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Nach schwieriger Phase wieder fit

„Die wenigen Chancen muss ich nutzen“ – Skilangläuferin Nadine Herrmann hofft auf Olympia

Nadine Herrmann hofft in der kommenden Saison auf die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele.
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Nadine Herrmann hofft in der kommenden Saison auf die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele.

Die Skilangläuferin Nadine Herrmann vom Stutzpunkt Ruhpolding hofft nach einer schwierigen Phase auf die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele.

Ruhpolding – Die Skilangläuferin Nadine Herrmann vom Bockauer SV aus dem Stützpunkt Ruhpolding ist wieder zuversichtlich. Nach einer guten Vorbereitung hatte ihr das Geschehen im September und besonders bei der Zentralen Leistungskontrolle in Oberhof Sorgen bereitet. Doch zuletzt lief es gut, und nun hofft die 25-Jährige auf einen erfolgreichen Winter.

„Es lief heuer die ganze Zeit meist nach Plan. Aber gerade als es auf die ZLK zuging, habe ich mich vom Training der Vormonate her etwas platt gefühlt.“ Der Rückschlag kam überraschend, denn „kurz zuvor war bei den Laufbandtests hier noch alles in Ordnung“.

„Ich war sehr geknickt“

„Mit den Ergebnissen der ZLK war ich sehr unzufrieden“, blickt sie zurück. Das betreffe vor allem den Skihallen-Sprint in Oberhof auf Schnee. Nach Rang 15 „war ich schon sehr geknickt, weil der Körper nicht das hergegeben hat, was eigentlich möglich wäre.“ Auch mit dem Skirollern war sie unzufrieden. Immerhin: Im Crosslauf, in dem sie in der Vergangenheit einen Sprung nach vorne gemacht hatte, konnte sie ihre Leistung aus dem Vorjahr bestätigen.

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Herrmann machte einen kurzen Heimaturlaub im Erzgebirge, „und da habe ich gemerkt, dass ich gesundheitlich etwas schwanke. Das war auch für die Motivation schwierig.“ Sie erkrankte leicht, zog sich etwas aus dem Trainingsgeschehen heraus – und bemerkte relativ bald eine Verbesserung.

Statt eines Gletschertrainings verbrachte sie Anfang Oktober fünf Tage bei einem Sprint-Lehrgang in Oberhof, kehrte kurz nach Ruhpolding zurück und war dann in Ramsau unterwegs. „Meist war es am Vormittag etwas lockerer, am Nachmittag mit Intensität – vor allem für uns Sprinter war das sehr gut.“ Die 25-Jährige konnte bilanzieren: „Ich fühle mich jetzt auf einem sehr guten Stand.“ Das war im Vorjahr genau andersherum, da lief es bis Oktober gut, dann kam der Einbruch.

Dennoch ist ihr bewusst, dass es sehr schwer wird, ihre hochgesteckten Ziele zu erreichen – denn am liebsten würde sie sich für die Olympischen Winterspiele in Peking im Februar 2022 qualifizieren. Dafür jedoch gilt es erst einmal, sich überhaupt Starts im Weltcup zu erkämpfen – denn nur dort kann sie die Qualifikationsnormen erfüllen.

Dafür bereitet sich die Sportsoldatin bis Mitte November vorwiegend am Stützpunkt vor, davor steht für die Sprint-Gruppe ein zehntägiger Lehrgang in Norwegen an. Im Anschluss steht beim FIS-Cup in Gaalaa (Norwegen) unter anderem ein Sprint (27. November) auf dem Programm – wer dort überzeugt, darf auf einen Startplatz beim Weltcup in Lillehammer vom 3. bis 5. Dezember hoffen.

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Dass dies eine schwere Aufgabe wird, ist der 25-Jährigen bewusst, dennoch freut sie sich auf die Rennen: „Das wird richtig hart, aber auch richtig cool. Da sind alle Norweger außer den Weltcup-Leuten da, es ist also richtig gut besetzt.“ Außer diesem Weltcup hofft Herrmann auf Starts in Davos (11./12. Dezember) und Dresden (18./19. Dezember) sowie nach Möglichkeit beim Auftakt der Tour de Ski.

Für ihren „Heim-Weltcup“ in Dresden ist Nadine Herrmann wieder das „Gesicht“ der Veranstaltung. Dass es laut Weltverband FIS heuer vorläufig der letzte Weltcup in Dresden sein soll, sieht sie gelassen: „Es war ja zunächst nur für vier Jahre geplant. Jetzt ist es heuer ohnehin schon das fünfte Jahr. Außerdem soll es ja was Besonderes sein, dort dabeigewesen zu sein“, lacht sie.

Bei Herrmann war zum Ende der vergangenen Saison ein Belastungsasthma festgestellt worden, inzwischen scheint die Erkrankung gut im Griff. „Schließlich war das ja wie eine chronische Entzündung. Da muss man dauerhaft dagegen arbeiten, aber bis jetzt sieht es gut aus“, freut sie sich. Und hofft, dass es auch mit den Ergebnissen „gut aussieht“. Das bedeute, „dass ich versuche, im Sprint mindestens eine Teilqualifikation für Olympia zu schaffen. Ich bin zwar keine reine Sprinterin und werde es nach Möglichkeit auch auf der Distanz mal versuchen – aber im Sprint habe ich wohl am ehesten Chancen.“

Das Ziel (zweimal unter Top 15 oder einmal unter Top 8 im Weltcup) ist anspruchsvoll. „Aber ich war ja schon mal Top 20, also ist das Ziel nicht so weit weg.“ Und: „Für unser komplettes deutsches Mädels-Team gilt: Wir brauchen das nötige Glück.“ Denn für Nadine Herrmann ist auch klar: „Ich werde nicht viele Chancen bekommen – aber die wenigen muss ich halt nutzen.“who

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