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Stützpunkt-Trio mit einem gemeinsamen Ziel

Skilangläuferinnen hoffen auf die Teilnahme an der U23-WM

Flott unterwegs beim Training am Dachsteingletscher: Sophie Lechner (rechts) vom TSV Marquartstein mit ihrem Stützpunkt-Kollegen Paul Gräf.
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Flott unterwegs beim Training am Dachsteingletscher: Sophie Lechner (rechts) vom TSV Marquartstein mit ihrem Stützpunkt-Kollegen Paul Gräf.

Die Skilangläuferinnen vom Stützpunkt Ruhpolding verfolgen ein gemeinsames Ziel: Sophie Lechner, Alexandra Danner und Kim Hager wollen bei der U23-Weltmeisterschaft teilnehmen

Ruhpolding – Sie haben ein gemeinsames Ziel: Die Skilangläuferinnen Sophie Lechner (TSV Marquartstein), Alexandra Danner (SC Lenggries) und Kim Hager (SC/TV Gefrees) vom Stützpunkt Ruhpolding wollen sich allesamt für die Teilnahme an der U23-Weltmeisterschaft in Zakopane (Polen/28. Februar bis 6. März) qualifizieren. Derzeit sind sie gut im Training dabei – dennoch sind die Voraussetzungen und Ziele für diese Saison sehr unterschiedlich. Während es nämlich für Lechner die erste U23-WM ihrer Karriere werden könnte, sind es für ihre Stützpunkt-Kolleginnen die letzten U23-Titelkämpfe, an denen sie teilnehmen können.

Lechner, die der Landespolizei angehört und sich dank dieser Absicherung somit als Profi auf ihren Sport konzentrieren kann, hatte in der vergangenen Saison kaum Wettkämpfe bestreiten können. Denn außerhalb des Weltcups konnten coronabedingt nur wenige Wettkämpfe auch stattfinden. Insgesamt „ist das heuer schon eine Umstellung von der U20 in die U23. Mal sehen, wie das läuft, da muss ich mich erst einmal einordnen“, will die Sportlerin des TSV Marquartstein die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. „Ich bin derzeit ganz zufrieden, auch wenn es mal ein bisschen besser, mal ein bisschen weniger gut geht“, bilanziert sie den bisherigen Verlauf der Vorbereitung. Schwierig sei es auch, ihren derzeitigen Leistungsstand einzuschätzen, denn bei der Zentralen Leistungskontrolle in Oberhof war die 20-Jährige geschwächt an den Start gegangen.

Ergebnisse waren nicht wie gewünscht

„Da war ich in der Woche davor krank und bin erst zwei, drei Tage vor der ZLK wieder ins Training eingestiegen.“ Deshalb seien die Ergebnisse auch „nicht so wie gewünscht“ gewesen. „Aber davon darf man sich nicht beirren lassen. Ich weiß ja, wie die Umstände waren.“ Verbessert sieht sie sich unter anderem „in Teilbereichen wie beim Schub. Zudem glaube ich, dass ich in der klassischen Technik Fortschritte gemacht habe – tendenziell mag ich ja das Skating lieber“, lacht sie. Und die 20-Jährige sieht das Team allgemein von der Lauftechnik her gut aufgestellt. „Für den Sprint allerdings braucht man noch einmal eine besondere Technik und Koordination, das ist noch etwas schwierig.“

Während es für Lechner aus Altersgründen die erste U23-WM werden könnte, wären es für Kim Hager deshalb die ersten Titelkämpfe in dieser Kategorie, „weil ich mich in den vergangenen zwei Jahren nicht qualifizieren konnte“. Im vergangenen Jahr war dies allerdings sehr knapp, „und heuer ist das meine letzte Chance, daher ist das auf jeden Fall mein Ziel“, betont die 22-Jährige, die ebenfalls der Landespolizei angehört. Auch Hager muss ein wenig mit der Unsicherheit über den Stand der Vorbereitung leben.

„Weiß nicht, wo ich stehe“

Kurz vor der ZLK erkrankte sie nämlich und versäumte die Wettkämpfe in Oberhof. „Deshalb weiß ich nicht so genau, wo ich stehe“, bedauert sie. Aber: In der Vorbereitung gibt es insgesamt vier Tests, bei denen auf dem Laufband in Ruhpolding Daten erhoben werden, „und dieser Test war im August in Ordnung, also passt soweit alles“. Etwas Nachholbedarf sieht die junge Sportlerin vor allem noch bei der klassischen Technik, „aber ich habe es heuer oft trainiert und hoffe, dass es besser wird“. Für Hager, die seit drei Jahren dem Stützpunkt angehört, ist es eine tolle Sache, hier dabei zu sein: „Wir sind zwar nicht so viele Mädels (neben dem U23-Trio ist noch die 25-jährige Nadine Herrmann dabei, d. Red.) – aber wir sind dafür eine richtig gute Trainingsgruppe“, freut sie sich. Nun hofft sie, dass sich diese Gruppe in diesem Winter auch als „gute Wettkampfgruppe“ erweist.

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Alexandra Danner hatte sich bei der vergangenen U23-WM in Voukatti (Finnland) den 20. Platz im Klassik-Sprint erkämpft – heuer sind die Ansprüche höher. Zum einen, weil es ihre letzte U23-WM ist, zum anderen, weil der WM-Sprint in ihrer bevorzugten Technik, dem Skating, ausgetragen wird. Auch die bisherigen Erfahrungen in der Vorbereitung lassen die Bundespolizistin hoffen. „Es lief sehr gut, ich war nur einmal kurz erkältet.“ Und bei der ZLK „habe ich in beiden Wettkämpfen gut performt“ – unter anderem hatte sie im Sprint in der Oberhofer Skihalle das Finale erreicht und Rang vier erkämpft. Daher „bin ich zuversichtlich, dass der nächste Schritt kommt“, hofft die 22-Jährige.

Verbesserung um 50 Sekunden

Schließlich habe sie sich heuer sowohl technisch als auch bei der Ausdauer verbessert, „beim Crosslauf war ich heuer 50 Sekunden schneller als im Vorjahr“ blickt sie auf die ZLK zurück. Kurz vor den ersten Rennen geht es ja unter anderem im November nach Norwegen. Dort will sie sich nach Möglichkeit für den Weltcup in Lillehammer (Norwegen, 3. bis 5. Dezember) qualifizieren, wo ebenfalls ein Freistil-Sprint auf dem Programm steht. Auch eine Teilnahme beim reinen Sprint-Weltcup in Dresden (18./19. Dezember) wäre ein Ziel – und eine gute Erfahrung für die U23-WM in Zakopane. Dort „hoffe ich dann auf einen Platz unter den Top Sechs“. Und darauf, dass das Trio Danner, Hager und Lechner gemeinsam nach Polen fahren darf.who

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