rosenheim, Michael Neumeier, ist mitunter einer der schnellsten und explosivsten Spieler der Regionalliga Bayern.

Wohl auch deshalb führte sein Weg von der Kreisklasse bei der DJK Griesstätt über die Landesliga beim Sportbund Rosenheim zum Regionalligisten aus der Innstadt.

Am Wochenende kommt der VfR Garching nach Rosenheim. Werden da Erinnerungen wach?

Und wie. Vor etwas mehr als einem Jahr war es mein erstes Spiel in der Regionalliga – und gleich mein erstes Tor. Am Ende konnten wir durch einen Last-Minute-Treffer von Georg Lenz das Spiel nach zweimaligem Rückstand noch für uns entscheiden.

Wie werden Sie als Mannschaft dieses Spiel angehen müssen, um auch künftig ähnlich positive Ergebnisse mit Garching verbinden zu können?

Das Spiel gegen Garching wird auch aufgrund der Tabellensituation ein Spiel auf Augenhöhe sein. Wir wollen in dieser für uns wichtigen Partie alles geben, um drei Punkte einzufahren. Selbstverständlich haben wir den VfR gut und detailliert analysiert und uns einen Matchplan zurechtgelegt. Viel wichtiger ist jedoch derzeit, dass wir auf unser eigenes Spiel schauen. Wir müssen unnötige Fehler vermeiden, ein paar Defizite abstellen und selbstbewusst sowie mutig unser Spiel nach vorne durchziehen. Das stand auch in den letzten Trainingswochen wieder im vollen Fokus.

Vor wenigen Wochen wurde die Kooperation zwischen dem Sportbund und dem TSV 1860 Rosenheim vollzogen. Für Sie, der auf beiden Seiten gestanden hat, eine spannende Situation.

Ich hatte zwei sensationell schöne Jahre beim sehr familiär geführten SBR, habe noch immer super Kontakt und bin nach wie vor noch sehr gerne als Zuschauer bei den Spielen. Aber auch aus sportlicher Sicht macht diese Kooperation für beide Seiten Sinn und ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Vielleicht kann sich aus diesem Kooperationsgedanken in den nächsten Jahren ja noch etwas mehr für die Fußballregion Rosenheim entwickeln.

In den nächsten Wochen warten auf Sie und das Team mit Garching, Aubstadt und Memmingen wichtige Begegnungen – sind das die „Wochen der Wahrheit“?

Ich denke, wir tun gut daran, immer nur von Spiel zu Spiel zu denken. Jedes einzelne Spiel müssen wir erst einmal spielen, dann beurteilen und uns dann weiterentwickeln. Dann kommt erst das nächste Spiel. Fakt ist jedoch auch, dass wir bis zur Winterpause alles raushauen müssen, um ein paar Punkte zu hamstern. Ich persönlich gehe in jede Partie mit dem Gedanken, zu gewinnen. Interview: Pointvogel

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