Smith gegen Greilinger 2:3 – für die Starbulls ist nur noch Rang drei möglich

Eine gute Chance für Fabian Zick, der aber an der Stockhand des Deggendorfer Torhüters scheitert. Ziegler

In der entscheidenden Saisonphase der Eishockey-Oberliga Süd ist die Heimserie der Starbulls Rosenheim gerissen. Nach zwölf Siegen hintereinander im Rofa-Stadion verließen die Mannen von Trainer John Sicinski gegen den Deggendorfer SC als Verlierer das Eis.

Rosenheim– Nachdem die Konkurrenz gepunktet hat, sind die Plätze eins und zwei für die Starbulls bereits nicht mehr erreichbar, maximal Rang drei ist vor den Play-offs für die Rosenheimer noch möglich – dazu müssen dann wohl sechs Punkte her.

Gegen Deggendorf erlebte die Starbulls-Defensive einen Rückfall in Heimspiel-Steinzeiten. „So darf man sich zuhause nicht präsentieren“, schimpfte Sicinski, „fünf Gegentore sind die meisten seit Monaten“. Genau gesagt: Am 13. Oktober beim 1:5 gegen Peiting. Den Rosenheimer Trainer ärgerte vor allem das Zustandekommen der Gegentreffer: „Das war viel zu einfach, zwei Tore sind nach brutalen Fehlpässen gefallen.“ Das Fazit von Sicinski: „Wir sind selbst schuld, dass wir die drei Punkte nicht geholt haben.“

Kapitän Michael Baindl fehlte krank

Dazu gehörte auch ein schläfriges erstes Drittel, in dem die Starbulls die Gäste gewähren ließen. Ohne Kapitän Michael Baindl, der erkrankt nicht mitwirken konnte, fehlte den Hausherren eine Portion Mumm, die man in derartigen entscheidenden Spielen gegen einen Kontrahenten auf Augenhöhe auch benötigt. „Wir haben einen ganz schlechten Start erwischt und waren von der Rolle“, bekannte Sicinski. Und so mussten die Rosenheimer bereits nach 39 Sekunden einem Rückstand hinterherlaufen und kassierten dann in Unterzahl einen zweiten Gegentreffer.

Beide Deggendorfer Tore erzielte übrigens Routinier Thomas Greilinger, der das Duell der auffälligsten Angreifer gegen Rosenheims Jake Smith mit 3:2 für sich entschied. Da waren zwei Stürmer mit außergewöhnlichen Fähigkeiten aufeinandergetroffen, die ihr Können bei den Toren auch eindrucksvoll unter Beweis stellten. Rosenheims Kanadier bewies beim 1:2 Hartnäckigkeit und Handlungsschnelligkeit, als er im zweiten Versuch erfolgreich war. Beim 3:3 nutzte er Tempo, Technik und seinen überragenden Handgelenkschuss, der wuchtig und platziert einschlug. Edeltechniker Greilinger verwandelte zum 0:1 traumwandlerisch sicher, traf zum 0:2 im Powerplay mit Geduld und Übersicht und zum 3:4 mit seiner herausragenden Technik und der Abgebrühteit eines Routiniers mit über 800 DEL-Spielen.

Der Ex-Nationalspieler wurde von den beiden Kontingentspielern Curtis Leinweber und Kyle Osterberg natürlich herausragend flankiert. Die drei Angreifer markierten zwölf der 15 Deggendorfer Scorerpunkte und alleine Leinwebers Sololauf mit Rückhandabschluss zum 3:5-Zwischenstand sorgte für ein Raunen im Stadion – allerdings auch aufgrund der Rosenheimer Defensivleistung. „Was wir an Geschenke verteilen, ist nicht normal“, haderte Sicinski.

Viele vergebene Chancen im zweiten Drittel

Dabei hatte es für die Starbulls eigentlich gut ausgesehen, als Smith und Fabian Zick – traf an seinem 29. Geburtstag – im zweiten Drittel den 0:2-Rückstand egalisierten. „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt“, befand der Coach. Smith, Dominik Daxlberger und Josh Mitchell hatten dann beste Möglichkeiten, um die Hausherren in Führung zu bringen, scheiterten aber allesamt. „Da haben wir das Spiel verloren, wir hätten mit 4:2 oder 5:2 vorne liegen müssen“, machte Sicinski den Knackpunkt der Partie aus.

Weil dies aber nicht geschah, profitierten die Gäste davon und zogen im letzten Drittel weg. Vor allem, als Greilinger nur 23 Sekunden nach dem 3:3-Ausgleich für die neuerliche Deggendorfer Führung sorgte. Michael Fröhlich brachte die Hausherren kurz vor Schluss nochmals heran, zum Ausgleich reichte es dann trotz einer Drangphase nicht mehr.

Statistik

Starbulls Rosenheim – Deggendorfer SC 4:5 (0:2, 2:0, 2:3).

Starbulls: Mechel (Steinhauer) – Draxinger, Krumpe; Bergmann, Vollmayer; Linden, Reiter – Litesov, Bucheli, Zick; Smith, Daxlberger, Slezak; Mitchell, Höller, Fröhlich; Heidenreich, Wellhausen.

Tore: 0:1 (1.) Greilinger/Leinweber, Osterberg, 0:2 (15.) Greilinger/Leinweber, Osterberg – PP1, 1:2 (22.) Smith/Daxlberger, Bergmann – PP1, 2:2 (24.) Zick/Mitchell, Draxinger, 2:3 (42.) Seidl/Greilinger, Röthke, 3:3 (48.) Smith/Bergmann, Vollmayer, 3:4 (49.) Greilinger/Leinweber, Osterberg, 3:5 (52.) Leinweber/Gawlik, Osterberg, 4:5 (59.) Fröhlich/Höller, Vollmayer;

Schiedsrichter: Koch;

Strafminuten: Rosenheim 10, Deggendorf 14;

Zuschauer: 2642.

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