Sensation beim Sparkassenpokal: Titelverteidiger und Topfavorit 1860 Rosenheim ist raus

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Parade von Westerndorfs Keeper Simon Rott im Spiel gegen Endorf.

Paukenschlag in der Zwischenrunde im Sparkassenpokal: Der Titelverteidiger und Topfavorit TSV 1860 Rosenheim ist sieglos ausgeschieden.

Von Franz Ruprecht

Rosenheim – Die Sensation beim Sparkassenpokal im Hallenfußball: Der Regionalligist und Titelverteidger 1860 Rosenheim ist ausgeschieden: Damit steht fest, im Finalturnier am Freitag, 10. Januar wird ein neuer Hallen-Champion gekürt.

Entscheidendes Tor fünf Sekunden vor Spielende

Fünf Sekunden vor Spielende mit dem Gegentreffer zum entscheidenden 1:2 nahm das Unheil seinen Lauf. Eine weitere Niederlage in der Gruppenphase folgte und der Titelverteidiger und Topfavorit TSV 1860 Rosenheim ist sang und klanglos ohne Punktgewinn bereits in der Zwischenrunde um den Sparkassenpokal ausgeschieden. Das Finalturnier am kommenden Freitag, 10. Januar verspricht Spannung pur. Sicher ist eines, es gibt einen neuen Titelträger und der wird zwischen dem SV Ostermünchen, TuS Bad Aibling, BiH Rosenheim, TuS Prien, TSV Emmering und TSV Bad Endorf ermittelt.

Fotostrecke von der Sparkassenpokal-Zwischenrunde

Paukenschlag in der Vormittagsgruppe

Paukenschlag in der Zwischenrunde 1 am Vormittag, der Regionalligist, Seriensieger und Topfavorit TSV 1860 Rosenheim strauchelte mit 1:2 am SV Ostermünchen, bei dem Daniel Weigl fünf Sekunden vor Schluss zum Matchwinner für das Team von Harald „Burle“ Melnik avancierte. Die Sechziger mit einer jungen Truppe, aber durchaus regionalligaerfahrenen Spielern angetreten, taten sich gegen die abgezockten Ostermünchner schwer und mussten spät das Gegentor schlucken. Noch schlimmer erging es ihnen gegen den TSV Rimsting (A-Klasse 2 – sechs Klassen niedriger), als sie nur ins eigene Tor trafen und mit 0:1 die Segel streichen mussten.

Ostermünchen und Bad Aibling setzten sich durch

In dieser Sechsergruppe, unterteilt in zwei Dreiergruppen, qualifizierten sich vorerst vier Teams für die Überkreuz Paarungen, die beiden Letzten schieden aus, dies waren hier der ESV Rosenheim und der SV Schechen. In den Überkreuz Paarungen setzten sich schlussendlich der SV Ostermünchen und der TuS Bad Aibling durch.

Ergebnisse der Gruppenspiele: SV Ostermünchen – TSV 1860 Rosenheim 2:1, ESV Rosenheim – TuS Bad Aibling 2:3, TSV Rimsting – SV Ostermünchen 1:5, SV Schechen – ESV Rosenheim 3:2, TSV 1860 Rosenheim – TSV Rimsting 0:1, TuS Bad Aibling – SV Schechen 3:1.

Ergebnisse der Überkreuz Paarungen: SV Ostermünchen – SV Schechen 4:1, TuS Bad Aibling – TSV Rimsting 2:1, TSV Rimsting – SV Schechen 1:3, SV Ostermünchen – TuS Bad Aibling 2:0.

Zum besten Torhüter wurde Hannes Schenk, zum besten Spieler Matthias Huber (beide SV Ostermünchen) gewählt, die meisten Tore erzielte Marco Wegert (TuS Bad Aibling).

Alle drei Teams landeten jeweils einen Sieg

Ausgeglichener hätte die Untergruppe A in der Zwischenrunde 2 nicht laufen können. Der TuS Prien, der TSV Breitbrunn und der SV Pang landeten jeweils einen Sieg, wiesen drei Punkte auf und nur das Torverhältnis musste über die Platzierung entscheiden. Hier hatte dann der SV Pang das Nachsehen. In der Untergruppe B setzte sich Kreisklassen 1 Primus BiH Rosenheim mit zwei Siegen souverän durch, der TuS Traunreut wurde Zweiter und der TSV Neubeuern ging leer aus.

