Skirennläuferin Nicki Hronek beendet ihre Karriere: „Von der Weltspitze weit entfernt“

Ganz nah am Tor und mit vollem Risiko:Veronique Hronek aus Unterwössen bei einem Weltcup- Riesenslalom in Aktion. dpa
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Ganz nah am Tor und mit vollem Risiko:Veronique Hronek aus Unterwössen bei einem Weltcup- Riesenslalom in Aktion. dpa

„Ich habe viel um meine Form gekämpft, irgendwann habe ich festgestellt, dass das Feuer fehlt“, meinte die siebenfache deutsche Meisterin Nicki Hronek aus Unterwössen. Jetzt hat sie ihr Karriereende bekanntgegeben.

Unterwössen – Skirennläuferin Nicki Hronek aus Unterwössen hat ihre sportliche Laufbahn beendet, das hat die 28-jährige jetzt bekannt gegeben. „Ich habe den Anschluss verloren und mich von der Weltspitze weit entfernt“, sagte Hronek zu ihren Gründen.

Siebenfache deutsche Meisterin

Bereits im Verlauf der vergangenen Saison habe sie mit dem Gedanken gespielt, nach der Saison die Bretter an die Wand zu nageln. „Ich habe viel um meine Form gekämpft, irgendwann habe ich festgestellt, dass das Feuer fehlt“, meinte die siebenfache deutsche Meisterin. Auch der Rat eines Mentaltrainers und ein Materialwechsel brachte nicht den erwünschten Erfolg. Ihren Entschluss habe sie mit vertrauten Personen in ihrem Umfeld besprochen. Die Entscheidung aufzuhören habe sie schließlich alleine gefällt. „Derzeit habe ich deswegen kein schlechtes Gefühl, ich fühle es eher befreiend“, sagt sie sichtlich erleichtert.

Immer wieder schwere Verletzungen

In ihrer Karriere die 2010 im Weltcup begann, hatte Hronek immer wieder mit schweren Verletzungen zu kämpfen. Dreimal hat sie sich das Kreuzband gerissen. „Immer wieder habe ich einen neuen Anlauf nehmen müssen, jetzt ist die Luft raus.“

Ihren größten Erfolg feierte sie 2013 bei der WM in Schladming mit der Bronzemedaille in der Mannschaft. Im selben Jahr gelang ihr mit dem fünften Platz im Super-G in Garmisch-Partenkirchen ihre beste Platzierung im Weltcup. Ihr jüngerer Bruder Tim nahm die Nachricht vom Rücktritt gefasst auf. „Klar, wenn die große Schwester als Vorbild aufhört, ist das nicht schön für ihn.“

Vorstellbar ist eine Laufbahn als Trainerin

Tim Hronek ist im Weltcup bei den Skicrossern unterwegs. Pläne für die Zukunft hat Nicki Hronek bereits geschmiedet. Sie ist beruflich bei der Bundespolizei abgesichert und würde gerne Polizei-Bergführerin bei der Dienststelle in Berchtesgaden werden. Sportlich will sie weiter auf den Skiern unterwegs sein. „Aber ohne Zeitnahme im Ziel“, meint sie sie schmunzelnd.Auch eine Laufbahn als Trainerin im alpinen Bereich kann sie sich irgendwann vorstellen.

Der Blick zurück auf ihre Karriere fällt ohne Zorn aus. „Ich bin sehr dankbar für alles, es war eine tolle Zeit, auch wenn es oft ein harter Weg gewesen ist“, sagt sie abschließend. shu

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