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Der Traunreuter wartet noch auf einen Teil seines Gehalts

„Gab ständig Streitereien“: Abenteuer FC Nitra für den Ex-Löwe Kindsvater beendet

Benjamin Kindsvater nach dem verlorenen Pokalfinale 2017 gegen Schweinfurt – sein letztes Spiel für Burghausen. Nach drei Jahren bei den Löwen und jetzt fünf Monaten beim FC Nitra sitzt der 28-Jährige derzeit auf der Wartebank.
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Benjamin Kindsvater nach dem verlorenen Pokalfinale 2017 gegen Schweinfurt – sein letztes Spiel für Burghausen. Nach drei Jahren bei den Löwen und jetzt fünf Monaten beim FC Nitra sitzt der 28-Jährige derzeit auf der Wartebank.

Ein deutscher Investor wollte mit dem slowakischen Verein FC Nitra hoch hinaus, am Ende ist das Kapitel nach nur einem halben Jahr wieder beendet. Das betrifft auch den Traunreuter Profi Benjamin Kindsvater, der jetzt vereinslos ist. Er wartet immer noch auf Teiles seine Gehalts und hofft jetzt auf eine neue Angebote.

Es war ein kurzes, aber durchaus intensives Gastspiel: Das Kapitel FC Nitra ist für Benjamin Kindsvater nach einem halben Jahr beendet, seit eineinhalb Wochen ist der 28-Jährige wieder zurück bei seiner Familie in Traunreut: „Das hat sich erledigt. Ich bin froh, dass es vorbei ist, da sind einige Sachen passiert, die mit Fußball nichts zu tun haben.“

Kindsvater wartet noch auf Teile seines Gehalts: „Es gab ständig Streitereien“

Mit Kindsvater haben auch alle anderen deutschen Spieler wie Sinan Kurt, Eroll Zejnullahu, Oliver Bias oder Ekin Celebi den slowakischen Verein verlassen, der die Abstiegsrunde auf dem letzten Platz abgeschlossen hat und wohl keine Lizenz für die 2. Liga bekommt. Investor Peter Hammer aus Franken, der den FC Nitra in den Europapokal führen wollte und auch als Sport-Vorstand fungierte, hat dem Verein schon vor einiger Zeit den Rücken gekehrt.

„Es gab ständig Streitereien zwischen den Slowaken und den Deutschen, jeder hat dem anderen die Schuld für den Misserfolg in die Schuhe geschoben. Da war ständig Zoff“, so Kindsvater, der noch auf einen Teil seines Gehalts plus Entschädigung wartet: „Das regelt jetzt alles ein slowakischer Anwalt für mich und die anderen deutschen Spieler. Der Anwalt hat Erfahrung mit solchen Dingen.“

„Wir sind da wegen Vertragsbruchs des Vereins rausgekommen“

Es wurde viel versprochen, aber wenig gehalten: So wurden unter anderem die versprochenen Mieten der Spieler nicht bezahlt und deswegen konnte Kindsvater, der eigentlich bis Juni 2022 unterschrieben hatte, den Verein wie seine deutschen Kollegen vorzeitig verlassen: „Wir sind da wegen Vertragsbruchs des Vereins rausgekommen. Das ging bis zur FIFA.“

Trotz des fehlenden Erfolges und der Reibereien betrachtet der ehemalige Burghausen die zurückliegenden Monate nicht als ein verlorenes halbes Jahr: „So etwas brauche ich nicht noch einmal, aber das Gute ist, dass ich wieder richtig fit geworden bin, ich habe 13 von 15 möglichen Spielen bestritten.“

Kindsvater hofft jetzt auf Angebote aus dem Profi-Fußball

Mittlerweile trainiert Kindsvater, der sich nach Saisonende eine Woche Pause gegönnt hat, wieder individuell und hofft jetzt darauf, dass er bald Angebote bekommt: „Ich habe mich am Dienstag mit meinem Berater in München getroffen, das hat mich optimistisch gestimmt. Ich fühle mich fit und hoffe jetzt auf ein Angebot aus Deutschland, mit Auslandserfahrungen bin ich vorerst bedient.“ Eine Rückkehr zum SV Wacker Burghausen steht derzeit nicht auf der Agenda des Außenstürmers: „Ich kann mir das schon vorstellen und würde das auch in Verbindung mit einer Ausbildung machen, aber momentan hoffe ich noch auf interessante Angebote aus dem Profi-Fußball. Allerdings weiß ich derzeit noch nicht, wohin die Reise geht.“

Einen größeren Urlaub hat Kindsvater übrigens auch nicht im Visier: „Vielleicht fahre ist mit Felix Weber ein paar Tage an den Gardasee.“ Der ehemalige Kapitän der Löwen, mit dem sich der Traunreuter während seiner drei Jahre in München angefreundet hat, steht ja beim Regionalligisten Rot-Weiß Essen unter Vertrag, dort ist der 26-jährige Innenverteidiger allerdings ebenfalls nicht glücklich geworden und musste sich in der abgelaufenen Saison meist mit der Reservistenrolle zufriedengeben.

MB

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