In den Überkreuz Paarungen machte sich dann die spielerische Reife des TuS Prien und des BiH Rosenheim bemerkbar, sie sind damit im Finale mit dabei. Die Rosenheimer Bosnier (BiH) waren bisher eine Bereicherung im Turnierverlauf und ihr Goalgetter Omer Jahic zauberte. Sie sind im Turnierverlauf bisher ungeschlagen, somit ist ihnen ist durchaus eine gute Finalrunde zuzutrauen.

Ergebnisse der Gruppenspiele: TuS Prien – TSV Breitbrunn 1:2, TuS Traunreut – BiH Rosenheim 0:3, SV Pang – TuS Prien 1:4, TSV Neubeuern – TuS Traunreut 1:2, TSV Breitbrunn – SV Pang 2:3, BiH Rosenheim – TSV Neubeuern 3:2.

Ergebnisse der Überkreuz Paarungen: TuS Prien – TuS Traunreut 3:1, BiH Rosenheim – TSV Breitbrunn 4:2, TSV Breitbrunn – TuS Traunreut 1:4, TuS Prien – BiH Rosenheim 2:2. Als bester Torwart wurde Mario Cortella (TSV Breitbrunn) und als bester Spieler Omer Jahic (BiH), der auch noch mit sieben Buden am meisten traf, ausgezeichnet.

Das I-Tüpfelchen an Spannung in der Gruppe 3

Das I-Tüpfelchen an Spannung setzten die Spiele der Nachmittagsgruppe 3, bei der die Entscheidung buchstäblich in den letzten Sekunden fiel. In der Untergruppe A musste erwartungsgemäß der SV Vogtareuth dem SV Westerndorf und dem TSV Bad Endorf den Vortritt überlassen. In der Untergruppe B startete der TSV Emmering gegen den erstmals teilnehmenden SV Anzing mit einer Niederlage, setzte aber dann zu einem Überholmanöver an, rang den TuS Raubling nieder und zog mit dem SV Anzing in die Überkreuz Paarungen ein. Raubling wiederum scheiterte gegen Anzing nicht nur an deren starken Keeper, an der Querlatte und vor allem an der mangelnden Chancenauswertung. Anzing erzielte den Ausgleich in diesem Spiel in Unterzahl und setzte wenige Sekunden vor Schluss noch den Siegtreffer drauf und war weiter im Rennen.

Freude beim Endorfer Gentian Vokrri über sein entscheidendes Tor.

Westerndorf in den Überkreuzpaarungen ausgeschieden

In den Überkreuz-Paarungen erreichte der SV Westerndorf trotz eines Sieges und drei Punkten die Endrunde nicht. Nachdem Emmering hier beide Spiele gewann, musste das allerletzte Spiel zwischen Anzing und Bad Endorf den letzten Finalteilnehmer hervorbringen. Beide gingen punktgleich (drei Punkte) das Spiel an, der SV Anzing führte 2:0, bekam in den Schlussminuten zweimal eine Strafzeit aufgebrummt und musste wenige Sekunden vor Schluss noch den bitteren Ausgleich schlucken. Das vielumjubelte 2:2 durch Gentian Vokrii hievte Bad Endorf in die Finalrunde, ihr Torverhältnis war um ein „Törchen“ besser.

Ergebnisse der Gruppenspiele: SV Vogtareuth – SV Westerndorf 0:3, TSV Emmering – SV Anzing 2:3, TSV Bad Endorf – SV Vogtareuth 3:0, TuS Raubling – TSV Emmering 0:1, SV Westerndorf – TSV Bad Endorf 0:1, SV Anzing – TuS Raubling 3:2.

Ergebnisse der Überkreuz Paarungen: TSV Bad Endorf – TSV Emmering 0:1, SV Anzing – SV Westerndorf 0:2, SV Westerndorf – TSV Emmering 1:2, TSV Bad Endorf – SV Anzing 2:2. Zum besten Torhüter wurde Taygun Yildiz und zum besten Spieler Adrian Blumberg (beide SV Anzing) gekürt.

Finalturnier am Freitag, 10. Januar

Damit steht fest, im Finalturnier am Freitag, 10. Januar wird ein neuer Hallen-Champion ausgespielt. Der Seriensieger ist entthront, sechs Endrundenteilnehmer dürfen sich nun Hoffnungen auf den begehrten Sparkassenpokal, noch dazu gibt es diesmal einen nagelneuern Wanderpokal, machen. Nachdem das Finalturnier total ausgeglichen besetzt ist, dürfte die Spannung äußerst hoch und die Gabor-Halle am kommenden Freitag rappelvoll werden. Die Teams wurden in folgende Dreiergruppen gelost: Gruppe A: TSV Emmering, BiH Rosenheim und TSV Bad Endorf, Gruppe B: SV Ostermünchen, TuS Bad Aibling und TuS Prien.

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