Über 1000 Fans und ein neuer Sieger beim Sparkassenpokal: Der Veranstaltung „alle Ehre gemacht“

Vor voll besetzter Halle mit über 1000 Zuschauernduellierten sich Bosna i Hercegovina und der TSV Emmering.
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Vor voll besetzter Halle mit über 1000 Zuschauernduellierten sich Bosna i Hercegovina und der TSV Emmering.

Rosenheim – Der Rekordsieger TSV 1860 Rosenheim fehlte erstmals seit 2009, was der Begeisterung um den Hallenfußball-Sparkassenpokal aber keinen Abbruch tat: Bei der 42.Auflage war wieder einmal das gesamte Turnier der Star.

Natürlich war auch der TuS Prien in aller Munde: Der Fußball-Kreisligist  konnte sich nach vier Sechziger-Siegen erstmals in der Vereinsgeschichte in die Siegerliste des Traditionsbewerbs "Sparkassenpokal" eintragen konnte.

Neuer Pokalgewinner mit dem TuS Prien

Jubel beim TuS Prien, eingerahmt von den Sparkassen-Vertretern Vorstandsvorsitzender Alfons Maierthaler (rechts) und Werner Wirkner (links).

„Man hatte das Gefühl, dass manche einen Dauerauftrag haben“, meinte Alfons Maierthaler, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, bei der Siegerehrung. Dieses Gefühl legte sich aber: Mit dem TuS Prien gibt es einen neuen Pokalgewinner, mit dem FC Bosna i Hercegovina Rosenheim ein Team, das erstmals in der Endrunde stand und dort auch für Aufsehen sorgte. Der Kreisklassist war übrigens der letzte verbliebene Vertreter aus der Stadt Rosenheim, während sich Regionalligist TSV 1860 und Landesligist SB/DJK bereits in der Zwischenrunde verabschiedeten. „Das mag den Etablierten zu denken geben“, so Turnierleiter Peter Holzapfel. Schließlich sei der Sparkassenpokal für die Rosenheimer Vereine eine Prestigesache. Dies beweisen auch die insgesamt mehr als 3000 Zuschauer, die an den fünf Veranstaltungstagen in die Gabor-Halle strömten – alleine beim Finalturnier waren es über 1000 Fans.

Tolle Stimmung in der Halle

„Die Stimmung in der Halle muss man hervorheben. Jeder Verein hatte da so seinen eigenen Fanblock. Ich fand‘s cool“, meinte Priens Coach Maximilian Nicu. Der Ex-Profi wusste um die Bedeutung des Turniersieges für seinen Verein: „Ich habe schon mitbekommen, dass der Sieg hier was wert ist.“

Mit diesem Treffer schoss Matthias Huber den SV Ostermünchen ins Endspiel.

Sein Team setzte sich am Finaltag mit drei Siegen und einem Remis durch, kassierte dabei in einer vollen Stunde Hallenfußball lediglich einen Gegentreffer. „Wir waren sehr konzentriert, haben nur wenige Fehler gemacht und vorne die entscheidenden Tore“, meinte Nicu. Im Finale reichte eins von Toni Stix 48 Sekunden vor Schluss zum erstmaligen Turniersieg.

Turnier hat von der Spannung gelebt

Der Siegtreffer kurz vor Schluss für FC Bosna i Hercegovina Rosenheim im Spiel gegen Emmering

„Das ist zu spät gefallen. Wir konnten uns dann keine Chance mehr auf den Ausgleich erspielen“, meinte Ostermünchens Trainer Harald Melnik, den die einzige Niederlage im gesamten Turnierverlauf ausbremste. Melnik hatte es aber dennoch „unwahrscheinlich viel Spaß gemacht“, sein Team ins Endspiel zu führen. „Das Turnier war taktisch geprägt, es hat von seiner Spannung gelebt“, befand er. Diese Spannung gab es bereits in der Gruppenphase und hörte erst mit der Schlusssirene des Endspiels auf. Dafür sorgten auch der TSV Bad Endorf und der FC Bosna i Hercegovina, die im „kleinen Finale“ das Neunmeterschießen für die Entscheidung benötigten. Am Ende sicherte sich das Kurort-Ensemble Platz drei. Das Endorfer Markenzeichen: Erfolgreiche Aufholjagden und späte Tore. „Der Ehrgeiz der Mannschaft war groß, der hat sie auf Rang drei geführt“, meinte Coach Tobias Aicher. Die Bosnier mussten sich im gesamten Turnierverlauf nur einmal geschlagen geben – im Halbfinale gegen Ostermünchen in letzter Minute. „Das war ein bisschen schade. Aber für uns ist das ein großer Erfolg, wir waren das klassenniedrigste Team“, meinte Kapitän Tamas Boros. Beim Blick auf die 1000 Zuschauer in der Halle lächelte er: „Das war super.“

Emmering wieder mit einem großen Fanblock

Einen großen Fanblock hatte einmal mehr der TSV Emmering dabei – die Spieler wurden auch trotz Rang fünf beklatscht, zumal die Emmeringer nahe am Halbfinale waren. „Wir haben einen unglücklichen Ergebnisverlauf akzeptieren müssen“, so Trainer Hans Weiß, „können aber mit unserer Leistung zufrieden sein“. Das war auch beim TuS Bad Aibling so: „Wir wollten natürlich nicht Sechster werden“, hieß es bei den Kur städtern. „Wer unter den besten sechs ist, hat eine wahnsinnige Leistung vollbracht“, meinte Maierthaler, nahm in seinem Lob aber alle mit, als er von der „mitreißenden Atmosphäre“ und der Fairness in der Halle sprach: „Sie haben der Veranstaltung alle Ehre gemacht.“ Da brauchte es dann auch keinen Rekordsieger dafür.

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