ABSCHIED VOM LEISTUNGSSPORT

Skirennläuferin Marina Wallner stellt die Bretter endgültig in die Ecke

Nach ihrem ersten Kreuzbandriss startete Marina Wallner ein erfolgreiches Comeback und nahm unter anderem an der Weltmeisterschaft in St. Moritz teil.
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Nach ihrem ersten Kreuzbandriss startete Marina Wallner ein erfolgreiches Comeback und nahm unter anderem an der Weltmeisterschaft in St. Moritz teil.

Nun ist Schluss: Skiläuferin Marina Wallner vom SC Inzell hat ihre Karriere beendet. Die 26-Jährige war Teilnehmerin an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften, wurde aber immer wieder von schweren Verletzungen geplagt. Nun will sie eine Ausbildung starten und in ein neues Leben eintauchen.

von Horst Schmid

Inzell– Die alpine Skirennfahrerin Marina Wallner (SC Inzell) verabschiedet sich aus dem Leistungssport. Die 26-jährige Bundespolizistin möchte sich fortan ihrer beruflichen Zukunft widmen.

Technik-Spezialistin Marina Wallner beendet ihre sportliche Laufbahn im alpinen Rennsport. Nach einem Kreuzbandriss im November 2018 konnte die Inzellerin im Winter 2019/2020 noch solide Leistungen zeigen. In der Vorbereitung auf die laufende Saison hatte sie dann mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber zu kämpfen und konnte so kaum noch in das internationale Wettkampfgeschehen eingreifen.

Dank an die Unterstützer

„In den letzten Wochen ist mir klar geworden, dass ich trotz großen Engagements meine persönlichen Ziele nicht mehr erreichen konnte“, begründet sie ihre Entscheidung. „Es war immer mein Anspruch, den Rennsport in aller Konsequenz zu leben. Aber wenn der Körper nicht mehr so belastbar ist, wie man sich das wünscht, dann leidet die Motivation und es ist Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen.

Marina Wallner beendet nach der bereits Anfang Januar abgebrochenen Saison nun endgültig ihre Skikarriere.

Ich hatte eine wirklich schöne Zeit und habe viele wertvolle Erfahrungen als Skirennfahrerin sammeln dürfen. Allen, die mich in dabei unterstützt haben, der Bundespolizei, Sponsoren, Fans und ganz besonders meiner Familie, danke ich von Herzen.“

Drei Medaillen bei der Junioren-WM

Ihr erster Trainer war ihr Vater. Beim SC Inzell wurde sie gefördert. Um ihre sportliche Karriere voranzutreiben, wechselte sie auf die Christophorus-Schule in Berchtesgaden. Im Winter 2013/14 erarbeitete sich die Bundespolizistin über den Europacup einen Fixstartplatz für den Slalom-Weltcup und feierte dort ihr Debüt im November 2013 in Levi. In dieser Saison gewann sie drei Bronzemedaillen bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Jasna.

Olympia-Teilnahme und Kreuzbandrisse

Im Januar 2015 verletzte sich Wallner am Sprunggelenk, im November folgte ein Kreuzbandriss, was eine Zwangspause im Weltcup-Winter 2015/16 zur Folge hatte. 2016/17 konnte die Inzellerin ein gelungenes Comeback feiern: Im Slalom von Squaw Valley fuhr sie mit Platz sieben das beste Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere ein.

Nach einer Olympia-Teilnahme 2018 in Pyeongchang zog sie sich im November des gleichen Jahres erneut einen Kreuzbandriss zu und musste die Saison vorzeitig beenden. Nach ihrem Comeback im letzten Winter zeigte Wallner mit drei Top-30-Platzierungen und drei FIS-Slalomsiegen noch einmal ihr Potenzial.

Neues Ziel: Ausbildung zur Physiotherapeutin

Durch ihre Verletzungshistorie haben therapeutische Prävention und Rehabilitation in Wallners Karriere eine wichtige Rolle gespielt. Nach ihrer aktiven Laufbahn möchte die 26-Jährige deshalb selbst eine Ausbildung zur Physiotherapeutin beginnen.

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